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Suhl/ Zella-Mehlis

Herberge für Obdachlose ganztätig geöffnet

Kontaktsperre heißt es auch für Menschen, die keine eigenen Wohnung haben. Wie viele Männer und Frauen in Suhl betroffen sind, dieser Frage ist Freies Wort nachgegangen



Die Herberge bietet obdachlosen Bürgern ein Dach über dem Kopf. Foto: frankphoto.de
Die Herberge bietet obdachlosen Bürgern ein Dach über dem Kopf. Foto: frankphoto.de  

Suhl - Es ist schon schwierig genug, die derzeit geltenden Regeln einzuhalten. Doch wie mag das erst für obdachlose Menschen sein? In Suhl sind davon insgesamt sechs Personen betroffen - fünf Männer und eine Frau. Damit auch sie die Kontaktsperre einhalten können, ist die Herberge aktuell ganztägig geöffnet. Damit ist gewährleistet, dass sie die meiste Zeit des Tages im Gebäude verbringen können. Allerdings kann nicht jedem Bewohner ein eigenes Zimmer zur Verfügung gestellt werden. "Die Kapazitäten sind begrenzt. Es ist nicht möglich, jedem Bewohner ein eigenes Zimmer zu geben. Grundsätzlich sind diese derzeit mit drei Betten ausgestattet, sodass diese mit bis zu drei Personen belegt werden können. Derzeit sind aber, aufgrund der besonderen Umstände mit Corona, maximal zwei Personen auf einem Zimmer zusammen untergebracht", heißt es auf Anfrage aus der Suhler Stadtverwaltung.

Die Bewohner, so ist weiter zu erfahren, versorgen sich selbst oder nutzen andere Angebote, beispielsweise die der Tafel. Die Herberge verfügt jedenfalls über eine Küche. Dort können sich die Bewohner bei Bedarf ihr Essen zubereiten.

Eine Ausgangssperre besteht für sie nicht. Die Männer und Frauen können das Haus zum Einkaufen oder Spazierengehen verlassen. Selbstverständlich gelten für sie die gleichen vorgeschriebenen Maßnahmen, an die sich alle Bürger jetzt halten müssen.

Noch vor wenigen Tagen war es so, dass sich im Bereich des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes Gruppen getroffen haben, um gemeinsam Alkohol zu trinken. Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass es sich dabei nicht zwangsläufig um Bewohner der Obdachlosen-Herberge handelt. "Zum überwiegenden Teil sind es Personen, die eine eigene Wohnung haben und die diese Örtlichkeiten nutzen, um sich zu treffen und gemeinsam zu trinken", verweist eine Sprecherin der Stadt auf die tatsächlichen Gegebenheiten. Momentan sind sie nicht an ihrem angestammten Platz anzutreffen. Durch die Polizei sowie durch die Vollzugsdienstkräfte der Stadt Suhl wird an dieser Stelle auch weiterhin kontrolliert und im Falle der Nichteinhaltung der Vorgaben ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Autor

Doreen Fischer
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
07. 04. 2020
17:26 Uhr

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Veröffentlicht am:
07. 04. 2020
17:26 Uhr



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