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Sonneberg/Neuhaus

Autofahrer brauchen Richtung Autobahn viel Geduld

Bis 2022 wird sich der Ausbau der B4 hinziehen. Sie verbindet Sonneberg mit Coburg und der A73. Sperrungen, Umleitungen sowie Provisorien fordern ihren Tribut.



An der B4 wird in den kommenden Jahren viel gebaut - deswegen wird unter anderem der Verkehr umgeleitet. Foto: Peter Tischer
An der B4 wird in den kommenden Jahren viel gebaut - deswegen wird unter anderem der Verkehr umgeleitet. Foto: Peter Tischer  

Sonneberg/Haarbrücken - Die Bürgerversammlung des Neustadter Stadtteils Haarbrücken begrüßte externe Gäste: Günter Engelhardt und Roland Daum vom Staatlichen Bauamt Bamberg, Servicestelle Kronach. Sie informierten über den weiteren Ausbau der B4. Oberbürgermeister Frank Rebhan hatte sie eingeladen, denn die Bürger Haarbrückens und Thanns sind die unmittelbar Betroffenen des sich bis 2022 hinziehenden Projekts. "Da kommt ne Menge an Veränderungen auf uns zu."

Die Bauarbeiten sind in mehrere Abschnitte unterteilt: "Wir werden in diesem Jahr nun die Gemeindeverbindungsstraße (GVS) auf 2200 Metern bis nach Haarbrücken fertigstellen", zeigte Günter Engelhardt auf. Dies werde bis zum Jahresende dauern, wobei unter anderem die ehemalige Einmündung Thann für ein Vierteljahr gesperrt wird. "Dazu wird auch ein Kreisel mit Gehwegergänzung am westlichen Ortsrand von Haarbrücken gehören", gab Engelhardt zu verstehen. Im kommenden Jahr wird dann die B4 über ein Provisorium auf diese GVS umgeleitet.

"2020 folgt also der eigentliche Ausbau der B4 auf 1700 Metern,
wobei 500 Meter schon fertigstellt sind", sagt Engelhardt und hofft, dass das Baurecht bald erteilt wird. Dazu werden die Auf- und Abfahrt Haarbrücken mit Einfädelspuren versehen. "Die machen das Ganze dann wesentlich sicherer." An
der Auffahrt endet auch der dreispurige Ausbau, bis zum Siemenskreisel geht es, wie gehabt, zweispurig
weiter.

Dem Trinkwasserschutz geschuldet wird es ein aufwendiges Bauvorhaben: Beispielsweise wird im
Bereich des Fischbacher Teichs die Fahrbahn um knappe 5 Meter angehoben und zwei Grundwassermessstellen werden eingerichtet. "Da wir uns in einem Wasserschutzgebiet
befinden, wird es einen größtmöglichen Schutz für das Trinkwasser geben", versprach Engelhardt.

So muss das Oberflächenwasser aus dem Wasserschutzgebiet herausgebracht und über das Regenrückhaltebecken gedrosselt in die Röden abgegeben werden.

"Von Mai bis Anfang September 2019 ist auch der Neubau des Siemenskreisels geplant", führte Daum aus. So werde der Oberbau frostsicher angelegt, die Insel erneuert und mit Glasmarkern versehen. "In den kommenden zwei Jahren gibt es Einschränkungen, das brauchen wir nicht wegzudiskutieren. Es wird auch Vollsperrungen geben", so Daum. Während das Brückenkonstrukt an der Auffahrt Haarbrücken nur saniert wird, bauen die Fachleute eine neue Brücke über die Eisenbahnlinie, wenige Meter nördlich versetzt. "Das wird in den Jahren 2021 und 2022 geschehen", zeigt Engelhardt den zeitlichen Fahrplan auf. Die Durchfahrthöhe werde dann vier Meter betragen. Nach der kompletten Fertigstellung wird es die Einmündung Thann auf die B4 nicht mehr geben. "Wir versuchen, den Straßenverkehr in geordneten Bahnen zu lenken", sagte Detlef Heerlein von der städtischen Straßenverkehrsbehörde.

Dass es zumindest für die Bauzeit andere Verkehrsströme geben wird, daran zweifelt auch Rebhan nicht: "Es wird zu Belastungen kommen und wir werden schauen, welche Wege sich die Autofahrer suchen." Wie es in Haarbrücken weitergehen wird, Stichwort weiterer Kreisel, das wollte Rebhan zurückgestellt wissen: "Lassen Sie uns erst einmal die überörtlichen Maßnahmen fertigstellen, dann sehen wir weiter." Alle Beteiligten versprachen, bei Problemen immer ein offenes Ohr zu haben: "Wir haben im Bereich Rödental für die Bürger Vor-Ort-Termine anberaumt, die gut angenommen wurden. Das könnte man sich hier auch vorstellen", sagte Engelhardt. Die Bürger sollen zeitnah informiert werden.

Autor

Peter Tischer
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Veröffentlicht am:
08. 02. 2019
10:43 Uhr

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Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
08. 02. 2019
10:43 Uhr



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