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Suhl

Stadt will aggressiven Fuchs lebend fangen

Schmiedefeld - Mit einer Lebendfalle will die Stadtverwaltung Suhl dem im Ortsteil Schmiedefeld für Aufruhr sorgenden aggressiven Fuchs als erste Sofortmaßnahme zu Leibe rücken.



Schmiedefeld - Mit einer Lebendfalle will die Stadtverwaltung Suhl dem im Ortsteil Schmiedefeld für Aufruhr sorgenden aggressiven Fuchs als erste Sofortmaßnahme zu Leibe rücken. Wie Stadtsprecherin Ingrid Pabst sagt, werde aufgrund von fehlenden Fakten zum aktuellen Zeitpunkt keine Ausnahmegenehmigung für eine Jagd im befriedeten Bezirk - sprich in der Ortslage - erteilt.

"Wir stehen seit Kenntnisnahme unter anderem mit dem zuständigen Jagdpächter und der unteren Jagdbehörde in regelmäßigem Kontakt", sagt Pabst. Der zuständige Jäger kontrolliere auch weiterhin an den betroffenen Orten in Schmiedefeld die Fuchsspuren und suche nach weiteren Anzeichen. Die Spuren, die bisher gesichtet wurden, führten in das Nachbarrevier, den Eigenjagdbezirk des Forstamtes. Der zuständige Revierleiter sei ebenfalls in Kenntnis gesetzt und informiere bei neuen Erkenntnissen den Jagdpächter.

Der Fuchs wurde bisher nicht durch den Jäger gesichtet. "Wir bleiben aber dran und sammeln weiterhin Erkenntnisse zu dem Fall", versichert Pabst. Deshalb ruft die Stadtverwaltung die Anwohner zur Mithilfe auf. Alle zweckdienlichen Hinweise zur Wahrnehmung und Anblick des Fuchses können in der Verwaltungsstelle sowie bei der unteren Jagdbehörde gemeldet werden.

Am Montag hatte der angriffslustige Fuchs an der Skisprungschanze einen Mann attackiert und war wenig später über ein kleines Mädchen beim Rodeln hergefallen. Der Mann hatte sich mit einem Stpck gewehrt, das Mädchen wurde ins Bein gezwickt.

Der Thüringer Jagdverband warnte unterdessen vor Panik. «Man sollte diese Sache nicht überbewerten oder zu sehr ausschlachten», sagte der Geschäftsführer des Landesjagdverbands Thüringen, Frank Herrmann, am Freitag. Gegenüber zutraulichen Wildtieren sei grundsätzlich Vorsicht geboten, da deren Verhalten untypisch sei, so Herrmann. Das gelte auch für den Fuchs.

Die Tiere befinden sich derzeit in der Paarungszeit und können daher zutraulicher sein als normalerweise. «Es kann durchaus sein, dass ein Fuchs, der verhaltensgestört ist, seine Scheu verliert», erklärte Herrmann. Die Gefahr, sich mit Tollwut anzustecken, sei gering. Ganz ausschließen könne man das aber nicht. «Aufgrund von fehlenden Fakten zum betreffenden Fuchs wird zum aktuellen Zeitpunkt keine Ausnahmegenehmigung für eine Jagd im befriedeten Bezirk erteilt», teilte die Stadtverwaltung mit. «Um weitere derartige Vorfälle auszuschließen, wäre es am besten, den Fuchs zu erlegen und tierärztlich zu untersuchen», meinte Herrmann. jbr/vat

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Veröffentlicht am:
18. 01. 2019
14:04 Uhr

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Aufruhr Stadtverwaltung Suhl
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