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Suhl/ Zella-Mehlis

Regionalbusse fahren städtische Haltestellen an

Gerüchte, dass die Regionalbusse nach dem Streit um die Linie von Suhl nach Zella-Mehlis die städtischen Haltestellen nicht mehr anfahren dürfen, halten sich hartnäckig. Im Hauptausschuss wurde aufgeklärt.



Regionalbusse aus den umliegenden Kreisen halten nicht nur am Busbahnhof, sondern fahren auch andere städtische Haltestellen an.	Foto: frankphoto.de
Regionalbusse aus den umliegenden Kreisen halten nicht nur am Busbahnhof, sondern fahren auch andere städtische Haltestellen an. Foto: frankphoto.de  

Suhl - Die in Frage gestellte Zukunft der SNG-Linie B zwischen Suhl und Zella-Mehlis hat vor einigen Wochen für Verunsicherung gesorgt, die Diskussion darüber hat Fragen auch zum Regionalbusverkehr aufgeworfen. So kam es, dass Stadträtin Karin Müller (SPD) im Hauptausschuss eine Anfrage stellte, ob es tatsächlich ein Problem mit den Regionalbussen gebe, die angeblich nicht mehr die bisher genutzten städtischen Haltestellen anfahren dürften. Eine Frage, die im Gremium ad hoc nicht beantwortet werden konnte und die daher in der jüngsten Sitzung des Ausschusses erneut auf der Tagesordnung stand. Der Geschäftsführer der Städtischen Nahverkehrsgesellschaft (SNG) Suhl/Zella-Mehlis, Eberhard Smolka, klärte die Stadträte auf.

 

"Das ist eigentlich nichts, was man in einem Ausschuss diskutieren müsste", meint SNG-Chef Smolka zu dem Thema Regionalbusse an städtischen Haltestellen. Es sei unter anderem auch durch die Berichterstattung über die Suhl-Zella-Mehlis-Geschichte etwas zu einem Problem stilisiert worden, wo es gar keines gebe. "Die Regionalbusse, egal aus welchem Landkreis, können in Suhl wie bisher einfahren. Wir verbieten niemandem, die städtischen Haltestellen zu nutzen", stellt Eberhard Smolka klar. Die Fahrgäste könnten an allen Stopps auf der Strecke der Regionalbusse ein- und aussteigen, ohne irgendwelche Einschränkungen. Alles andere seien Gerüchte.

Aus eigenem Wunsch

Eines davon sei, dass die Meininger Busbetriebe (MBB) mit ihrer Linie 400 nicht mehr am Centrum halten dürften. Quasi als Rache der SNG dafür, dass die MBB Fahrgäste auf der umstrittenen Linie nach Zella-Mehlis und in Richtung Dietzhausen "wegschnappe". Davon habe er auch gehört, so Eberhard Smolka. "Das stimmt absolut nicht. Die MBB halten auf eigenem Wunsch nicht mehr am Centrum, sondern in der Friedrich-König-Straße auf Höhe des Ottilienbads beziehungsweise des Freien Worts. Es gab da keinen Druck seitens der SNG." Von Rache könne schon gar nicht die Rede sein.

Kunden hätten Nachteile

Natürlich sei man nicht begeistert, wenn die Konkurrenz mit günstigeren Tarifen wie dem Rentnertarif im Kreis Schmalkalden-Meiningen sowie mit kürzeren Fahrzeiten, da ja nicht an allen Halten gestoppt wird, die potenziellen Fahrgäste der SNG gewinne. "Auch wenn es uns nicht gefällt, es gibt kein Verbot, unsere Haltestelle zu bedienen", bekräftigt der SNG-Geschäftsführer.

Nicht zuletzt, weil unter solch einem Verbot die Kunden leiden müssten. "Ich denke, es wäre sehr schwer zu vermitteln, wieso der Regionalbus an einem Fahrgast an der städtischen Haltestelle vorbeifährt, damit dieser mit einem SNG-Bus erst zum Busbahnhof fährt, um dann in einen Regionalbus umzusteigen", schildert Eberhard Smolka ein Szenario bei einem tatsächlichen Verbot der Haltestellen-Nutzung. Das sei nicht Sinn und Zweck der Sache.

Trotzdem läuft nicht alles rund mit den Regionalbussen an den städtischen Haltestellen. Es komme immer wieder mal vor, dass die Busse innerörtliche Stopps nicht bedienen, aus Unwissenheit oder aus Versehen. Erst neulich habe sich ein Fahrgast beschwert, dass ein Bus der Linie 200 aus dem Kreis Hildburghausen an der Haltestelle in der Schleusinger Straße an ihm vorbeigefahren sei, erzählt Eberhard Smolka. "Das sind einzelne Vorfälle, die wird es immer mal geben. Gerade auch, wenn neue Busfahrer auf den Strecken unterwegs sind." Weniger Verständnis hat der SNG-Chef, wenn es Diskussionen um den Fahrschein gibt, wenn beispielsweise Monatskarten oder Abokarten nicht von den Regionalbusfahrern akzeptiert werden und die Kunden quasi doppelt zahlen. Das sei klar geregelt und das müsse auch jeweils geklärt werden.

Mit Gerüchten aufräumen

Einige Reibungspunkte, aber kein grundsätzliches Problem, so könnte man die Antwort des SNG-Geschäftsführers auf die Karin Müllers Anfrage zusammenfassen. Eine Antwort, mit der die SPD-Stadträtin zufrieden ist. Wenn es sich so verhalte, wie geschildert, gebe es keinen weiteren Klärungsbedarf. "Es ging mir darum, für Klarheit zu sorgen und mit den Gerüchten, die hier im Umlauf sind aufzuräumen", machte sie deutlich.

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Caroline Berthot
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Veröffentlicht am:
09. 12. 2019
16:46 Uhr

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Caroline Berthot

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09. 12. 2019
16:46 Uhr



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