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Kommunen richten Nothilfe ein und schalten Rufnummern

In mehreren Kommunen sind Hilfsaktionen für Bedürftige angelaufen, ab sofort sind separate Telefonnummern geschaltet. Bürgermeister rufen Bürger dazu auf, in den Häusern zu bleiben.



Nur kurz fürs Foto zusammengerückt: Bürgermeister Markus Böttcher, Beigeordnete Jana Endter sowie Florian Losch und Maria Walther vom Ordnungsamt gehören zum Organisationsteam in Steinbach-Hallenberg. Auch in anderen Orten werden solche Strukturen aufgebaut.	Foto: fotoart-af.de
Nur kurz fürs Foto zusammengerückt: Bürgermeister Markus Böttcher, Beigeordnete Jana Endter sowie Florian Losch und Maria Walther vom Ordnungsamt gehören zum Organisationsteam in Steinbach-Hallenberg. Auch in anderen Orten werden solche Strukturen aufgebaut. Foto: fotoart-af.de  

Region - "Bleiben Sie bitte zu Hause, wenn Sie nicht wirklich dringende Besorgungen zu erledigen haben", sagt Steinbach-Hallenbergs Bürgermeister Markus Böttcher. "Noch immer halten sich viele nicht daran, wir hören das von vielen Seiten, aus der Stadt und den Ortsteilen."

Telefonnummern und Hinweise

Helfer und Hilfsbedürftige können ab sofort separate Nummern der Telefonbereitschaft in folgenden Kommunen erreichen:

Steinbach-Hallenberg:

(03 68 47) 3 80 47;

Floh-Seligenthal:

(0 36 83) 4 08 83

In Floh-Seligenthal sowie für Breitungen, Fambach und Roßdorf wird ein Einkaufs-Service eingerichtet:

Breitungen: (03 68 48) 88 20 oder per Mail: info@breitungen.de

Brotterode-Trusetal : (mit Anrufbeantworter): (03 68 40) 40 19 19

Hilfsbedürftig sind Ältere und Alleinstehende, krankheitsbedingte Risikogruppen, Rückkehrer aus Risikogebieten, unter Quarantäne stehende Menschen oder solche in anderen möglichen Problemsituationen.

Gesucht werden Helfer, um bestimmte Infrastrukturen und Hilfemaßnahmen auch weiterhin zu gewährleisten.

Hinweise: Zuhause bleiben; Kontakt nur mit Abstand; Besuche vermeiden, aber in Verbindung bleiben; Alten und Kranken mit Einkäufen helfen; Übergabe ohne Körperkontakt;

 

Ausgerechnet in der Risikogruppe der älteren Menschen sei das Bewusstsein mitunter noch zu gering ausgeprägt. Es leuchte ein, dass der Kommunikationsbedarf groß sei. Menschen gehen auf Friedhöfe oder wegen eines Stücks Butter in den Supermarkt, um dort miteinander ins Gespräch zu kommen, ohne dabei auf ausreichenden Abstand zu achten.

 

Unsichtbare Gefahr

Es gebe die Meinung, schon andere Katastrophen überstanden zu haben, was bei der aktuellen zu teils fatalem Fehlverhalten führe. Mit Aushängen weise man nun noch einmal auf die richtigen Verhaltensregeln hin. "Viele nehmen die Gefahr nicht ernst, weil man sie nicht sehen, hören oder fühlen kann. Aber sie ist da", sagt der Stadtchef. Mit der angelaufenen Rückholaktion von 100 000 Deutschen aus dem Ausland rechne er mit einer Rückreisewelle, die das Risiko noch einmal steigen lasse.

Um die Hilfe in den Kommunen besser zu organisieren, werden derzeit vielerorts Strukturen aufgebaut. Separate Telefonnummern sind geschaltet (siehe Info-Kasten).

Hier können sowohl Menschen anrufen, die Hilfe benötigen, als auch solche, die ihre Hilfe anbieten wollen. Markus Böttcher bittet dringend darum, nur diese Nummer zu nutzen. Zum Teil laufen bereits die Drähte auf Privatanschlüssen Verantwortlicher heiß, das erschwere die Arbeit unnötig. Denn nicht jeder sei ständig im Einsatz. Die Nothilfe-Nummer sei immer auf den gerade Bereitschafthabenden umgeleitet, auch am Wochenende, versichert er. Dort kann auch ein wichtiges Formular für Helfer abgerufen werden. Das erleichtere die Organisation ungemein, ergänzt Jana Endter, zweite Beigeordnete und Mitglied des Organisationsteams.

Corona-Krisenstab

In Floh-Seligenthal wurde ein Corona-Krisenstab gebildet. Ihm gehören der erste Beigeordnete Peter Frank, Ortsbrandmeister Michael Eck, Kämmerer Thomas Holland-Nell, Hauptamtsleiter René Panhans, Peter Fräbel und Susann Mäder an. Die Treffen finden mindestens zweimal in der Woche statt und dienen der Umsetzungen der Landkreisverordnungen in den Orten.

"Ich denke, man kann sagen, dass die Arbeit im Ausschuss sehr konstruktiv, zielführend und unaufgeregt verläuft. Der ehrenamtliche Beigeordnete, Peter Frank, hat während der Abwesenheit des Bürgermeisters alle Fäden in der Hand und meistert seine Aufgaben souverän, sagt Hauptamtsleiter René Panhans.

Einkaufs-Service

In Brotterode-Trusetal und Teilen Breitungens ist über die Telefonnummern bisher der jeweilige Einkaufs-Service der Kommune zu erreichen.

Die Gemeinde Breitungen bietet für Bürger aus Breitungen, Fambach und Roßdorf Unterstützung an. Personen, die wegen freiwilliger oder angeordneter Quarantäne nicht selbst einkaufen gehen können und auch keine Bekannten haben, die ihnen Waren vor die Tür stellen, können sich bei der Gemeinde melden. Ab Montag, 23. März, wird ein Versorgungsdienst angeboten (Kontakte im Info-Kasten). Es kann eine Einkaufsliste für eine Woche übermittelt werden. Die Sachen werden in einem Einkaufsmarkt zusammengestellt und von einem Gemeindemitarbeiter an die Haustür geliefert, beschreibt Bürgermeister Ronny Römhild. Bezahlt werde per Einzugsermächtigung an die Gemeinde. Hamsterkäufe würden nicht unterstützt und seien auch nicht nötig. Nach sechs Tagen werde wegen dem nächsten Einkauf wieder Kontakt aufgenommen.

Die Gemeinde Rosa mit ihrem Ortsteil Georgenzell habe sich dem Breitunger Versorgungsdienst nicht angeschlossen, teilte Römhild weiter mit. uf/wlm

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Veröffentlicht am:
20. 03. 2020
19:02 Uhr

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20. 03. 2020
19:02 Uhr



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