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Sonneberg/Neuhaus

Drei Wochen pro Jahr im Krankenstand

Der höchste Krankenstand unter den AOK-Versicherten im Freistaat ist im Landkreis Sonneberg zu verzeichnen. Das belegt der Gesundheitsbericht für das Jahr 2019.



Wenn man zu Hause bleiben muss, dann meist gleich knapp zwei Wochen, sagt die Statistik. Foto: dpa
Wenn man zu Hause bleiben muss, dann meist gleich knapp zwei Wochen, sagt die Statistik. Foto: dpa  

Erfurt/Sonneberg - Der Krankenstand der AOK-Plus-versicherten Arbeitnehmer in Thüringen ist im Jahr 2019 nur minimal gesunken. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der Krankenkasse hervor. Im Jahr 2018 hatte der Krankenstand den höchsten Wert seit 20 Jahren erreicht. 2019 betrug der Krankenstand in Thüringen 6,2 Prozent. Im Jahr zuvor lag er bei 6,3 Prozent. Den niedrigsten Krankenstand gab es 2006 mit 4,3 Prozent.

Jeder AOK-versichert Beschäftigte im Freistaat war im Durchschnitt 22,7 Tage arbeitsunfähig krankgeschrieben. 58,3 Prozent meldeten sich ein- oder mehrmals im Jahr krank. Die meisten Ausfalltage wurden durch Muskel- und Skeletterkrankungen verursacht (21,7 Prozent), gefolgt von Atemwegserkrankungen mit 11,8 Prozent. Die psychischen Erkrankungen (11,4 Prozent) landeten auf Rang 3 und damit erneut vor den Verletzungen mit 10,4 Prozent. Am häufigsten, so Kassensprecherin Hannelore Strobel, fielen die Arbeitnehmer wegen Atemwegserkrankungen aus (20,9 Prozent). 15,3 Prozent der Krankschreibungen betrafen Muskel- und Skeletterkrankungen, 10,2 Prozent Erkrankungen der Verdauungsorgane und 6,8 Prozent wurden durch Verletzungen verursacht. Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag bei 13,2 Kalendertagen. Der Anteil von AU-Fällen mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen betrug 4,7 Prozent. Diese Langzeiterkrankungen verursachten 41,6 Prozent aller AU-Tage. Nach Landkreisen aufgeschlüsselt, verzeichnete diesmal der Landkreis Sonneberg mit 7,1 Prozent den höchsten Krankenstand. Am niedrigsten lag er in der Stadt Jena mit 5,1 Prozent.

Den höchsten Krankenstand bei den AOK-Mitgliedern in Thüringen hatte erneut die Branche Öffentliche Verwaltung mit 7,1 Prozent. Den niedrigsten Wert gab es wieder im Wirtschaftszweig Banken und Versicherungen mit 4,8 Prozent. Der Analyse liegen die Daten von 488 669 AOK-Versicherten in Thüringen zugrunde. Aufgrund des Marktanteils der AOK von rund 50 Prozent sind die Daten damit repräsentativ.

 

Der Bericht sowie Grafiken im Internet unter: www.aok.de

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Veröffentlicht am:
19. 04. 2020
16:10 Uhr

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19. 04. 2020
16:10 Uhr



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