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Schlägerei und Feueralarm: Großeinsatz auf Suhler Friedberg

Blaulicht und Sirenen auf dem Friedberg in Suhl: Schlägerei und Feueralarm in Flüchtlingsunterkunft in der Nacht zum Donnerstag ziehen einen Großeinsatz der Rettungskräfte nach sich. Mindestens drei Menschen werden verletzt, einer in Handschellen abgeführt. Das Gebäude mit 400 Menschen wurde evakuiert. Wenige Stunden später erneut: Dann brannte in einem Zimmer ein Papierstapel.



Zwischenfall Erstaufnahmestelle Suhl Suhl
Großeinsatz in der Nacht zum Donnerstag auf dem Suhler Friedberg.   Foto: proofpic.de

Suhl - Der Alarm erreichte Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst am späten Mittwochabend. Offenbar waren in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Suhl mehrere Menschen aufeinander losgegangen und in eine Schlägerei verwickelt. Um für den schlimmsten Fall gewappnet zu sein, zogen Polizei und Rettungsdienst sofort Einheiten aus den umliegenden Kreisen zusammen. Auch die Feuerwehr rückte zum Friedberg aus. Die Brandmeldeanlage des Gebäudes war während der Auseinandersetzung ausgelöst worden. In der Aufnahmeeinrichtung angekommen, erkundete die Feuerwehr die Lage und konnte letztlich Entwarnung geben. Wegen der aufgeheizten Situation und der etwa 400 Menschen, die während der Evakuierung des Gebäudes ins Freie drängten, mussten die Feuerwehrleute sich jedoch schnell wieder zurückziehen. Die Feuerwehr war mit 23 Kameraden und sieben Fahrzeugen vor Ort.

In der Zwischenzeit war nicht nur ein Großaufgebot an Rettungskräften eingetroffen, es standen auch rund 15 bis 20 Polizeieinsatzfahrzeuge vor dem Gebäude. Auch die Bereitschaftspolizei aus Erfurt war vor Ort. Während der Sanitätszug Suhl noch in Bereitschaft blieb und nicht direkt anrückte, drangen mehrere Beamte der Polizei in den Gebäudeblock vor, um die Situation zu klären und unter Kontrolle zu bringen. Dazu wurde auch mit Bewohnern gesprochen, um zu klären, was genau passiert war.

Wie Polizeisprecher Fred Jäger erklärte, war die Polizei zunächst gerufen worden, weil ein 23-jähriger Algerier einen 43-jährigen Mitbewohner geschlagen und leicht verletzt hatte. Bei der Prüfung des Sachverhaltes habe ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes zudem einen stark betrunkenen Marokkaner festgestellt. Da im Objekt Alkohol verboten sei, habe er sich entschlossen, dem 30-Jährigen eine weitere Flasche zu entziehen. Der drückte seinen Unmut darüber aus, randalierte und warf Mobiliar durch den Raum. Daraufhin gerieten offenbar mehrere Bewohner in Streit. 

In der allgemeinen Unruhe, die durch die Vorgänge ausgelöst worden war, sorgte ein plötzlicher Feueralarm für weitere Aufregung. Das Gebäude wurde evakuiert, rund 400 Bewohner mussten das Gebäude verlassen. Dabei kam es den Polizeiangaben zufolge immer wieder zu Streitereien und Tätlichkeiten unter den Flüchtlingen.

Insgesamt wurden bei den Auseinandersetzungen fünf Flüchtlinge leicht verletzt und vier von ihnen im Suhler Klinikum behandelt. Gegen vier Tatverdächtige wird wegen Körperverletzung beziehungsweise gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die eingesetzten Rettungskräfte blieben unverletzt.

Die rund 400 Bewohner konnten anschließend schnell wieder zurück in ihre Zimmer. Nach etwa zwei Stunden rückten die Einsatzkräfte wieder ab.

Nur wenige Stunden später musste die Feuerwehr wegen eines Zimmerbrandes erneut auf den Friedberg ausrücken. Dort war am Vormittag offenbar ein Papierstapel angezündet worden. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, hatte der Sicherheitsdienst die Flammen bereits gelöscht. Das Heim war vorübergehend erneut evakuiert worden. Verletzte gab es nicht. cob/it

 

 

11.01.2018 - Einsatz Flüchtlingsheim Suhl - Foto: proofpic.de

Zimmerbrand Erstaufnahmestelle Suhl
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Veröffentlicht am:
11. 01. 2018
07:00 Uhr

Aktualisiert am:
11. 01. 2018
16:33 Uhr

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11. 01. 2018
07:00 Uhr

Aktualisiert am:
11. 01. 2018
16:33 Uhr



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