Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Podcast: Offen gesagt#GemeinsamHandelnCoronavirus in ThüringenCorona-Hilfsbörse

Suhl/ Zella-Mehlis

Suhler Klinikum für Corona-Patienten gerüstet

Nach einem von der Stadt am Dienstag gemeldeten ersten Corona-Verdachtsfall in Suhl hat das SRH-Zentralklinikum seine Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Gleichwohl sieht sich das Haus für den Virus gut gerüstet.



Seit Dienstag hat das SRH-Zentralklinikum Suhl seine Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Patienten mit grippeähnlichen Symptomen ist der Zutritt verboten.
Seit Dienstag hat das SRH-Zentralklinikum Suhl seine Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Patienten mit grippeähnlichen Symptomen ist der Zutritt verboten.  

Suhl - Das SRH-Zentralklinikum Suhl sieht sich für die Aufnahme und Behandlung von Patienten, die mit dem Covid-19-Virus - landläufig als Corona bezeichnet - infiziert sind, sehr gut vorbereitet. "Unsere Mitarbeiter wissen, wie mit möglichen Patienten umzugehen ist, um andere Patienten und Mitarbeiter zu schützen und welche Meldewege einzuhalten sind", sagt Kliniksprecher Christian Jacob. Als Akutkrankenhaus sei der Umgang mit Patienten, die teilweise ansteckende Krankheiten mitbringen, tägliche Aufgabe.

Gleichwohl bittet Jacob Patienten und Besucher mit Erkältungssymptomen oder mit Verdacht auf Ansteckung mit Corona eindringlich, nicht ins Krankenhaus zu kommen, sondern den Hausarzt oder das Gesundheitsamt telefonisch zu informieren. Als Vorsichtsmaßnahme wurden dazu am Dienstag entsprechende Hinweisschilder an den Türen des Klinikums angebracht. ."Krankenhäuser sind besonders geschützte Räume für ihre Patientinnen und Patienten, daher die Vorsichtsmaßnahme" , erläutert Jacob.

Pandemieplan angepasst

Das Klinikum arbeite eng mit Vertretern der niedergelassenen Ärzte in Suhl, dem Gesundheitsamt und dem MVZ-Gemeinschaftslabor zusammen. Zudem sei eine Taskforce (Arbeitsgruppe zur Lösung komplexer Probleme) aus Ärztlicher Direktion, Pflegedirektion, Innerer Medizin, Hygieneteam, Notaufnahme und Arbeitssicherheit gebildet worden. "Diese Taskforce hat bereits fünf Mal getagt. Dabei wurden aktuelle Entwicklungen diskutiert und der Pandemieplan des Klinikums angepasst", so Jacob.

Isolierbereiche im Haus seien für die Aufnahme und Versorgung von infizierten Patienten vorgerüstet worden. Für das speziell geschulte Personal seien ausreichend Schutzmaterialien vorhanden, Nachschub sei bestellt.

Bisher erwiesen sich diese Vorkehrungen allerdings als nicht nötig, denn es sei kein Patient mit hinreichenden Hinweisen, die einen Verdachtsfall begründeten, in die Klinik gekommen. "Danke an die besonnenen Südthüringer, die bislang vorbildlich mit der Situation umgehen und unnötige Panik vermeiden", so Jacob. "Die Menschen sollten auch weiterhin einen kühlen Kopf bewahren und sich nicht verrückt machen lassen", sieht er es. Schließlich gebe es bislang keine Corona-Nachweise in der Region. "Und selbst wenn es soweit wäre: "In Deutschland treten bisher vorrangig milde Krankheitsverläufe auf, und wir haben ein gutes Klinikum vor Ort." Generell sollten die üblichen Hygieneregeln befolgt werden. Das betreffe vor allem das Händewaschen mit Seife. "Etwa 20 bis 30 Sekunden lang, oder zweimal ,Alle meine Entchen summen’", hält Jacob eine eingängige Faustregel parat.Bei schwerwiegenden Infektionszeichen wie Fieber, Abgeschlagenheit, Atemnot, trockenem Husten sollten Betroffene telefonisch den Hausarzt oder das Gesundheitsamt kontaktieren und keinesfalls selbstentschieden ins Krankenhaus kommen. Das Klinikum hatte als weitere Vorsichtsmaßnahme seine Teilnahme am Tag der Berufe am Mittwoch mit über 100 angemeldeten Teilnehmern abgesagt.

Am Dienstag hatte die Stadtverwaltung Suhl den ersten und am Mittwoch den zweiten Corona-Verdachtsfall gemeldet. Größere Veranstaltungen werden in Suhl im Gegensatz zu anderen Städten deshalb aber nicht abgesagt. Jeder solle eigenverantwortlich über seine Teilnahme entscheiden, so die Stadtverwaltung. So findet das Saga-Konzert mit mehr als 2000 Besuchern am Donnerstag im CCS planmäßig statt.

>>> Mehr zum Thema

Autor

Georg Vater

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
04. 03. 2020
15:08 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit Arztpraxen Christian Jacob Coronavirus 19 Gesundheitsbehörden Infektionskrankheiten Kommunalverwaltungen Krankenhäuser und Kliniken Patienten SRH Zentralklinikum Suhl Stadtverwaltung Suhl
Suhl
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Der Krisenstab, der eigentlich Verwaltungsstab heißt, bei seiner Beratung am Montag. Hier laufen alle relevanten Informationen rund um Corona in Suhl zusammen. Die rund 15 Mitglieder beraten Lösungen und definieren Aufgaben für die nächsten Tage. Foto: frankphoto.de

20.04.2020

Im Krisenmodus

Seit dem 27. Februar tritt der Suhler Krisenstab, der eigentlich Verwaltungsstab heißt, zu Beratungen zusammen. Nach Weimar war es der zweite einberufene Stab in Thüringen. Unsere Zeitung schaute hinter die Kulissen. » mehr

Das SRH-Zentralklinikum Suhl fährt seinen wegen des Corona-Ausbruchs Mitte März stark reduzierten Alltagsbetrieb schrittweise wieder hoch. Dazu gehören auch wieder Behandlungen und Operationen bei nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen. Fotos: frankphoto.de

13.05.2020

Klinikum fährt Kapazitäten schrittweise wieder hoch

Nach und nach öffnet sich das seit Mitte März nur mit stark reduziertem Regelbetrieb dienstbereite SRH Zentralklinikum Suhl wieder für mehr Patienten. Ab kommendem Montag werden auch die Ambulanzen im "Pandemie-Normalmod... » mehr

Im Suhler Zentralklinikum wird zurzeit, statt sonst in 14 Sälen, nur noch in fünf Sälen operiert und damit viel weniger als sonst. Das ist eine der Maßnahmen , um auf eine mögliche Ausbreitung der Infektionskrankheit, die das Corona-Virus verursacht, vorbereitet zu sein. Foto:ari

19.03.2020

Klinikum sagt Operationen ab und setzt Besuchsverbot durch

Auch wenn es aktuell in Suhl außer in der Erstaufnahmeeinrichtung keinen Corona-Fall gibt - die Mediziner des Klinikums sind sich einig: Die Infektionskrankheit wird keinen Bogen um die Stadt machen. Und sie sind vorbere... » mehr

Eine Ärztin zeigt einen Test für das Coronavirus

12.06.2020

Nachbarn müssen von Hausquarantäne nichts wissen

Eine Mitarbeiterin eines Pflegedienstes wird positiv auf das Coronavirus getestet. Die von ihr betreuten Patienten werden vorsorglich in 14-tägige Hausquarantäne geschickt. Müssen die Nachbarn das wissen? Sie müssen grun... » mehr

Christina Münzer und Christian Jacob verpacken die Masken-Zuschnitte. Foto: frankphoto.de

06.04.2020

SRH-Mitarbeiter greifen zu Nadel und Faden

Profi-Mundschutz ist rar - auch im SRH-Zentralklinikum in Suhl. Deshalb wurde jetzt eine Aktion angestoßen, die einmalig ist. Pflegemitarbeiter werden jetzt zu Masken-Nähern. » mehr

Lydia Teuber aus Suhl nähte 15 Masken, die die Mitarbeiter des Krisenstabes schützen sollen. Foto: frankphoto.de

26.03.2020

Überraschung: Mundschutz für den Krisenstab genäht

Lauter kleine Glückssymbole zieren den Mundschutz, den eine Suhlerin in ihrer Freizeit für die Mitarbeiter des Krisenstabs genäht hat. Die Idee kam so gut an, dass nun weitere Näher gesucht werden. » mehr

Autor

Georg Vater

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
04. 03. 2020
15:08 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.