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Suhl/ Zella-Mehlis

Per Zug nach Suhl, mit dem Moped nach Hause

Mit ihren Mopeds aus dem Hause Simson sind derzeit sieben junge Neustrelitzer unterwegs. Nach dem Start in Suhl führt sie der Weg zurück in die mecklenburgische Heimat. Die 800 Kilometer absolvieren sie ohne Navi, nur mit Karte.



Natürlich ist ein Stopp im Suhler Fahrzeugmuseum Pflicht, ehe die sieben Jungs aus Neustrelitz zur ihrer Mopedtour aufbrechen. 800 Kilometer wollen sie bis spätestens Sonntag absolvieren und den Weg nach Hause finden, ohne auf Bundes- oder Landesstraßen zu fahren. Foto: frankphoto.de
Natürlich ist ein Stopp im Suhler Fahrzeugmuseum Pflicht, ehe die sieben Jungs aus Neustrelitz zur ihrer Mopedtour aufbrechen. 800 Kilometer wollen sie bis spätestens Sonntag absolvieren und den Weg nach Hause finden, ohne auf Bundes- oder Landesstraßen zu fahren. Foto: frankphoto.de  

Suhl - Es ist ein kleines Abenteuer, das Andreas Siebeck für seinen mopedbegeisterten Sohn und dessen Kumpels organisiert hat. 800 Kilometer geht es für sie auf ihren Simson-Mopeds quer durch Deutschland - ohne Handy und Navi, nur mit einer Straßenkarte als Orientierungshilfe.

Doch die 15- bis 17-Jährigen sind nicht allein unterwegs. Andreas Siebeck begleitet die Gruppe im Transporter. Auf dem Anhänger hat er zwei Ersatzmopeds dabei und im Bus alles, was es braucht, um ein ausgestiegenes Zweirad wieder fit zu kriegen. Auch die Schlafsäcke und den Proviant hat er im Transporter verstaut. "Ich fahre den Jungs immer hinterher und passe auf", sagt er. Dieses Versprechen habe er auch den Müttern der jungen Mopedfans geben müssen, sagt er lachend. Denn einige der Jugendlichen haben erst vor wenigen Wochen ihren Führerschein fürs Moped erfolgreich absolviert. Seit dem 1. Mai 2020 ist das Mopedfahren mit 15 in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt.

"Wir haben früher selbst Mopedtouren gemacht und ich wollte einfach, dass die Jungs das auch mal erleben", erzählt Andreas Siebeck. Also packte er ihre S51 sowie die Schwalben auf den Autoanhänger und brachte sie am Montag zum Startpunkt nach Suhl. Die Jugendlichen reisten per Zug an.

Nach einer Nacht im Waldfrieden stand am gestrigen Dienstag der Besuch des Fahrzeugmuseums und ein Tripp in die Simsonstraße auf dem Plan. "Danach nehme ich den Jungs ihre Handys erstmal weg", kündigt Andreas Siebeck an. Nur mit Hilfe einer Karte müssen sie den Weg zurück ins mecklenburgische Neustrelitz finden. Dabei sind Bundes- und Landesstraße tabu. Gerastet wird dort, wo es schön ist. Dann werde die Zelte aufgestellt und der Tag klingt am Lagerfeuer aus. "Und wenn wir mal nichts finden, rufe ich den Pfarrer oder den Bürgermeister des Ortes an und frage, wo wir übernachten kommen", sagt der Tour-Organisator ganz pragmatisch.

Zusammenhalt fördern

Die Begeisterung für die Zweiräder aus dem Hause Simson hat Andreas Siebeck schon früh gepackt. Inzwischen nennt er 43 Mopeds sein Eigen. Als er seinem Sohn eine eingerichtete Werkstatt übergab, schwappte die Leidenschaft auf den Junior über. Auch dessen Freunde sind fasziniert von den alten Zweirädern. 22 junge Neustrelitzer gehören zur Gruppe, die regelmäßig an den Mopeds schraubt und Ausfahrten macht. Andreas Siebeck ist begeistert vom Zusammenhalt der Gruppe, den er mit der Tour quer durchs Land fördern möchte. Nächstes Jahr ist Andreas Siebeck wieder in Suhl zu Gast. Diesmal geht er mit den Vätern der Jungs auf große Fahrt. at

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Veröffentlicht am:
07. 07. 2020
16:22 Uhr

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07. 07. 2020
16:22 Uhr



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