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Sonneberg/Neuhaus

46 Erkrankte in Feriencamp: Bislang kein Virus nachgewiesen

Erneut steht das Rauensteiner Feriencamp unter Quarantäne: Insgesamt 46 Jugendliche und Betreuer sind erkrankt. Ein erster Befund von untersuchten Stuhlproben ergab bis dato keinen Nachweis von Viren. Die Untersuchungen zur Krankheitsursache laufen weiter.



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Im Rauensteiner Ferienlager musste am 12. Juli 2018 erneut Quarantäne verhängt werden.   Foto: proofpic.de

Nur wenige Tage nach Freigabe der wegen eines Noro-Virus-Ausbruchs gesperrten Ferienanlage in Rauenstein (Landkreis Sonneberg) gibt es dort erneut einen größeren Rettungseinsatz. Am Donnerstagmorgen wurden wegen ähnlicher Symptome eine Kinder-Gruppe aus Brandenburg unter Quarantäne gestellt. Am Nachmittag bestätigte das Landratsamt, dass bereits 44 Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren sowie zwei Erwachsene betroffen seien.

Notärzte und Sanitäter versorgen die Erkrankten. Zwei seien inzwischen ins Krankenhaus gebracht worden. Über die Ursache der Erkrankungen könne derzeit aber noch nichts gesagt werden. Das Gesundheitsamt ist vor Ort und überprüft die Anlage.

In den Stuhlproben, die in ein Speziallabor nach Suhl gebracht worden waren, seinen nach einem ersten Befund bis dato keine Viren (Norovirus, Rotavirus, Adenovirus, Astrovirus) nachgewiesen worden. Weitere Untersuchungen zur Krankheitsursache laufen. Die Erkrankten werden streng von den Gesunden getrennt, um eine weitere Ansteckung zu vermeiden, hieß es weiter.

Der Landkreis Sonneberg arbeite daran, allen Gästen des Ferienzentrums eine vorzeitige Abreise zu ermöglichen. Gegenwärtig zeichne sich jedoch ab, dass die Heimreise frühestens Freitagvormittag möglich sei.

Seit Montag sind 214 Gäste aus Brandenburg in dem Camp. Sie alle gehören der Evangelischen Jugendgruppe Oder-Spree an. Sie stammen aus Frankfurt/Oder sowie den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland. Geplant war ihr Aufenthalt bis zum 18. Juli. Erste Symptome traten laut Landratsamt vereinzelt am Dienstag auf. Der Zustand der Erkrankten sei allerdings stabil.

Erst Ende Juni war in der Ferienanlage der Norovirus ausgebrochen. 45 Kinder und Betreuer aus Frankfurt am Main und Berlin klagten damals über Übelkeit, Bauchschmerzen und Brechdurchfall geklagt. 22 von ihnen hatten zudem Kreislaufprobleme. Krankenhäuser in Sonneberg, Hildburghausen aber auch Coburg und Saalfeld nahmen die Patienten auf. Das Feriencamp glich einem Lazarett. Offenbar hatten die Teilnehmer das Virus eingeschleppt.

Nach dem Ausbruch des Norovirus war die komplette Ferienanlage von einer Spezialfirma gereinigt und desinfiziert worden. Das Gesundheitsamt hatte die Anlage überprüft und für Sonntag die Freigabe erteilt. Der Inhaber der Anlage sprach von mehr als 25.000 Euro, die er im Zusammenhang mit dem Virusbefall durch Stornierungen und die zeitweise Schließung eingebüßt habe.

Rauenstein ist indessen kein Einzelfall. Ende Juni erkrankten mehr als 40 Kindern und Betreuer aus Rheinland-Pfalz bei einer Jugendfreizeit im niedersächsischen Damme. Auch dort war als Ursache das Noro-Virus identifiziert worden. Auch dort kam das Virus aus der Gruppe selbst. cob/maz/hg

Lesen Sie dazu auch: Quarantäne zweiter Akt: gleiche Symptome, andere Ursache

12.11.2018 - Quarantäne Rauenstein - Foto: proofpic.de

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Veröffentlicht am:
12. 07. 2018
07:43 Uhr

Aktualisiert am:
12. 07. 2018
16:55 Uhr

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12. 07. 2018
07:43 Uhr

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12. 07. 2018
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