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Zella-Mehlis

Wenn ich mir was wünschen könnte

Mit einem Theaterstück fand der Talentcampus in Zella-Mehlis am Freitagnachmittag einen würdigen Abschluss. Während des Kreativkurses hat sich gezeigt: Es gibt in der Stadt einige echte Talente.



Der Fischer und seine Frau wurden von den Schülern in Szene gesetzt. Bühnenbildner hatten mit wenig Aufwand eine schöne Kulisse gezaubert. Foto: M. Bauroth
Der Fischer und seine Frau wurden von den Schülern in Szene gesetzt. Bühnenbildner hatten mit wenig Aufwand eine schöne Kulisse gezaubert. Foto: M. Bauroth   » zu den Bildern

Zella-Mehlis - Die letzte Ferienwoche war für 53 Zella-Mehliser Kinder etwas ganz Besonderes. Die Zehn- bis 14-Jährigen hatten sich für den Talentcampus Sommer 2018 eingeschrieben. Dass er nach nur fünf Jahren Laufzeit so gut angenommen wird, das liegt auch und vor allem an Galina Nankov, die die Organisation in den Händen hält. Die Kinder lieben sie und ihre Art.

Diesmal stand das Projekt unter dem Titel "Wenn ich mir was wünschen könnte". Insgesamt sieben Workshops wurden angeboten. Unter anderem zwei Theater-, ein Koch, ein Choreographie-, ein Bühnenbild- und ein Musik-Workshop. Eine Projektgruppe beschäftigte sich zudem mit Videos, die während der Abschlussveranstaltung in der Turnhalle des Gymnasiums gezeigt wurden. Unter anderem hatten die Schüler in Zella-Mehlis eine Umfrage gestartet und wollten von Passanten, aber auch von Helfern des Kinder- und Jugend-Freizeittreffs wissen, was sie sich wünschen würden, wenn sie einen Wunsch frei hätten. Die Antworten fielen fast immer ähnlich aus. Vor allem Gesundheit und eine intakte Familie standen in der Rangliste ganz vorne. Bei den Jugendlichen hingegen gehören auch eine Katze oder ein Pizza-Automat in der Schule zu den Wunschträumen.

Passend zum Thema hatten die Teilnehmer ein Theaterstück vom Fischer und seiner Frau vorbereitet. "Eine Woche intensiven Trainings liegt hinter uns. Ich bin mir sicher, Sie werden staunen, was dabei herausgekommen ist", sagte Kerstin Lauer, stellvertretende Leiterin der Volkshochschule Schmalkalden-Meiningen, in Richtung des Publikums. Wie im richtigen Märchen hat der Fischer einen Zauberbutt gefangen. Seine Frau, die Iselbill, hat immer neue Wünsche. Von einer kleinen Fischerkate möchte sie in ein Haus ziehen, dann in einen Palast. Und schließlich will sie sogar Kanzlerin werden.

Für die Bühnenbildner war das eine echte Herausforderung. Aus einfachen Kartons haben sie einen Hausgiebel, eine Gartenzaun sowie aus Papprollen Portalsäulen gebastelt. Aus Stoff- und Folienbahnen holten sie ein Stückchen vom Meer in die Turnhalle. Unterstützung bekamen die Darsteller übrigens auch von der Musik-Gruppe. Und zwischendurch verwöhnten die Jugend-Köche das Publikum mit selbst gebackenen Leckereien.

Es mangelt den Zella-Mehliser also tatsächlich nicht an Talenten. Man muss sie eben nur finden. So, wie das in dieser letzten Ferienwoche wieder einmal geschehen ist.

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Doreen Fischer
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Veröffentlicht am:
12. 08. 2018
16:58 Uhr

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Autor

Doreen Fischer

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Veröffentlicht am:
12. 08. 2018
16:58 Uhr



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