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Suhl

Sperrung inkognito führt zu Chaos in Richtung Schmiedefeld

Ärger auf der ganzen Linie. Die Straße zwischen Suhl und Schmiedefeld ist dicht. Offensichtlich hatte davon niemand im Vorfeld Kenntnis. Verantwortliche weisen den Schwarzen Peter von sich.



Endstation am Rimbachbrunnen. Hier mussten am gestrigen Mittwoch viele Autos umkehren, weil sie Richtung Schmiedefeld wollten, aber nicht per Schild darauf hingewiesen wurden, dass die Straße gesperrt ist und eine Umleitung gilt. Fotos (3): frankphoto.de
Endstation am Rimbachbrunnen. Hier mussten am gestrigen Mittwoch viele Autos umkehren, weil sie Richtung Schmiedefeld wollten, aber nicht per Schild darauf hingewiesen wurden, dass die Straße gesperrt ist und eine Umleitung gilt. Fotos (3): frankphoto.de   » zu den Bildern

Suhl/Schmiedefeld - Die Einsatzleitung der Städtischen Nahverkehrsgesellschaft Suhl/Zella-Mehlis mbH (SNG) war am Mittwochmorgen ratlos. Kurz nach 7 Uhr sollte der erste Bus auf der K-Line gen Vesser rollen. Aber auf welcher Strecke? "Die Einsatzleitung hatte erst am Mittwochmorgen Kenntnis von der Sperrung der Straße zwischen Suhl und Vesser erhalten. Ob die Busse aber nun über eine Umleitung müssen oder nicht - das wusste niemand", schildert Eberhard Smolka, Geschäftsführer der SNG, die Situation, die am Mittwochmorgen viele Menschen eiskalt erwischte. Auch die IOV Omnibusverkehr GmbH Ilmenau. Das Unternehmen hatte offensichtlich "schon" am Dienstagabend Kenntnis von dem erhalten, was auf der Strecke zwischen Suhl und Schmiedefeld passiert und kurzfristig auf seiner Internetseite reagiert und mitgeteilt, dass die Haltestellen Wegscheide, Schwarzer Crux und so weiter nicht bedient werden. Und dass eine Umleitung über Schleusingen gefahren werden müsse. Mittwochmorgen dann die Mitteilung, dass Busse doch wie gewohnt die L 1140 passieren dürfen. Die Verwirrung, vor allem für Berufspendler, war perfekt. Für die Urlauber, die sich hier nicht auskennen, sowieso.

Tatsächlich ist seit gestern die L 1140 zwischen dem Parkplatz an der Hütte am Rimbachbrunnen bis Schmiedefeld voll gesperrt. "Hier sollen die gröbsten Fahrbahnschäden beseitigt werden und dafür wird die Straßendecke abgefräst. Die Vollsperrung wird voraussichtlich bis zum 26. Juli - einschließlich des kommenden Wochenendes - aufrechterhalten werden müssen. Die Busse allerdings können weiterhin die Straße passieren", sagt Matthias Grohme, stellvertretender Leiter des Thüringer Landesamtes für Bau und Verkehr, Region Südwest. Er verweist auch auf die Umleitung, die für den Straßenverkehr - Linienbusse ausgenommen - von Suhl über Hirschbach, Erlau, Schleusingen, Hinternah und Schleusingerneundorf nach Schmiedefeld sowie andersherum eingerichtet ist.

Information: Fehlanzeige

Allein die Autofahrer tappten eine ganze Weile im Dunkeln. Und in die Falle der Vollsperrung. Eine Vorwegweisung für die Umleitung, die im Regelfall einige Tage vor der Sperrung aufgestellt und bis zum Tag X mit einem entsprechenden Abdecksystem außer Kraft gesetzt wird - Fehlanzeige. Rechtzeitige Informationen an die Busunternehmen sowie an die Presse - Fehlanzeige. Die Thüringer Straßenwartungs- und Instandhaltungsgesellschaft mbH (TSI), die mit den Arbeiten an der Fahrbahn beauftragt worden sei, habe die Auflage erhalten, sich rechtzeitig um die wegweisende Beschilderung sowie um die Informationen an die Presse zu kümmern, sagt Matthias Grohme auf Anfrage.

Fabian Peisker, Regionalleiter Region Südwest bei der TSI, aber sagt, dass die TSI den entsprechenden Antrag auf verkehrsrechtliche Anordnung (die wird in von einer Straßenverkehrsbehörde erteilt und beinhaltet Anweisungen und Auflagen zur Verkehrssicherung für Arbeiten an einer Straße) bei der Verkehrsbehörde gestellt habe. Diese würde im Regelfall die betreffenden Landratsämter oder Städte, die Polizei, Rettungsdienst und Anwohner informieren. "Eine Information an die Busbetriebe oder auch die Presse herauszugeben, war schon immer Aufgabe eines Landratsamtes oder einer Stadt und nie die der TSI . . . ", so Peisker.

Kommunikationsproblem

Allerdings waren auch die entsprechenden Mitarbeiter des Suhler Rathauses offensichtlich einigermaßen überrumpelt von der sich scheinbar plötzlich auftuenden Vollsperrung. Das ergab eine Nachfrage bei Ingrid Pabst, Sprecherin der Stadtverwaltung. Und das, obwohl die entsprechende Anordnung seit Ende letzter Woche auf dem Weg unter anderem in das Rathaus war. Und zur Polizei, die seit einigen Tagen auch Bescheid wusste, wie Recherchen ergeben haben. Es ist augenscheinlich, dass es im Zusammenspiel für diese Straßensperrung ein dickes Kommunikationsproblem gibt und einen Schwarzen Peter, der von einem Verantwortlichen zum nächsten geschoben wird. Für die Autofahrer hatte das indes unangenehme Folgen. Da am Mittwochmorgen Vorwegweiser mit dem Sperrungsvermerk fehlten und für viele das erste Umleitungsschild erst in der Ilmenauer Straße sichtbar wurde, hieß es: Umdrehen und die Umleitung fahren. Das bedeutete für manchen, verspätet zur Arbeit oder zum Arzt zu kommen.

Um die Verwirrung komplett zu machen - die Umleitung nach Schmiedefeld ist anfangs nicht mit der zurzeit aufgrund der Arbeiten an der Gothaer Straße laufenden Wegweisung für die aus Zella-Mehlis kommenden Autos abgestimmt worden. So hätte sich manch Kraftfahrer am Mittwochmorgen viele Kilometer sparen können, hätte er von der Sperrung gewusst. Da wäre die Fahrt beispielsweise über die Autobahn nach Schleusingen deutlich kürzer und weniger nervenaufreibend gewesen.

Autor

Heike Hüchtemann
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Veröffentlicht am:
17. 07. 2019
17:04 Uhr

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Heike Hüchtemann

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17. 07. 2019
17:04 Uhr



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