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Schmalkalden

Welcher Geist weht hier denn eigentlich?

Es ist derzeit schon sehr interessant, wer alles mitreden möchte, wenn es um die Lockerungen in der Corona-Krise geht, resümiert der Schmalkalder Dekan Ralf Gebauer in seiner jüngsten Videobotschaft. Und stellt etwas provozierend die Frage: Wessen Geist weht hier derzeit denn?



Ralf Gebauer, Dekan des Kirchenkreises Schmalkalden   Foto: Screenshot

Schmalkalden - Es ist derzeit schon sehr interessant, wer alles mitreden möchte, wenn es um die Lockerungen in der Corona-Krise geht, resümiert der Schmalkalder Dekan Ralf Gebauer. Neben Politikern und Wissenschaftlern wird vor allem im Alltag und  in den sozialen ganz viel darüber diskutiert. "Alle wollen mitreden - das ist in einer Demokratie auch normal", so Gebauer. Dennoch käme ihm dabei immer wieder der Spruch in den Sinn: 'Wenn einer den Mund auftut, zeigt sich, wes Geistes Kind er ist'. Wessen Geist sind wir denn? Und wessen Geist weht derzeit in diesem Land? Darüber sollten alle in diesen Tagen intensiver nachdenken, meint Dekan Ralf Gebauer in seiner heutigen Videobotschaft.

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Welcher Geist weht hier denn eigentlich?

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Aus ganz alltäglichen Erlebnissen heraus, überlegt der Dekan des Kirchenkreises Schmalkalden, Ralf Gebauer, was er selbst in der Corona-Krise tun kann. In Videobotschaften veröffentlicht er besinnliche, erheiternde, aber auch sehr ernste Gedanken zum Tag.

Viele Hirten und wo soll's denn jetzt langgehen?

An einem Sonntag ist ganz viel über Hirten geredet worden. Kein Wunder: Der zweite Sonntag nach Ostern ist der klassische Hirtensonntag.Warum der aber nicht nur für gläubige Menschen interessant sein könnte? Ein Hirte, so Gebauer ist jemand, der den Weg in die Zukunft sucht und den zur grünen Weide beschreibt. Auch in der Corona-Krise fallen ihm viele Menschen ein, die als Hirten fungieren. Top-Virologe Christian Drosten zum Beispiel gehört für den Dekan dazu. Oder Politiker, die den richtigen Weg suchen, aber dafür auch keine Blaupause haben. Und dann gibt es laut Dekan Gebauer jene, die gerne Hirten sein würden und dabei alles ganz anders angehen würden. Das verunsichere viele.

 

Durcheinander in der Frage: Was dürfen wir denn wieder?

Genauso wie am Anfang alle durcheinander waren in der Frage: Was dürfen wir jetzt nicht mehr, merkt Dekan Ralf Gebauer jetzt das Gegenteil. Vieles gehe durcheinander in der Frage: Was dürfen wir denn wieder. Dabei sorgt sich der Dekan darüber, dass viele die Lockerungen überschätzen und denken, es werde ganz schnell wieder alles so wie früher. Diese Normalität werde aber noch eine ganze Weile dauern. 

 

Leerstellen zu Ostern und was uns die lehren

Gerade zu Ostern gibt es für viele ungekannte Leere und Leerstellen. In vielen Familien werden Plätze am Tisch leer bleiben, weil Besuch nicht kommen kann. Das ist für viele schmerzlich! Wie gehen wir damit um, was lehrt uns das? Der Dekan hat eine Idee: Eine ganz besondere Liste für die Zeit nach der Krise.

Lagerkoller und wird es über Ostern besser?

Ein super sonniger Palmsonntag und die Bewegungsfreiheit ist immer noch extrem eingeschränkt. Dekan Ralf Gebauer kann es gut verstehen, dass gerade an solchen Tagen mancher  Lagerkoller entwickelt.

 

"Vom großen Geschenk, gesund zu sein"

Viele Menschen machen sich derzeit Sorgen um die Gesundheit: ihre eigene oder die nahestehender Menschen. Das weiß Dekan Ralf Gebauer aus vielen Gesprächen. Dabei überlegt er selbst, ob er - angesichts der langen Inkubationszeit - nicht auch krank sein könnte. Trotz aller Vorsicht! Und genau dann weiß er zu schätzen, was es für ein riesiges Geschenk ist, gesund zu sein.

 

"Wir brauchen einen langen Atem"

Zahlen zu Corona-Infizierten, die sich überschlagen und die von vielen gestellte bange Frage, wie lange das noch dauern wird. Wir brauchen ganz sicher einen langen Atem, ist Dekan Ralf Gebauer überzeugt. Woher der aber kommen könnte, darauf hat er in seiner sonntäglichen Botschaft eine Antwort.

 

Bunte Grüße für alte Menschen ohne digitale Kontakte

Die Geste einer Bekannten, hat den Dekan gut gefallen: Sie schreibt mit Kindern bunte Grußkarten für Bewohner eines Altenheimes. Die müssen derzeit ohne die Besuche ihrer Lieben leben und haben meist keine digitale Verbindung nach draußen.

 

"Hört auf, mit Dreck zu werfen"

Dekan Ralf Gebauer weiß auch noch nicht, wie es ihm mit den neuen Einschränkungen gehen wird. Jeder muss jetzt sein Leben neu organisieren. Er weiß aber, dass er keinesfalls auf der Gehässigkeits-Welle mitschwimmen wird

 

Halt trotz des gebotenen Abstandes finden

Ein sonniger Sonntag und doch menschenleere Straßen. Die meisten Menschen halten sich in der Corona-Krise daran, zu Hause zu bleiben oder Abstand zu wahren. Dekan Ralf Gebauer aus Schmalkalden läuft durch die leere Altstadt und macht sich Gedanken darüber, wie wir dennoch Halt finden und Kraft tanken können.

 

Dankeschön an die Heldinnen und Helden dieser Tage

Sein Dank allen Heldinnen und Helden, die dieser schwierigen Zeit alles dafür tun, damit das gesamte System nicht kollabiert. Er und seine Familie testen übrigens den Lieferservice eines kleinen Restaurants in der Nähe. Schließlich haben gerade auch die Selbstständige zu kämpfen, diese Krise zu überleben.

 

"Habt ihr denn ne Schraube locker?"

Beim Anblick seiner etwas schiefhängenden Garderobe denkt der Dekan darüber nach, warum offenbar noch immer so viele Menschen den Ernst der Corona-Lage verkennen und fragt: "Habt ihr denn ne Schraube locker?"

 

Warum wir in diesen Zeiten ganz viel Phantasie benötigen

Gerade weil wir - auch ohne Fasten - derzeit auf ganz viel verzichten müssen, brauchen wir Phantasie, um andere nicht unnötig in Gefahr zu bringen.

 

Händewaschen mit Vaterunser oder Happy Birthday

Ralf Gebauer hält es gerade in Zeiten von Corona für wichtig, besonnen zu reagieren. Dazu gehöre, einfachste hygienische Regeln zu befolgen und sich auf die nötigsten sozialen Kontakte zu beschränken, um die Ausbreitung des Virus zu vermeiden. Das könne jeder. 30 Sekunden - die für das Händewaschen vom Robert-Koch-Institut empfohlen werden - seien genau die Länge, die es brauche, das Vaterunser zu sprechen. "Aber zweimal Happy Birthday reichen auch", so der Dekan.

 

Einladung zum Gebet

Täglich um 12 Uhr wird durch das Läuten der Kirchenglocken in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, zu dem der Kirchenkreis Schmalkalden gehört,  zum gemeinsamen Gebet eingeladen. Für alle Menschen in Angst und Sorge, für die, die in Quarantäne leben, für die im Gesundheitsamt Tätigen, die vor großen Herausforderungen stehen und für die Sterbenden. Aufgrund der Coronakrise finden zurzeit keine Gottesdienste, kirchliche Veranstaltungen oder Kreise statt.

Lesen Sie dazu auch:

Videobotschaften aus der Kirche: Schmalkalder Dekan ruft zu Menschlichkeit auf

 
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Redaktion
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Veröffentlicht am:
03. 05. 2020
19:18 Uhr

Aktualisiert am:
03. 05. 2020
19:20 Uhr

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03. 05. 2020
19:18 Uhr

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03. 05. 2020
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