Topthemen: Der NSU-ProzessMobilität und EnergieGebietsreformFußball-Tabellen

Sonneberg/Neuhaus

Schläuche und verbranntes Terrain: Aufräumen nach dem Großbrand

Zwei Tage nachdem der Waldbrand zwischen Piesau und Spechtsbrunn etwa 250 Einsatzkräfte auf den Plan rief, hatten die Helfer auch am Dienstag noch alle Hände voll zu tun. Am Montag waren noch etwa 100 vor Ort, um der Glutnester Herr zu werden.



Spechtsbrunn
Ein Bild der Verwüstung: Bis weit in den Steilhang hinunter mussten die Einsatzkräfte steigen, um das Feuer zu löschen.   Foto: Norbert Kleinteich

 
Piesau/Spechtsbrunn -„Ich stehe gerade im Steilhang“, sagt Mathias Nüchterlein, als am Dienstagmorgen sein Handy klingelt. „Es sieht gut aus“, so die Antwort des Sonneberger Kreisbrandinspektors auf die Frage von Freies Wort, wie sich mittlerweile die Situation in dem Waldgebiet zwischen Piesau und Spechtsbrunn gestaltet. 42 Stunden zuvor war dort ein Großbrand ausgebrochen. Einer, der die 250 Einsatzkräfte an ihre Grenzen brachte.

Inzwischen ist Ruhe eingekehrt an dem Steilhang im Arnsbachtal. Am Montagnachmittag waren noch immer rund einhundert Feuerwehrleute, Polizisten, Frauen und Männer von Bergwachten und dem Roten Kreuz vor Ort, um das Gebiet im Auge zu behalten. Auch ein Hubschrauber der Bundespolizei aus dem niedersächsischen Gifhorn drehte noch bis in die Nachmittagsstunden seine Runden. Aus der Luft bewässerte er das verkohlte Terrain, um endgültig alle Glutnester in den Griff zu bekommen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Scheinbar mit Erfolg. Nachgetankt wurde diesmal an der Talsperre Leibis-Lichte.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit sei der Brand jetzt komplett gelöscht, so Nüchterlein. Bis gegen 21 Uhr seien die Einsatzkräfte am Montag noch an dem Steilhang zugange gewesen, erzählt er. Danach konnten die meisten von ihnen abrücken und nach einem kräftezehrend Einsatz endlich zur Ruhe kommen.

Drei Kameraden der Feuerwehren Haselbach, Spechtsbrunn und Hüttengrund/Blechhammer haben anschließend die Nachtwache übernommen. Am Dienstagmorgen dann die Ablösung. Ehrenamtler der Steinacher, der Piesauer und der Feuerwehr Sonneberg-Mitte sowie von der Bergwacht Scheibe-Alsbach sind vor Ort, um die restlichen Spuren des Brandes, der sich auf einer Fläche von gut zweieinhalb Hektar breit machte, zu beseitigen.

„In dem Wald, an dem Hang liegen noch mehrere hundert Meter Schlauch herum“, sagt Mathias Nüchterlein. Das müsse alles aufgeräumt werden. Voraussichtlich werde das bis nachmittags andauern.

Nach einem stundenlangen Kampf gegen die Flammen konnten die Einsatzkräfte gegen Mitternacht von Sonntag auf Montag Entwarnung geben. Das Feuer war unter Kontrolle. Brenzlig blieb es allerdings weiterhin. Die Rauchbildung hatte zwar nachgelassen, doch flammten Glutnester wieder und wieder auf. Unter höchsten Strapazen, inmitten von Rauch und Hitze in dem extrem steilen und schwer zugänglichen Gelände gelang es den Einsatzkräften schließlich die Flammen zu bekämpfen. Zwei von ihnen mussten wegen Kreislaufproblemen vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert werden.

12.08.2018 - Waldbrand Piesau/Spechtsbrunn - Foto: proofpic.de, N. Kleinteich

Spechtsbrunn
Spechtsbrunn
Spechtsbrunn
Spechtsbrunn
Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Waldbrand Spechtsbrunn Spechtsbrunn
Autor

Madlen Pfeifer
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 08. 2018
11:50 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bergwacht Bewässerung Bundespolizei Deutsches Rotes Kreuz Großbrände Kreisbrandinspektoren Rotes Kreuz Waldbrände
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Weit zu sehen sind die Rauchfahnen auf dem Feld bei Heubisch, die unser Leser Andreas Hänsch fotografiert hat. Foto: Hänsch

20.07.2018

Brennende Strohballen auf dem Land, Qualmwolken über der City

Flächenbrände bei Heubisch und bei Schmiedefeld sowie ein Feuer in einem leer stehenden Wohnhaus in der Sonneberger Innenstadt hielten Mitglieder von Feuerwehren und des Deutschen Roten Kreuzes in Atem. » mehr

Unter den etwa 60 Einsatzkräften befinden sich überwiegend Ehrenamtliche.

13.07.2018

Ehrenamtler "stemmen" ambitionierten Schichtdienst

Die Zahl der Erkrankten im Ferienzentrum Rauenstein ist auf 50 gestiegen. Bei weiteren Untersuchungen wurden nun doch Noro-Viren nachgewiesen. » mehr

Bei Großveranstaltungen im Raum Sonneberg fehlt er mit dem DRK-Einsatzfahrzeug nur selten: Maik Scheler-Eckstein. Foto: Matthias Kaden

25.05.2018

Ehrenamt: Wenn aus dem "egal" ein "unbedingt" wird

Null Verbindung hatte Maik Scheler-Eckstein bis zu seinem 31. Lebensjahr zum Ehrenamt. Heute, elf Jahre später, ist er beim Deutschen Roten Kreuz in Sonneberg Kreisbereitschaftsleiter. » mehr

Der Rauch waberte aus dem Südportal des Bleßbergtunnels.

23.07.2017

Rauch und Null Sicht im Epizentrum Bleßbergtunnel

Fast 800 Einsatzkräfte und Beobachter sind an der bislang größten Rettungsübung entlang der ICE-Neubaustrecke beteiligt - unter erschwerten Bedingungen. » mehr

Nicht zu vergleichen ist der Einsatz bei Fiber International am Donnerstag mit dem Szenario, das sich im September 2015 im Glaswerk in Ernstthal abspielte, als unkontrolliert Glasschmelze aus einer Wanne floss. Foto: Steffen Ittig

23.08.2018

Einsatzkräfte sorgen für doppelte Abkühlung

Zwei Einsätze forderten die Kameraden der Wehren am Donnerstag - erst im Betrieb Fiber International, als ein Riss in einer Glaswanne vermutet wurde, dann als ein Waldbrand gelöscht werden musste. » mehr

Bei einem nachgestellten Verkehrsunfall zeigen die Sonneberger Ersthelfer was zu tun ist. Fotos (6): camera900.de

28.08.2017

Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen

Mit Heftpflastern und Mullbinden ist es bei Einsätzen des DRK nicht immer getan. Wie ein strukturierter Einsatz aussieht, zeigen die Ehrenamtlichen bei Showübungen am Jubiläums-Sommerfest im Wolkenrasen. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Überflutung Südthüringen

Unwetter in Südthüringen | 23.09.2018 Südthüringen
» 15 Bilder ansehen

Auftakt Interkulturelle Woche Suhl

Interkulturelle Woche in Suhl | 23.09.2018 Suhl
» 23 Bilder ansehen

Classic & Rock im Bergwerk Merkers Merkers

Classic and Rock in Merkers | 23.09.2018 Merkers
» 9 Bilder ansehen

Autor

Madlen Pfeifer

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 08. 2018
11:50 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".