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Sonneberg/Neuhaus

"Wichtiger Baustein in der Wasserstoff-Strategie"

Mit dem HySON-Institut baut Sonneberg seine Vorreiter-Rolle in der angewandten Wasserstoffforschung für den Standort Thüringen aus.



Ein Konzept zur Gründung des Instituts HySON übergibt der erste Vorsitzende Bernd Hubner (rechts) an Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee.
Ein Konzept zur Gründung des Instituts HySON übergibt der erste Vorsitzende Bernd Hubner (rechts) an Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee.  

Sonneberg - Ein Konzept für die Gründung eines unternehmerisch tätigen Instituts zur angewandten Wasserstoffforschung haben gestern Vertreter des Fördervereins HySON an den Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee übergeben. Mit dem Konzept will Sonneberg die Vorreiter-Rolle in der angewandten Wasserstoffforschung für den Wirtschaftsstandort Thüringen weiter ausbauen und dabei eine Brückenfunktion zwischen Initiativen in Thüringen und in der Region Nordbayern aufbauen.

Die Vertreter von HySON um den Vorsitzenden Bernd Hubner sowie den beiden Stellvertretern Joachim Löffler und Ulrich Palzer sowie Mark Jentsch von der Bauhaus-Universität Weimar knüpften dabei an Vorgespräche vom Juli dieses Jahres an. Damals hatte sich der Minister bei einem Ortstermin über die Wasserstoff-Aktivitäten im Sonneberger Land informiert und seine Unterstützung dieser Initiative zugesagt.

Tiefensee bezeichnete das nunmehr ausgearbeitete Gründungskonzept als "wichtigen Baustein in der Wasserstoff-Strategie des Landes" und verwies darauf, dass Thüringen seine Initiativen in diesem Bereich weiter verstärken wolle. Das Gründungskonzept wird nunmehr vom Ministerium fachlich geprüft und soll auch von der Landesregierung unterstützt werden.

Bereits in den Jahren 2014 und 2015 hat sich in Sonneberg ein Akteurs-Netzwerk im Bereich Wasserstoff entwickelt: Im Mittelpunkt stehen dabei die Firma Kumatec Hydrogen GmbH aus Neuhaus Schierschnitz, der kommunale Zweckverband Wasserwerke Sonneberg sowie die Stadt Sonneberg. Um diesen Nukleus fanden sich schnell weitere Partner, die Wissen, Erfahrung und Forschertrieb in Sachen Wasserstoff zu einer Zeit bündelten, als diese Zukunftstechnologie noch eine absolute Außenseiterrolle einnahm.

Schnell stellten die handelnden Personen fest, dass im Bereich der Grundlagenforschung auf sehr gute Vorarbeiten aufgebaut werden kann und andere Stellen über bessere Voraussetzungen verfügen. Somit konzentrierte sich das Sonneberger Aktionsbündnis von Anfang an auf die Anwendungsforschung von Wasserstoff-Technologie, um die vorhandenen Ressourcen optimal einzusetzen. In der Konsequenz wurde mit Erfolg und überregionaler Beachtung das Projekt "LocalHy" abgewickelt. Hierbei wird ein alkalischer Druckelektrolyseur betrieben und der dabei erzeugte Wasserstoff zur Betankung von H2-Fahrzeugen sowie der Sauerstoff zur Optimierung von Klärprozessen in einer Versuchskläranlage eingesetzt.

Die viel versprechenden Praxisergebnisse werden gerade einem Monitoring unterzogen. Hierbei wurden erstmals Fördermittel aus dem Bundesprogramm WIR (Wandel durch Innovation in der Region) eingesetzt und somit das Netzwerk in das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie zur Bauhaus-Universität Weimar verbreitert.

Auf diesen Erfahrungen setzt das thüringenweite Folgeprojekt im Rahmen der WIR-Initiative "H2-Well" auf, in dem das Sonneberger Netzwerk eine zentrale Rolle einnimmt. Der Standort spielt aus vielerlei Hinsicht eine besondere Rolle: So beteiligt sich zum Beispiel die Kumatec Hydrogen GmbH erneut mit zentralen Forschungsvorhaben. "Es muss uns im Sinne der Entwicklung von Geschäftsmodellen sowie dem Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten darum gehen, die vorhandenen Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff-Technologie zügig in die Breite zu bekommen", erläutert Bernd Hubner.

Aber vor allem die Lage Sonnebergs an der Schnittstelle Thüringens zu Nordbayern und die sich dort aktuell unter hoher Förderung des Freistaats Bayern entwickelnde Wasserstoff-Landschaft sind wichtig für den wirtschaftlichen Betrieb eines Instituts und den Austausch aller Akteure. Neben diesen Lagequalitäten und der mehrjährigen Vorerfahrung in Wasserstoff-Projekten sowie der Nutzung entsprechender Förderinstrumente verspricht das Engagement des Sonneberger Netzwerks beste Chancen, ein neues Institut zur angewandten Wasserstoffforschung erfolgreich an den Start zu bringen, ist sich Hubner sicher.

Für die nächsten Schritte des Markthochlaufs benötigt das geplante HySON-Institut zur angewandten Wasserstoffforschung gGmbH eine temporäre Anschubförderung zur Projektarbeit für Personal- und Sachkosten.

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Veröffentlicht am:
24. 10. 2019
17:59 Uhr

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24. 10. 2019
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