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Suhl

Gefahren am Berg Bock für Radler und Wanderer

Die Forstarbeiter haben im Kampf gegen Holzschädlinge alle Hände voll zu tun. Wanderer und Radfahrer kommen ihnen aber immer wieder in die Quere und gefährden sich damit selbst.



Suhl - Das Forstamt warnt Wanderer vor erheblichen Gefahren am Berg Bock. "Derzeit gibt es im Rahmen der Aufarbeitung des vom Borkenkäfer befallenen Holzes im Bereich des Berges Bock große Probleme mit uneinsichtigen Waldbesuchern und Radfahrern, die laufend Absperrbänder entfernen, und damit Gefahr für sich selbst und Dritte schaffen", erklärte der stellvertretende Leiter des Forstamtes Oberhof, Udo Häger.

Der Südhang des Berges Bock ist eine der Hauptbefallsgebiete des Buchdruckers im Forstamt Oberhof. Der Buchdrucker ist ein rindenbewohnender Borkenkäfer, der durch Trockenheit geschwächte Fichten befällt und zum Absterben bringt. Aufgrund der Trockenheit im vergangenen und diesem Jahr zeigt sich das am Bock sehr deutlich.

Um den Schaden in den Griff zu bekommen, muss das befallene Holz rasch eingeschlagen und aus dem Wald gebracht werden. "Derzeit sind zwei Maschinenaggregate im Einsatz, ein Seilkran sowie ein sogenannter Gebirgsharvester, die mit der Aufarbeitung beschäftigt sind. Beide Aggregate stehen auf Forststraßen und lagern das Holz zunächst an diesen", erklärt Häger.

Betroffen ist vor allem der Rundweg Bock von den Toten Männern bis zur Kerbwiese sowie in einem weiteren Abschnitt zwischen dem Bocktunnel und dem Einstieg in den Dombergrundweg. In den nächsten zwei Monaten können daher diese Wegeabschnitte nicht benutzt werden. Die vom Forstamt vorgenommenen Absperrungen dürfen weder ignoriert noch entfernt werden.

"Leider gibt es einige uneinsichtige Waldbesucher, die sich nicht daran halten, die die Absperrungen sogar zerstören und damit Gefahr für sich selbst und Dritte schaffen", klagt der stellvertretende Forstamtsleiter. Das Forstamt appelliert daher an die Vernunft der Waldbesucher, keine abgesperrten Flächen zu betreten und die Absperrungen hängen zu lassen. Hinweise nimmt das Forstamt Oberhof gerne entgegen.

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Veröffentlicht am:
12. 07. 2019
11:12 Uhr

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