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Sonneberg/Neuhaus

Mit Express rückt für Sonneberg auch Nürnberg näher heran

Alle zwei Stunden in 60 Minuten bis Erfurt, jede Stunde in 100 Minuten bis Nürnberg: Mit diesem rasanten Zug-Takt könnte Sonneberg ab Ende 2023 an die Thüringen- und die Franken-Metropole angebunden sein.



Sonneberg - Alle zwei Stunden in 60 Minuten bis Erfurt, jede Stunde in 100 Minuten bis Nürnberg: Mit diesem rasanten Zug-Takt könnte Sonneberg ab Ende 2023 an die Thüringen- und die Franken-Metropole angebunden sein. So sieht es der Fahrplanentwurf für den von den beiden Ländern geplanten neuen Regionalexpress Erfurt-Coburg-Bamberg- Nürnberg mit Tempo 190 vor.

Neu daran sind nicht nur die fünf Regionalzugpaare, die die vier ICE-Verbindungen pro Tag und Richtung zu einem ganztägigen Zwei-Stunden-Takt zwischen Coburg und Erfurt verdichten. Zugleich sollen sämtliche Regionalexpress-Züge der Linie Nürnberg-Coburg-Sonneberg zwischen Bamberg und Coburg die ICE-Neubaustrecke befahren, und zwar stündlich. Bisher nehmen viele Nürnberg-Verbindungen den eine halbe Stunde langsameren Weg über Lichtenfels samt längerem Aufenthalt dort oder in Coburg. Für Sonneberg bedeutet dies: Ab Ende 2023 geht von früh bis spät jede Stunde ein Zug, mit dem man in 100 Minuten in Nürnberg ist (und umgekehrt) und der ohne längere Zwangspausen an Unterwegsbahnhöfen auskommt.

Zwei Preise sind dafür zu zahlen: Zu den Zeiten, in denen der neue Erfurt-Express verkehrt - also in fünf Fällen pro Tag und Richtung - muss auf der Relation Nürnberg-Sonneberg in Coburg umgestiegen werden. Zweitens wären damit Direktverbindungen zwischen Sonneberg, Lichtenfels und Staffelstein passé; diese Ziele wären nur noch per Anschlusszug in Coburg erreichbar.

Diese Schattenseiten reichen Sonnebergs Bürgermeister Heiko Voigt Grund für ein negatives Echo auf das Vorhaben. In einer Stellungnahme kritisiert er nicht nur die fünf Zusatz-Zugwechsel in Coburg. Auch mit dem neuen Express-Angebot sei "immer ein Umstieg und somit auch ein Zeitverlust" in Erfurt oder Nürnberg zu den Fernzugsangeboten" verbunden. Voigt hält an der Forderung nach einen Systemhalt der ICE-Linie Berlin-München in Coburg fest. Die "jetzt angedachten Regionalzüge sind nur als zusätzliches Nahverkehrsangebot zu ICE-Verbindungen im Zwei-Stunden-Takt sinnvoll", erklärte der Bürgermeister.

Einen solchen ICE-Takt mit zusätzlichem Regionalverkehr wird es jedoch nicht geben. Der neue Erfurt-Express wird laut Ausschreibung nur dann bestellt, wenn die Deutsche Bahn nicht mehr als die bisherigen vier ICE in Coburg stoppen lässt. er

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Veröffentlicht am:
09. 08. 2019
08:25 Uhr

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Veröffentlicht am:
09. 08. 2019
08:25 Uhr



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