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Suhl/ Zella-Mehlis

Zwei, die beim Festival mittendrin statt nur dabei sind

Susanne Wetzel und Torsten Range sind zwei der Gesichter des Vereins Kulttraum. Sie sind mittendrin statt nur dabei, wenn zum dritten Mal das Straßentheaterfestival durch die Suhler Innenstadt tobt.



Susanne Wetzel und Torsten Range sind zwei der Gesichter des Vereins Kulttraum, der auch in diesem Jahr ein Straßentheaterfestival durch die Suhler Innenstadt toben lässt, das immer wieder Tausende begeistert. Foto: Anja Hüttner
Susanne Wetzel und Torsten Range sind zwei der Gesichter des Vereins Kulttraum, der auch in diesem Jahr ein Straßentheaterfestival durch die Suhler Innenstadt toben lässt, das immer wieder Tausende begeistert. Foto: Anja Hüttner  

Suhl - Als wäre es gestern gewesen: Susanne Wetzel und Torsten Range stehen am Kinderkarussell, in dem ihr kleiner Phil seine Runden dreht. Währenddessen kommen sie mit Stefan "Uller" Ulrich ins Gespräch. Und aus ihm sprudelten so tolle Ideen heraus - Varieté, Cabaret, Straßentheaterfestival. Ein knappes Jahr später ging zum ersten Mal der Vorhang auf für das Straßentheaterfestival made in Suhl. Susanne (33) und Torsten (36) waren begeistert, dass Ullers Gedanken Wirklichkeit wurden und boten ihre Hilfe an, wofür die Engagierten dankbar waren. Im Jahr darauf, zum Straßentheaterfestival, über das der Himmel viel Wasser goss, waren die beiden schon fest im Team und mit dabei von der Organisation über die drei tollen Tage bis zur Nachbereitung, die zugleich auch die Vorbereitung der dritten Auflage des Spektakels einläutete.

"Das ist schon ein Kraftakt, der richtig reinhaut, aber die Sache hat uns vom ersten Moment an begeistert. Da wollten wir mitmachen, ganz klar", sagt Susanne, die als Finanzbuchhalterin beim DRK arbeitet. Eine Finanzfachfrau - ein Segen für den Verein, der sie sogleich als Schatzmeisterin avisiert. Dass Susanne und Torsten neben ihrer Arbeit und der Familie Zeit übrig hätten für den Kulttraum e.V., können sie nicht gerade behaupten. Torsten ist selbstständiger Bauunternehmer, also selbst und ständig unterwegs. Der kleine Phil beansprucht auch Aufmerksamkeit. "Die Zeit musst du dir nehmen, wenn du so etwas machen willst", sagt Torsten. Da muss das Leben noch ein bisschen straffer organisiert werden. Entweder geht Klein-Phil mit, wenn Vereinstreffen anstehen oder die Familie wird für die Betreuung eingespannt. Die ist besonders am Festival-Wochenende gefragt, wenn Susanne und Torsten von früh bis spät auf Trab sind. Am Bierstand beispielsweise. Wenn sie dann sehen, dass die Leute da sind, Straßen und Plätze der Stadt beleben und sich auch vom Regen nicht vertreiben lassen - das entschädigt für viele Mühen. "Und wenn du dann die Künstler hörst, wie die über Suhl und die Suhler reden, die zu schätzen wissen, was zum Festival passiert - das tut richtig gut", sagt Susanne. Die beiden bekommen wie andere Kulttraum-Mitglieder auch positive Rückmeldungen aus allen Altersklassen. Auch sie erfahren: Das Straßenfestival ist eine echte Hausnummer für Suhl. Und daran haben auch sie ihren Anteil.

Für lebendiges Zuhause

"Es ist ja so, dass wir hier aufgewachsen sind und nie weg mussten wegen der Arbeit oder so. Wir genießen es noch immer, hier sein zu können, wo unsere Familie ist, wo unsere Freunde sind." Und was sie für das Straßentheaterfestival tun, tun sie ein bisschen auch für ihre Heimat, die schön und lebendig ist - eben zum Wohlfühlen sein soll. Und wenn sie dann erfahren, dass Bekannte, die es aus unterschiedlichsten Gründen nach auswärts getrieben hat, extra zum Straßentheaterfestival nach Hause kommen, dann ist das schon was. Es ist vor allem ein Pfund, mit dem sich wuchern lassen sollte. Insbesondere, wenn es um das leidige Finanz-Thema geht, das noch immer so manche Idee ausbremst, die das Festival noch um einiges reicher machen könnte. "Da wird für so viele Großprojekte so viel Geld ausgegeben, aber für so etwas vergleichsweise Kleines wie unser Festival, das für die Lebensqualität der Menschen hier so viel bringt, gibt es kaum etwas", moniert Susanne Wetzel.

So müssen wieder und wieder Klinken geputzt, Freunde, Bekannte und Firmen angesprochen und um Hilfe gebeten werden. Da kommt dem Verein so ein Mann wie Torsten Range gerade recht. Er, der einst einer der jüngsten Maurer/Betonbauer-Meister war und heute das Geschäft gemeinsam mit seinem Vater führt, kann allein beim Auf- und Abbau von Bühnen und anderem Equipment schier unschätzbare Hilfe bieten. Dann hat er noch einige Transportkapazitäten, die immer gebraucht werden. Und er kennt Leute in anderen Firmen, die er um bestimmte Hilfestellungen bitten kann. Oder er kennt dort jemand jemanden, der jemanden kennt . . So greift ein Rad ins andere - und es bleibt ein Kraftakt für die Macher im Ehrenamt.

 

Das dritte Straßentheaterfestival findet vom 2. bis 4. September in der Suhler Innenstadt statt. Eröffnung ist am 2. September, 20 Uhr, mit Varieté auf dem Marktplatz.

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Von Heike Hüchtemann
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Veröffentlicht am:
10. 08. 2016
00:00 Uhr

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Von Heike Hüchtemann

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10. 08. 2016
00:00 Uhr



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