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Die 68er Liebe zu den Menschenrechten

Vor 50 Jahren wurden die Britin Susan Allinson und der Ostdeutsche Rainer Kubitz ein Paar, als gerade der Prager Frühling niedergewalzt wurde.Das West-Ost-Paar landete in Ilmenau. Susan wurde darüber zur ehrenamtlichen Menschenrechtskämpferin.



Noch immer gehen Susan und ihr Mann Rainer Kubitz als jung gebliebenes Liebespaar durch. Die heute 75-jährige Ilmenauerin hatte in den 70er Jahren an der Seite von Amnesty International den Kampf um die Familienzusammenführung mit ihm und der gemeinsamen Tochter gewonnen. Das damalige Protestplakat haben sie noch als Stasiakten-Kopie.	Fotos: uhu
Noch immer gehen Susan und ihr Mann Rainer Kubitz als jung gebliebenes Liebespaar durch. Die heute 75-jährige Ilmenauerin hatte in den 70er Jahren an der Seite von Amnesty International den Kampf um die Familienzusammenführung mit ihm und der gemeinsamen Tochter gewonnen. Das damalige Protestplakat haben sie noch als Stasiakten-Kopie. Fotos: uhu   » zu den Bildern

Susan muss herzlich lachen, als sie mit ihrem Mann Rainer in Stapeln von Unterlagen, aktuellen Aufträgen von Englisch-Übersetzungen und Zeitplänen für den Englischunterricht diese große Schublade mitten ins Wohnzimmer rollt.

Mit einem Griff haben beide das A 4- Blatt mit dem Stempel "000 112" der Stasiunterlagen-Behörde in Händen. Inmitten massenhaft aufbewahrter Protokolle über ihr Leben in den endsechziger Jahren bis zu Rainers Ausreise in die Bundesrepublik am Ende mehrerer Verhaftungen.

Sein einst aus etlichen Fotos zusammenmontiertes Plakat im Stasi-Vorgang war so etwas wie Rainers Heiratsantrag an seine Susan aus dem nordenglischen Bradford. Der war damals DDR-behördlich zwar keinesfalls abgesegnet, aber beobachtungs-buchhalterisch abgestempelt. Samt handschriftlichem Vernehmungs-Geständnis unter dem Corpus Delicti des damals angehenden sächsischen Chemikers.

Protest und Verhaftungen

Rainer Kubitz hatte am 30. April 1974 das Plakat mit dem Bild und der Frage seiner kleinen Tochter "Wann dürfen Mami und Papi heiraten?" Unter den Linden entrollt, mitten im Herzen von Ost-Berlin. Und verschwand vorübergehend in Haft.

"Zwei Wochen später: Nochmal Rainers gleicher öffentlicher Protest für unsere Familienzusammenführung. Ich wäre ja von England auch zu ihm in die DDR gezogen. Sie wollten mich aber nicht", lacht Susan erneut und strahlt dabei ihren heute 78-jährigen Bräutigam von einst wie frisch verliebt an.

 

Amnesty International

Die Menschenrechts-Organsiation Amnesty International (AI) wurde 1961 gegründet und hat heute sieben Millionen Mitglieder. Als weltweit agierende Nichtregierungsorganisation (NGO) genießt AI hohes Ansehen bei praktischer, sehr wachsamer und doch oft nur punktueller Durchsetzung der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte". Am 10. Dezember begeht die Welt den 70. Jahrestag ihrer Verkündung durch die Uno.

Amnesty ist finanziell unabhängig und unparteilich. Durch die weltweit verteilten Aktivisten, Beobachter, Mitglieder und Helfer kann AI lokale Ereignisse weltweit innerhalb von Minuten bekannt machen ("Urgent Actions"). Bekannt sind vor allem die weltweit verteilten Appelle zur Freilassung politischer Gefangener.

Vor 15 Jahren gründete Susan Kubitz die Ilmenauer Gruppe um deren Sprecher Fabian de Planque im Rahmen des AI-Bezirks Thüringen. "Wir von Amnesty werden gegen vielfältigste Menschenrechtsverletzungen aktiv. Aber immer erst dann, wenn die Informationen als sicher bestätigt werden können", sagt de Planque.

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www.amnesty-ilmenau.de

 

"Einen Tea hoooben", fragt Susan beim Gespräch, mit dezentem Englisch-Slang in der Aussprache, nach ihrem 75. Geburtstag. In ihrer Wahlheimat Ilmenau ist sie nicht nur unter Menschenrechts- und Friedensaktivisten, Umweltschützern und Englisch-Schülern bekannt.

Viele Dissertationen an der Technischen Uni, englischsprachige Jahresberichte von Instituten und Firmen, dazu Manuskripte für Auslandsvorträge von Wissenschaftlern hat sie betreut. Auch viele Fremdsprachen-Schüler kennen ihren Sprachdienst "For better English".

Susan erinnert sich an die Umstände, unter denen sie ihren späteren Mann Rainer erstmals begegnete, so als wäre es gestern gewesen. Sie hatte 1968 in Ungarn und der Tschechoslowakei Urlaub gemacht, dort am Projekt einer christlichen Friedensinitiative aus England mitgewirkt.

Rainer: "Wir waren uns erstmals in Budweis begegnet: Da herrschte in der CSSR - vor 50 Jahren - gerade großes Hoffen auf Demokratisierung. Im August dann war der Teufel los, die Reformen des Prager Frühlings wurden niedergewalzt."

Zwischen Panzern

"Wir mit unserem ersten Flirt mittendrin, mussten auf Feldwege ausweichen, weil die sowjetischen Panzer die Straßen verstopften", so Susan. Sie erinnert sich noch heute, wie sie sagt, "an den humor- und phantasievollen Widerstand der Tschechen, die Straßenwegweiser verdrehten und der Sowjetarmee Heim-Wegweiser nach Moskau aufstellten."

Später ist sie mit ihrem Ford Cortina, er mit seinem Troll-Motorroller, jeder in sein Land, wieder nach Hause gefahren. Susan: "Bei meinem Studium in Oxford war es so eklatant, dass die DDR in England überheblich als ,Osteuropa' abgetan wurde. Null Ahnung von Land und Leuten, ihrer History. Nothing!"

Susan war in England engagierte Sozialarbeiterin. Sie bemühte sich nun um Wissen und Nahaufnahmen "raus aus der West-Schublade mit Aufschrift Osten. Wer von uns hatte, außer von Dresden, mal was vom wunderschönen Görlitz gehört?"

Die junge Britin fand viele Wege, das nachzuholen, und sie vertiefte die Liebe zu ihrer 68er Liebe Rainer.

"A little problem"

Die Kontakte über den Eisernen Vorhang hinweg waren indes "nicht die Ursache für ,a little problem' in meinem Bauch", berichtet Susan. 1972 kam unsere Beate zur Welt."

Im gleichen Jahr begann mit dem Grundlagenvertrag zwischen der BRD und DDR eine politische Tauwetterperiode. Die Klimaverbesserung drang freilich noch lange nicht wärmend zu dem jungen Elternpaar durch. Susan war bereit, DDR-Bürgerin, und Rainer wäre Brite geworden, um ihrer Liebe und des "kleinen Problems Beate" willen. Und "weil der Mensch doch frei ist, den Platz auf der Welt zu wählen, den er für den seinen hält". Eigentlich.

Spätestens, als Rainer Susan wissen ließ, dass er nun "full power" mache, damit sie endlich mit ihrer Tochter zusammen leben können, wurde ihr angesichts der Folgen für Rainer in der DDR klar: "Es ist so, so, so wichtig, Öffentlichkeit gegen Unrecht zu schaffen!"

Protestbriefe-Flut

Selbst wenn Diktatoren "durch eine Flut von Protestbriefen nur erstmal mitbekommen, dass die Welt von Opfern ihres Unrechts weiß, hat das schon Tausende aus deren Fängen befreit. Und oft auch das Leben gerettet", begründet Susan ihr erstes, noch privat motiviertes Engagement für die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI).

Nach der Protestaktion und der Inhaftierung von Rainer Kubitz Rund 50 Briefe vor allem der britischen Aktionsgruppen fluteten die DDR-Behörden. Schon war Susan Allison mittendrin in ihrem Engagement für Menschenrechte, das sie bis heute mit vielen jungen Leuten, vor allem auch von der TU Ilmenau, umtreibt.

Da strahlt die alte Dame schon wieder übers ganze Gesicht: "Denn schau mal, trotz verriegelter Knast-Tore hinter meinem Rainer: Wir waren doch längst ein Paar; sind es bis heute. Nun frag mal Rainer, wie er's schaffte, mich 1974 zu beringen."

"Susan, ich und unsere Beate waren ungeduldig. Wir hielten die Freizügigkeit in der Wahl des gemeinsamen Lebensmittelpunktes für das Normalste. So, als wenn heute Eltern für ihre Kinder zu uns vor Krieg, Terror, Dürre und Hunger fliehen. Aber für meine Vernehmer in der Haft war das 1974 eben unnormal."

Lauernde Kameras

Runde zwei bei "Kubitz versus DDR-Organe": Mit der von Susan alarmierten britischen Sektion von Amnesty International und Journalisten legte man sich auf die Lauer. Volles Risiko -und voller Erfolg. Rainers zeigte wieder sein Beate-Plakat in Berlin, und erneut wurde er verhaftet. Doch diesmal klickten Kameras. Damit wurde der Fall publik.

Susan spürte erstmals die Kraft von Amnesty International. "Zuerst am ganz privaten Erleben, später mit vielen Verbündeten und Unterstützern. Auch hier in unserer späteren gemeinsamen Heimat Ilmenau. Hier, wo heute schreiendes Unrecht weit weg scheint. Obwohl es genau in dem Moment irgendwo in der Welt gerade fast normal ist. Schlimmer als damals mit Rainer im DDR-Knast."

Zwar konnte Tochter Beate, die heute Umweltaktivistin in Nordengland ist, bereits zu DDR-Zeiten bei der sächsischen Oma nahe Dresden manche schöne Woche verbringen. "Aber wir gehörten doch richtig zusammen, nicht nur im Urlaub", sagt Rainer. Dabei schmunzelt er fast durchtrieben. So, als hätte er nie bange am Happy-End seiner Ost-West-Familienstory gezweifelt.

Auf seinen letztlich sehr guten Diplomabschluss hatte er an der TU Dresden "wegen politischer Frechheiten", wie Susann es nennt, nur noch per Fernstudium hinarbeiten können. "Daneben Jobs in der Papierindustrie, später auch als Chemielaborant", erinnert sich der heute 78-Jährige Chemie-Doktor im Ruhestand.

Bevor die Zellentür für ihn im Juni 1974 letztmals zuging, da "hatte ich schon nicht mehr gestaunt. Es war ein Bissel auch wie es heute ist: Das Leichteste und Arbeitsparende für Beamte ist doch, Nein zu sagen. Auch zu meiner Familienfusion."

Rainers Taktik: "Gut überlegen, was die hinter Gittern mit dir machen könnten, wenn du ihnen deine volle Meinung ins Gesicht rufst. Nee, lieber schön schaumgebremst. Bei Vernehmungen nicht zugeben, was du noch so alles faul im Staate findest. Immer freundlich und bestimmt sagen: Ich protestiere gegen die unrechtmäßige Behandlung. Auch, wenn man mir ans Herz legte: ,Vernünftig sein. Sie könnten ja mal Professor werden, Herr Kubitz."

Mehr denn je nötig

Herr Kubitz aber stand drei Tage nach seiner Knastentlassung im Juni 1974 auf dem Airport London-Heathrow. "Sind wir spannend - vielleicht sehen wir heute den Papi!" hatte Susan aufgeregt "unser DDR-Kind Beatchen" umarmt.

Bald darauf gehörte der Erfolg ihnen. "Und Amnesty International. Für dessen Aktionen in aller Welt werden heute mehr denn ja Verbündete und Kraftspender zumindest als Briefschreiber gesucht."

Auch Rainer Kubitz konnte sich in England beruflich etablieren, dort forschen, "aber ihn erwischte dort dennoch auch die Rezession der 90-er Jahre", erinnert sich Susan.

Das noch immer erfrischend agile Seniorenpaar muss jetzt über die Story lachen: Warum Susan einst unter allen weltweiten Optionen als junge Britin ausgerechnet das heutige Land des früheren Kriegsgegners Nazi-Deutschland interessierte - lange vor Rainer?

Susans Antwort ist eine "heimliche, unvollendete Lovestory". Sie muss sich jetzt Lachtränen aus den Augen wischen: "Meine Eltern waren Christen. Richtige, mit beiden Beine auf dem Boden statt scheinheilig." Als Susan sechs war, "kam Hannelore aus Bielefeld zu uns. Eine der ersten deutsch-britischen Austauschschülerinnen. Die Hand zur Versöhnung ausstrecken nach all dem Kriegswahnsinn. Schwerer Anfang, dann aber fröhlich: Sie lehrte mich ,Alle meine Entchen'

"Zur Grenze nicht weit"

Susans Schul-Französisch war später sehr gut, sie war nicht als einzige in den Lehrer verliebt. "Als der dann auch Deutsch lehrte, schrieb ich mich sofort ein. Aber dann: Wir zogen weg. So war ich wenigstens zum Deutsch-Fach gekommen."

Susan weiter: "Während ich 1961 in Oxford studierte und eure Berliner Mauer aufging, jobbte ich in Essen als Au pair. Reiche Familie, Dienstmädchen, strenge deutsche Frage nach Referenzen." Sie bemerkt ihren Versprecher - "Nicht Mauer-aufgehen, ich meinte aufbauen, sorry!"

Als die Mauer dann 28 Jahre später wirklich aufging, entschied sich das Ehepaar nach einigen beruflichen Pendlerjahren zwischen Britischen Inseln und Thüringer Wald dafür, Ilmenauer zu werden.

Rainer, längst promoviert, forschte hier in eigner kleiner Firma an besonders umweltgerechten Neutralisierungen giftiger Galvanik-Abfälle. "Für das Uni-Städtchen hatten wir fünf Argumente: Grüne Landschaft, reiche Kultur und das Prinzip: Lieber erstmal billigen als bildschönen Wohnraum. Und die international geschätzte Uni nebenan."

Und das fünfte Kriterium? "Na bis zur Grenze ist es nicht weit, wenn man mal wieder ausreisen müsste".

Klienten und Macher

"Bei unserer Amnesty International geht die Ehrenamtsarbeit nicht aus. Mein Mann und ich waren zuerst Klienten, bevor wir Macher wurden. Auch dank des Ilmenauer Pfarrers Maneck. Der sagte vor seinem viel zu frühen Tod: Weltoffene Städte wie Ilmenau brauchen AI-Gruppen."

Susan ist "so dankbar, dass die sich an der TU vor allem auch durch das Engagement von Fabian de Planque formiert hatte. Aber lasst uns das bitte auch zum Herzensanliegen der Stadt und ihrer Bürger machen!"

2003 dolmetschte Susan für eine Somalierin. Was sie so detailliert für das Opfer der schmerzvollen Frauenbeschneidungen zu übersetzten hatte, bestärkte sie: "Wir kümmern uns nicht nur um Menschen, die so wie mein Mann rechtlos hinter Gittern verschwanden. Unrecht hat tausend Gesichter."

Donnerstag um 19 Uhr trifft sich die Ilmenauer AI-Gruppe wieder bei Susan und Rainer in der Naumannstraße 3. Vorbereitung des 70. Jahrestages der Verkündung der Allgemeinen Menschenrechte durch die UN. Und aktuelle Protestbrief-Aktionen besprechen. "Je schneller wir reagieren, je mehr Menschen mit machen, desto größer die Chancen zu helfen." Dazu auch "Briefe gegen das Vergessen" für viele Langzeitfälle.

Ilmenaus 27-jähriger AI-Sprecher Fabian de Planque und seine Mitstreiter zu Susans 75. Geburtstag am 6. März: "Hm, was schenken wir ihr? Als sie 50 wurde, war sie Sprecherin der Amnesty-Gruppe in Bournville, Birmingham. Mit der hatte sie damals 50 Briefe gegen das Vergessen geschrieben. Nun sollen es von Ilmenau aus in alle Welt also 75 werden; mindestens!"

Susans selbstironischer Humor lässt sie schon mal schmunzelnd nachrechnen, wann es hundert werden. Mindestens.

Autor

Klaus-Ulrich Hubert
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
23. 03. 2018
16:06 Uhr

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Klaus-Ulrich Hubert

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Veröffentlicht am:
23. 03. 2018
16:06 Uhr



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