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Suhl/ Zella-Mehlis

Siebtes Straßentheaterfestival setzt auf den Zauber des Anfangs

Die Macher des Vereins Kulttraum Suhl stehen in den Startlöchern. Sie wollen das Straßentheaterfestival auch in diesem Jahr durchziehen. Auch, wenn es ein anderes sein wird.



Ein Straßentheaterfestival, das Bilder wie dieses liefert, wird es dieses Jahr sicher nicht geben können. Aber es findet statt. Archivfoto: frankphoto.de
Ein Straßentheaterfestival, das Bilder wie dieses liefert, wird es dieses Jahr sicher nicht geben können. Aber es findet statt. Archivfoto: frankphoto.de  

Suhl - In diesem Jahr ist es die siebte Auflage des Straßentheaterfestivals, die im Kulturkalender der Stadt Suhl steht. Angesichts der aktuellen Bedingungen rund um Corona könne man meinen: Verflixte Sieben.

Wie machen Sie das Beste draus?

Mit unserer neuen Serie "Wir machen das Beste draus" wollen wir Sie, liebe Leser, durch den Sommer begleiten. Wir möchten Ihnen Suhler und Touristen, Kulturschaffende, Vereine und Betriebe und andere vorstellen, die mit ihrer Kreativität und ihrem Engagement das Beste aus der aktuellen Situation machen.

Dabei geht es um Feiern, Feste und traditionelle Events, die gerade gar nicht oder nicht so stattfinden können wie in all den Jahren zuvor.

Es geht um Urlaub und Urlauber, die ihre Pläne geändert und sich entschieden haben, im Lande oder zu Hause Ferien zu machen.

Es geht um Kultur, deren Macher es besonders schwer haben.

Es geht um Freizeiteinrichtungen, Bäder, Museen und andere, die mit Einschränkungen leben müssen.

Es geht um so viel mehr, was das Leben ausmacht, aber gerade nicht wie gewohnt ausmachen kann.

Um auch die ganze Bandbreite bespielen zu können, sind wir dankbar auch für Ihre Tipps, Hinweise, Fotos und Texte, liebe Leser. Wie machen Sie, wie macht Ihr Verein, Ihre Sport- oder Wandergruppe, Ihre Firma, Ihr Chor, Ihre Theatergruppe, Ihre Lieblingseinrichtung und so weiter das Beste aus der Situation?

Vielleicht haben Sie ihre Urlaubspläne geändert und machen jetzt Ferien zu Hause oder in der Nähe? Oder Sie kennen jemanden, der quasi aus der Nachbarschaft zu uns zum Urlauben kommt.

Wir freuen uns über Ihren Anruf unter (0 36 81) 79 24 45 und über Zeilen sowie Fotos unter lokal.suhl@freies-wort.de

 

Das aber sehen Anja Hüttner und Stefan Ulrich-Hüttner ein bisschen anders. Auch wenn das Festival in diesem Jahr nicht laufen kann wie sonst - es wird laufen. Eben nur anders. Sie und ihre Mitstreiter im Verein Kulttraum Suhl wollen das Beste aus der Situation machen. Das Beste für die Suhler, ihre Gäste, für die Künstler, für den Verein und für die Stadt, die so lange kein größeres Event unterm freien Himmel erlebt hat. "Wir werden alles daran setzen, dass das Straßentheaterfestival stattfinden kann. Dann eben unter den Bedingungen, die die aktuelle Situation gerade erfordert", sagt Stefan "Uller" Ulrich-Hüttner. Schließlich sei der Frühling für die Suhler, für die Familien und insbesondere für die Kinder ein harter gewesen. So soll wenigstens zum Ausgang des Sommers Spaß, Tanz, Akrobatik, Artistik und Clownerie auf den Straßen regieren. Oder auf einem Platz.

 

Kleiner, aber es wird

Dass sie dafür neue Wege gehen und viele Ideen einbringen müssen, ist den Kulttraum-Leuten klar. Der Marktplatz, auf dem sich bislang immer das Hauptgeschehen des Festivals abgespielt hat, werde dafür sicher zu klein werden, wenn die geforderten Abstandsregeln und andere Faktoren eines Hygienekonzeptes umzusetzen sind. Welche Alternativen sich dann wirklich nutzen lassen, das kann sehr wahrscheinlich nach dem 15. Juli diskutiert werden, wenn die Erfahrungen mit den Lockerungen und daraus resultierende neue Verordnungen vorliegen.

Fakt ist, dass etliche Künstler parat stehen und darauf brennen, beim Suhler Straßentheaterfestival dabei sein zu können. Schließlich hat dieses Festival in der Branche mittlerweile weltweit einen sehr guten Ruf. Und der Kulttraum Suhl will ihnen diese Auftritte möglich machen. Denn gerade die Künstler haben unter der Krise aktuell stark zu leiden. Keine Auftritte, keine Einnahmen. Aber Zeit. Zeit, die viele genutzt haben für neue Konzepte, Shows und dergleichen. Der Sommer aber bleibt für sie die Haupteinnahme-Zeit, um gut über den Winter und eben auch durch Krisen wie diese kommen zu können.

"Wir werden das Festival anders und sicher auch kleiner machen müssen, aber wir machen es - wie gehabt am ersten Septemberwochenende vom 4. bis zum 6. September. Schließlich fragen schon jetzt viele bei uns nach, ob es denn stattfinden kann", sagt Anja Hüttner. Dafür, dass es über die Bühne gehen kann, wird einmal mehr jede Menge Hilfe benötigt. Vor allem finanzieller Art. "Es gibt Sponsoren, die uns wieder unter die Arme greifen wollen, andere aber können es in diesem Jahr nicht, weil sie aufgrund der Krise wirtschaftlich selbst zu kämpfen haben. Uns hilft jede noch so kleine Spende genauso wie Manpower, die wir bei den vielen Aufgaben, die sich um das Festival ranken, dringend brauchen", so Uller. "Ich denke, dass in diesem Jahr der Zauber des Anfangs unserer Festivalgeschichte wieder möglich sein und uns helfen wird."

 

Wer Hilfe anbieten möchte - egal welcher Art, kann sich gern unter info@kulttraum-suhl.de melden. Spenden werden unter der Bankverbindung für den Kulttraum Suhl e.V.

IBAN: DE 03 8409 4814 5501 1310 95 entgegengenommen. Wer eine Spendenquittung möchte, sollte unter Verwendungszweck seine Adresse angeben.

—————

www.kulttraum-suhl.de

Autor

Heike Hüchtemann
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
26. 06. 2020
16:16 Uhr

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Heike Hüchtemann

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26. 06. 2020
16:16 Uhr



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