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Suhl

Großeinsatz nach Streit in Suhler Flüchtlingseinrichtung

Bei einer Auseinandersetzung in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Suhl hat es in der Nacht zum Dienstag Verletzte gegeben. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.



Suhl - Kurz nach Mitternacht hatte die Wache der Einrichtung einen Hilferuf an die Polizei gesendet, weil mehrere Männer in einem Zimmer in Streit geraten waren, Andere Bewohner hatten offenbar schlichten wollen. Bei der Aktion ist ersten Informationen zufolge ein Mann mit Schnitten an der Hand verletzt worden. Ein weiterer kam laut Polizei erlitt einen epileptischen Anfall. Beide wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

15.10.2019 - Ausschreitung Asylheim Suhl - Foto: Steffen Ittig

Ausschreitung Asylheim Suhl Suhl
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Insgesamt sollen  zwischen acht und zehn Bewohner an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein. Die Landeseinsatzzentrale hatte alle verfügbaren Polizeikräfte aus Südthüringen an der Einrichtung auf dem Suhler Friedberg zusammengezogen. Insgesamt waren fast zehn Polizeifahrzeuge mit normalen Streifenbeamten vor Ort. Der Einsatzzug aus Gera, der zunächst wegen der unklaren Lage im Gebäude zur Unterstützung alarmiert wurde, kam nicht mehr zum Einsatz. Vor der Tür der Einrichtung, in der viele Bewohner aus den beleuchteten Fenstern schauten, gab es zum Teil heftige Diskussionen zwischen Polizisten und offenbar  tatbeteiligten Bewohnern.

Zusätzlich zum Regelrettungsdienst aus Suhl (DRK)  und Schleusingen (Johanniter) war auch der ASB-Sanitätszug des Katschutzes Suhl mit dem Führungsdienst vor Ort, sowie der Leitende Notarzt des Rettungsdienstzweckverbandes Südthüringen, da zunächst von noch mehr Verletzten ausgegangen wurde.

Vor Ort stellte sich heraus, dass entgegen ersten Befürchtungen nur zwei Leichtverletzte zu versorgen waren. „Ein Mann hatte sich am Glas einer zu Bruch gegangenen Fensterscheibe in die Hand geschnitten, ein anderer erlitt vermutlich durch die Aufregung einen epileptischen Anfall“, sagte Polizeisprecherin Cindy Beyer. Beide kamen mit Rettungswagen ins SRH Zentralklinikum Suhl.  Gegen drei Uhr hatte sich die Lage in der Flüchtlingsunterkunft wieder beruhigt.

Hinter vorgehaltener Hand war Kritik an der Polizei zu hören. So wurde beklagt, dass diese erst nach mehreren Notrufen und spät eingetroffen war. Diese Verzögerung, so die Polizeisprecherin auf Anfrage, sei einer Dienstanweisung geschuldet, dass die ersten Beamten vor Ort aus Gründen des Eigenschutzes vor dem Betreten der Einrichtung erst auf weitere Polizeikräfte warten müssen. Dies ist eine Konsequenz aus den schweren Auseinandersetzungen im August 2015 in dem damals überbelegten Flüchtlingsheim, bei denen auch Polizisten verletzt wurden.  vat

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Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
15. 10. 2019
08:02 Uhr

Aktualisiert am:
15. 10. 2019
16:28 Uhr

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15. 10. 2019
08:02 Uhr

Aktualisiert am:
15. 10. 2019
16:28 Uhr



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