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Sonneberg/Neuhaus

Zweiter Todesfall im Corona-Zusammenhang

Drei Neuinfektionen mit Covid-19 und ein Sterbefall sind die traurige Bilanz des vergangenen Wochenendes in Sonneberg. Landrat Schmitz warnt vor zweiter Ausbruchswelle.



Sonneberg - Wie das Landratsamt Sonneberg mitteilte, hat eine bereits vorerkrankte Frau, die mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert war, nicht überlebt. Die Frau Ende achtzig verstarb in der Nacht von Freitag auf Samstag im Krankenhaus. Dabei handelte es sich um eine Bewohnerin der vom Coronavirus betroffenen Seniorenwohnanlage. "Die ältere Dame wurde aufgrund schwerer Symptomatik diese Woche stationär aufgenommen und in den letzten Tagen intensivmedizinisch versorgt", hieß es in der Meldung der Behörde. Sie markiert, neben dem mit Vorerkrankungen belasteteten Steinacher, nunmehr den zweiten Fall im Kreisgebiet, bei welchem eine Person mit dem SARS-CoV-2-Virus verstorben ist. Landrat Hans-Peter Schmitz übermittelt den Angehörigen der verstorbenen Frau seine aufrichtige Anteilnahme: "Den Hinterbliebenen der betroffenen Seniorin gilt mein tiefes Mitgefühl. Es stimmt mich sehr traurig, dass wir einen weiteren Menschen unseres Heimatlandkreises im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie verloren haben."

Drei weitere Neuinfektionen wurden zudem am Wochenende bekannt. Eine Frau Anfang sechzig habe sich angesteckt. Bei der Erkrankten handele es sich um eine "ansteckungsverdächtige Person" eines bereits bestätigten Falles. Die Frau leide an mittelstarken Beschwerden und befinde sich in häuslicher Quarantäne. Bei den beiden weiteren Fällen - nunmehr liegt die Zahl der Infizierten bei insgesamt 88 - handele es sich um eine Frau Anfang zwanzig und einen Mann Mitte dreißig. Beide befinden sich ebenfalls abgeschottet daheim. Während die Frau leichte Krankheitssymptome zeige, äußere sich die Infektion bei dem Mann bislang ohne Beschwerden. Weil der Landkreis zu den am stärksten betroffenen Gebieten Thüringens zählt, ermittelt die Behörde akribisch potenzielle Infektionsketten. Die Zahl der Genesenen bleibt konstant bei 39.

Landrat Schmitz warnt vor einer zweiten Ausbruchswelle, die infolge der jüngsten Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen entstehen kann: "Unsere beiden Todesopfer und die noch immer alarmierend hohen Infektionszahlen müssen uns Mahnung sein, die Lage weiterhin ernst zu nehmen. Tun wir dies nicht, ereilt uns womöglich sehr schnell eine zweite und mit hoher Wahrscheinlichkeit heftigere Ausbruchswelle. Damit würden wir nicht nur die Erfolge der gemeinsamen Anstrengungen der vergangenen Wochen verspielen, sondern auch Gefahr laufen, unsere Kliniken zu überlasten." Er rufe alle Bürger auf, weiter strikt die Kontakt-, Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Unbedingt seien die Quarantäneanordnungen des Gesundheitsamtes ausnahmslos zu befolgen.

www.kreis-sonneberg.de

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Veröffentlicht am:
26. 04. 2020
19:58 Uhr

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26. 04. 2020
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