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Sonneberg/Neuhaus

Tauzeit bittet: Kinder nicht aus dem Blick verlieren

Fachleute sind sich einig: Die derzeitige Corona- Situation mit all ihren Auswirkungen bedeutet für Kinder und Familien besonderen Stress. Darauf weisen auch die Mitarbeiter von "Tauzeit" hin.



Tauzeit bittet: Kinder nicht aus dem Blick verlieren
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Sonneberg - "Für viele Familien können die Maßnahmen zur Reduzierung der sozialen Kontakte sowie die flächendeckende Schließung von Schulen und Kindergärten zu einer großen Herausforderung werden." Das betonen Eva Hering und Sarah Städtler vom Kinder- und Jugendschutzdienst "Tauzeit" in der Gleisdammstraße 3 in Sonneberg in einem Schreiben an die Redaktion.

Nach aktuellen Einschätzungen von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderschutzbund e.V. könne diese Herausforderung zu einer akuten Gefahrensituation für Kinder und Jugendliche werden. "Wir wissen von früheren Gesundheitskrisen, dass Kinder einem erhöhten Risiko von Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind, wenn Schulen geschlossen werden, Arbeitsplätze verloren gehen und die Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird", heißt es in einer von UNICEF Ende März verbreiteten Information. Es sei davon auszugehen, dass Missbrauch und Gewalt gegen Kinder sowie generell die Gewalt im häuslichen Bereich stark zunehmen werden.

Beratung nutzen

"Aus diesem Grund möchten wir auf unser Beratungsangebot hinweisen, denn wir sind natürlich weiterhin für Kinder und Jugendliche telefonisch unter (0 36 75) 42 64 96 zu folgenden Zeiten erreichbar: Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 16 Uhr sowie am Freitag zwischen 8u und12 Uhr", geben Eva Hering und Sarah Städtle bekannt. Außerdem können junge Leute per E-Mail kjsdson@twsd-tt.de Kontakt aufnehmen.

"Wir als Kinder- und Jugendschutzdienst ,Tauzeit‘ (organisiert im Trägerwerk Soziale Dienste in Thüringen GmbH/twsd) bieten Kindern und Jugendlichen im Landkreis Sonneberg eine Anlaufstelle, um über Ängste, Sorgen, Probleme und Stress zu Hause zu sprechen. Auch ohne das Wissen der Eltern haben Kinder bei uns ein Recht auf Beratung und Hilfe."

Sorgentelefon erreichbar

Die beiden Mitarbeiterinnen machen auf ein weiteres Hilfsangebot aufmerksam: Das Thüringer Kinder- und Jugend-Sorgentelefon, welches rund um die Uhr kostenfrei unter (08 00) 0 08 00 80 erreichbar ist.

"Gerade in diesen Zeiten der Krise sind Kinder und Jugendliche auf ein schützendes Umfeld und Zivilcourage angewiesen und auf Erwachsene, die nicht wegschauen, sondern handeln. Unsere Beratungsstelle bietet auch Unterstützung für jeden, der wissen möchte, wie er ein Kind, das zum Beispiel in der Nachbarschaft lebt, schützen und unterstützen kann", schließen Eva Hering und Sarah Städtler ihre Mitteilung.

Dass Familien die kommende Zeit gut organisieren und den Alltag von zu Hause aus gestalten müssen, beschäftigt auch die Mitarbeiter des Trägerwerk Soziale Dienste in Thüringen GmbH Nohra mit Sitz in Grammetal. "Geschlossene Kitas und Schulen in Thüringen fordern Familien heraus", betont Geschäftsführer Joachim Schmidt. "Wenn der Druck zu Hause wegen der Coronavirus-Krise größer wird: Das Thüringer Kinder- und Jugend-Sorgentelefon und die Kinder- und Jugendschutzdienste sind erreichbar für Kinder und Jugendliche!" Jungen Menschen, die gerade jetzt ein offenes Ohr suchen, böte das Sorgentelefon die Möglichkeit, in einer aktuellen Krise oder bei Problemen anzurufen, um Rat, Hilfe und Informationen zu erhalten.

Kein persönlicher Kontakt

Außerdem stünden die Kinder- und Jugendschutzdienste als Ansprechpartner für junge Menschen zur Verfügung, die von körperlicher, seelischer, sexualisierter Gewalt oder Vernachlässigung bedroht oder betroffen sind. Auch wenn der persönliche Kontakt aufgrund einer möglichen Ansteckung in den Beratungsstellen zurzeit eingeschränkt sein kann, seien die Beratungsstellen telefonisch erreichbar! Alle Kontaktadressen der 19 Beratungsstellen finden sich im Internet.

—————

www.jugendschutz-thueringen.de

www.traegerwerk-thueringen.de

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Veröffentlicht am:
17. 04. 2020
16:58 Uhr

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17. 04. 2020
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