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Suhl/ Zella-Mehlis

Reiserückkehrer aus Suhl ist Corona-positiv

In Suhl ist ein Rückkehrer aus dem Kosovo positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Er lies sich am Montag von seinem Hausarzt testen.



Am Frankfurter Flughafen wird ein Rachenabstrich für den Coronavirus-Test abgenommen. Die Person ist nicht identisch mit der im Text genannten. Foto: Thomas Frey/dpa
Am Frankfurter Flughafen wird ein Rachenabstrich für den Coronavirus-Test abgenommen. Die Person ist nicht identisch mit der im Text genannten. Foto: Thomas Frey/dpa  

Suhl - Am Sonntag landete sein Flugzeug auf dem Frankfurter Flughafen, wie der Rückkehrer aus dem Kosovo berichtet. Er stammt gebürtig aus dem Kosovo, hatte dort seine Familie besucht.

Im Flieger erhielten der Mann, der in Suhl lebt, und die anderen Passagiere der Maschine nur die Information, dass man sich testen lassen müsse, wenn man aus einem Risikogebiet in Deutschland einreise. Welche Länder zu diesem Zeitpunkt als Risikogebiete vom Robert-Koch-Institut eingestuft wurden, darüber wurde nicht informiert. Und nachschauen konnte der Mann es nicht: Im Flieger dürfen Handys nur im Flugmodus genutzt werden, ohne Verbindung zum Internet.

Seit vergangenem Sonntag gilt für alle Rückkehrer aus Risikogebieten die Testpflicht. Wer aus einem Risikogebiet zurück nach Deutschland kommt, muss sich innerhalb von 72 Stunden testen lassen, zum Beispiel direkt am Flughafen.

Doch wo diese Teststationen am Frankfurter Flughafen sein sollten, darüber wurden die Rückkehrer wohl nicht informiert: "Ich habe am Flughafen keine Teststationen gesehen. Niemand hat uns darauf hingewiesen, wo wir uns testen lassen können, oder dass wir uns testen lassen müssen, weil wir aus einem Risikogebiet kommen." Auch alle anderen Passagiere hätten den Flughafen einfach verlassen, ohne sich dort direkt testen zu lassen.

Positives Ergebnis

Laut der Verordnung des Gesundheitsministeriums sind die Rückkehrer nicht verpflichtet, sich direkt am Flughafen testen zu lassen. Sie müssen nur innerhalb von 72 Stunden nach der Rückkehr einen Test machen lassen.

Der Suhler suchte am vergangenen Montag seinen Hausarzt auf, um sicherzugehen. Er habe zu diesem Zeitpunkt keinerlei Symptome gehabt, aber er wolle niemanden in seiner Umgebung gefährden, erklärt der Mann. "Mein Hausarzt hat den Test gemacht und mich dann darauf hingewiesen, dass ich keinen Kontakt zu anderen Personen haben darf, bis ich das Ergebnis habe." Er solche sich zunächst isolieren und abwarten.

Am Dienstag erhielt er dann den Anruf vom Gesundheitsamt: Er ist Corona-positiv. Seine Familie im Kosovo lies sich ebenfalls testen: "Ihre Testergebnisse waren aber alle negativ", berichtet der Mann. Er hoffe, dass er niemanden infiziert habe.

Die Stadt Suhl teilte mit, man hoffe, dass sich alle Reiserückkehrer so vorbildlich verhalten. Der Mann habe sich selbstständig in Quarantäne begeben und sich testen lassen. Ein solches Verhalten erwarte man von allen Rückkehrern, so die stellvertretende Amtsärztin Birgit Witte.

Unterdessen hat Suhl am Donnerstag einen weiteren Verdachtsfall auf eine COVID-19-Infektion bestätigt. Die Person ist kein Reiserückkehrer und befindet sich in Quarantäne. Somit gibt es in der Stadt derzeit drei aktive Fälle.

Alle Infos zu aktuellen Regeln der Stadt Suhl.

>>> Mehr zum Thema

>>> Reiserückkehrer machen fast Hälfte der neuen Corona-Fälle aus

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Lilli Hiltscher
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Veröffentlicht am:
13. 08. 2020
16:04 Uhr

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Lilli Hiltscher

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13. 08. 2020
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