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Schmalkalden

Gedanken in der Krise: Anstand heißt Abstand

Corona könnte so etwas wie das Pendant zum Euro werden. Die Leidwährung zur Leitwährung, aktuell logischerweise inflationär gebraucht. Und Corona wird nicht nur Menschen, sondern auch die Wirtschaft anstecken. Die wird nicht mehr vibrieren, sondern fiebern.



Corona könnte so etwas wie das Pendant zum Euro werden. Die Leidwährung zur Leitwährung, aktuell logischerweise inflationär gebraucht. Und Corona wird nicht nur Menschen, sondern auch die Wirtschaft anstecken. Die wird nicht mehr vibrieren, sondern fiebern.

In der Lokalredaktion Schmalkalden ist Corona seit Ende Februar ein großes Thema. Fast allen war da grundsätzlich klar, was auf uns zurollt. Auch, weil sich der Virologe Christian Drosten so klar geäußert hatte. Wir glauben, wie Greta Thunberg, der Wissenschaft. Und fast zeitgleich meldeten sich auch Freunde aus dem Ausland, durchaus in Sorge. Mehr als drei Wochen ist das nun her.

Die Redaktion hat sofort ihre Schlüsse gezogen. Die Hygieneregeln haben sich echt gewaschen, ohne dass es mit dem Desinfizieren übertrieben wird. Wasser, Seife, Papiertuch reichen aus, obwohl der Spender mit dem Mittelchen (schon seit Jahren) genutzt wird.

Bei den Konferenzen wird Abstand gehalten, da ist viel Luft zwischen uns. Einige Kollegen arbeiten teils von zu Hause, es sind absichtlich weniger Leute anwesend. Bei der Recherche gilt: Wir fahren raus und telefonieren rein. Direkter Kontakt heißt allenfalls Blickkontakt, aber nicht Händeschütteln.

Wie bei dem Leser, der zum Berthold wollte. Ausgestreckter Arm, keinen Schritt näher! Der war völlig erschrocken. "Aber Sie müssen doch keine Angst vor mir haben!" Doch, Berührungsangst.

Beruflich ist einiges anders, privat auch: Die Geburtstagsfete für meine Frau ist schon vor drei Wochen sicherheitshalber abgesagt worden. Die holen wir im Sommer oder Herbst nach oder feiern 2021 ein Fest der Lebensfreude. Die Blumen hat sie auch früher bekommen, die Geschäfte könnten schließlich schließen. Besuche in der Familie werden reduziert. Joggen und Radfahren mag ich eh nur alleine. Und beim Einkaufen, nun ja, warte ich, dass mir möglichst niemand zu nahe kommt.

Corona als Leidwährung? Ganz schlimm muss es nicht werden. Liebe Schmalkalder, seid doch mal ein paar Wochen distanzierter und verhaltet euch anständig. Anstand heißt in diesen Tagen Abstand!

Autor

Thomas Heigl
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Veröffentlicht am:
22. 03. 2020
18:02 Uhr

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Autor

Thomas Heigl

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Veröffentlicht am:
22. 03. 2020
18:02 Uhr



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