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Sonneberg/Neuhaus

Aus Miteinander der Wehren ist längst Freundschaft geworden

Der Feuerwehrverein Haselbach feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen. Die dazugehörige Fete ging dieser Tage in der Bernhardshütte über die Bühnen - mit Gästen aus Tschechien.



Gemeinsam mit den Partnern aus Jarov wird das Jubiläum gefeiert. F. (2): Jakub
Gemeinsam mit den Partnern aus Jarov wird das Jubiläum gefeiert. F. (2): Jakub   » zu den Bildern

Haselbach - "17.30 Uhr Bernhardshütte Blechhammer" war als Veranstaltungszeit und -ort angesagt. Aber für den Vereinsvorsitzenden Bernd Greiner und einige andere Mitglieder begann der Feier-Tag schon viel früher. Bereits um 10 Uhr stand die erste Begegnung auf dem Programm: ein Treffen mit den Feuerwehrkollegen aus Jarov (Tschechien) - nicht in Haselbach, sondern in Kronach. Seit vielen Jahren verbindet die Wehren von Jarov und Haselbach eine enge Partnerschaft, die im Alltag - aber eben auch gerade zu besonderen Höhepunkten gepflegt wird. Bevor am Abend in Blechhammer gemeinsam aufs Jubiläum angestoßen wurde, stand ein gemeinsamer Besuch der nagelneuen Feuerwache mit Ausbildungszentrum Kronach an.

Die hochmoderne Einrichtung war für die Haselbacher und die Jarover gleichsam von großem Interesse. "Das ist das Modernste, was man im Moment in unserer Nähe in puncto Brand- und Katastrophenschutz ansehen kann", lobten Bernd Greiner und Jens Dietzel von der Haselbacher Wehr anerkennend. Christian Büttner, Kommandant der Kronacher Feuerwehr, habe sich viel Zeit genommen, alles zu erklären, die Fahrt habe sich gelohnt, hieß es einhellig.

Schließlich kämen ja immer wieder neue Herausforderungen auf die Feuerwehrler zu. Als Beispiel nennt Dietzel den Digitalfunk. Inzwischen seien auch in Haselbach - zumindest die Fahrzeuge - entsprechend ausgerüstet und auch die Funkalarmierung per Handy mit Ortung möglich. Das sei vor allem für die Einsatzleitung eine große Hilfe. Man könne auf den Punkt erkennen, wer von den Freiwilligen in der Nähe und einsatzbereit sei und wie schnell er da sein könne. Es sei eine sehr gute Idee gewesen, dass der Verein diese Fahrt nach Kronach organisiert habe, gerade auch, weil die aktive Wehr davon profitiert.

Dieses "Hand in Hand" von Verein und Einsatztruppe war an diesem Abend mehrfach Thema, auch in den Grußworten von Christian Rempel vom Kreisfeuerwehrverband. Es sei im Moment nicht so einfach für die Wehren des Kreises, die sich vielen neuen Aufgaben stellen müssten. Als Beispiel nannte Rempel das Löschen von E-Autos, wofür es im Moment noch keine wirkliche Lösung gäbe - aber auch die Einsätze an ICE-Strecken. Gleichzeitig werde es immer schwerer, Personal für den bestimmt nicht leichten Job bei der Feuerwehr zu finden, der nicht nur viel Kraft und Engagement, sondern auch viel Zeit kostet.

So ist auch die Haselbacher Wehr regelmäßig gefordert. Neben diversen Ölspuren standen in diesem Jahr Wald- und Flächenbrände zu Buche - Einsätze in Spechtsbrunn und Lichte oder der Dachstuhlbrand in Steinach. Dazu kommen regelmäßig Wochenenden für Ausbildung.

Bernd Greiner, der den Vorsitz des Haselbacher Vereins erst seit dem Frühjahr innehat und gleichsam zur aktiven Wehr gehört, wünschte sich in seinen Begrüßungsworten vor allem das Miteinander und den Zusammenhalt in der Haselbacher Feuerwehr. Ortsteilbürgermeister Mario Bischoff knüpfte daran an und freute sich über das Engagement des Vereins im Ort. Viele Feste seien ohne die Kameraden gar nicht möglich. Den kommenden Adventstreff am Dorfdreieck am 30. November zum Beispiel, bei dem die Feuerwehr den
Veranstaltungsort absichert, den Baum mit aufstellt und sich um die Versorgung kümmert, nannte er als Beispiel.

Den Zusammenhalt sprach auch der Kommandant der Jarover Feuerwehr an, Jaroslav Kolar. Er gratulierte zum Jubiläum. Nach einem überaus reichlichen und leckeren Büfett und vielen Gesprächen traten die Jarover gegen 20 Uhr dann die Heimreise an - herzlich verabschiedet vom Vereinsvorstand und vor allem auch vom Ehepaar Heymann, das einst die Kontakte knüpfte und sich bis heute für das Miteinander der beiden Wehren engagiert. Aus einem kameradschaftlichen Miteinander wurde längst Freundschaft.

Gefeiert wurde in der Bernhardshütte in Blechhammer noch bis in die Nacht hinein - und nein, einen Löscheinsatz gab es an diesem Abend für die Haselbacher Wehr nicht. Hätte es ihn aber gegeben, dann wären die Kameraden der aktiven Wehr im Falle eines Falles durchaus einsatzbereit gewesen. Das Auto und die entsprechende Ausrüstung hatten sie dabei.

25 Jahre, eine lange Zeit. Und viele der Anwesenden waren Mitglied von Anfang an. Siegfried Heymann und Klaus Trinsch, die "Gründungsväter" haben den Staffelstab längst weitergegeben. Jetzt hat ihn Bernd Greiner in der Hand. Er und sein Vorstand haben eine schöne Jubiläumsfeier organisiert, so wie es der Verein verdient hat.

Autor

Doris Jakubowski
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Veröffentlicht am:
07. 10. 2019
18:16 Uhr

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Autor

Doris Jakubowski

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Veröffentlicht am:
07. 10. 2019
18:16 Uhr



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