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Sonneberg/Neuhaus

Franken-Verein sieht Ziel erreicht und löst sich auf

Der Verein Henneberg- Itzgrund-Franken ist Geschichte. Seine Mitglieder setzen ihre Arbeit unter einem neuen Dach fort.



Frankenblick/Coburg - Der Verein Henneberg-Itzgrund-Franken (HIF) hat  seine Auflösung beschlossen und wird sich mit seinen Mitgliedern dem Fränkischen Bund anschließen. Das geht aus einer Mitteilung des Vereinsvorsitzenden Martin Truckenbrodt aus Seltendorf von Mittwochabend hervor. Das Hauptziel des HIF, die verbale Anerkennung der fränkischen Prägung des Südens Thüringens durch die Landesregierung, sei erreicht, begründete Truckenbrodt das Ende seines seit 2013 bestehenden Vereins.

Schon damals habe auch ein Engagement unter dem Dach des Fränkischen Bundes zur Debatte gestanden, sagte der 48-Jährige. Aus „strategischen Gründen“ habe man sich aber entschieden, „einen separaten Verein mit Sitz im Bundesland Thüringen“ zu gründen, da man zunächst Einfluss auf die Landespolitik habe nehmen wollen. Nach seiner Ansicht war dieser Einfluss erfolgreich: Nachdem Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) beim Tag der Franken in Sonneberg und Neustadt von jener fränkischen Prägung der südlich des Rennsteigs gelegenen Teile des Freistaats gesprochen habe,  sähen die Mitglieder ihr wichtigstes Vereinsziel als erreicht an.

Mit  Aktionen, Deklarationen, Informationsveranstaltungen und politischen Stellungnahmen war der von Truckenbrodt geführte Verein Henneberg-Itzgrund-Franken in den vergangenen Jahren in der Sache aktiv. Zwar kam der Club nie über einige Dutzend Unterstützer hinaus. Auch die Versuche Truckenbrodts, durch  Kandidaturen unter anderem für den Landtag, als Coburger Landrat und als Frankenblick-Bürgermeister der länderübergreifenden Franken-Sache politisches Gewicht zu verleihen, fanden kaum Wählerzuspruch. Dennoch ist es dem Verein gelungen, das Fränkische am Thüringer Süden wie nie zuvor seit 1945 in den Blick einer breiteren Öffentlichkeit zu rücken.

Die Vereinsauflösung sei  am 26. Oktober  beschlossen worden, sagte Truckenbrodt. Mehr als ein Drittel der Ex-Mitglieder seinen bereits dem Fränkischen Bund mit Sitz in Nürnberg beigetreten. Dessen   „gesamtfränkische Entwicklung mit dem Projekt Kulturregion Franken“ habe dies erleichtert. Man werde sich nun im Fränkischen Bund in den Regionalgruppen Werra-Henneberg und Itzgrund-Henneberg engagieren.

Der Fränkische Bund setzt sich seit 1990 für ein gesamtfränkisches Bewusstsein in der auf Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg verteilten Region ein. Zu seinen Zielen gehört die Bildung eines Bundeslandes Franken im Zuge einer Neugliederung und die „Rückführung von Kulturgütern“ aus München an  fränkische Herkunftsorte. Mit dem  Bayern-treuen Heimatverein „Frankenbund“ hat er nichts zu tun.

Als dem fränkischen Kulturraum zugehörig sieht Truckenbrodt die Region vom Landkreis Sonneberg bis in die Region Bad Salzungen. Er umfasse ein Fünftel der Fläche und ein Sechstel der Bevölkerung Thüringens. Dabei beruft Truckenbrodt sich auf eine seit dem Frühmittelalter bis in die Neuzeit gewachsene kulturelle  Prägung, die sich nicht von der des heutigen Nordbayern unterscheide.

 

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Veröffentlicht am:
14. 11. 2019
18:23 Uhr

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14. 11. 2019
18:23 Uhr



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