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Schmalkalden

Floh-Seligenthal: Private Holzhauer aus Gemeindewald verbannt

Schmalkalden - Der Schmalkalder Forstamtsleiter Dominik Hessenmöller ist in größter Sorge um den Wald. Der Floh-Seligenthaler Bürgermeister verbietet darum jeglichen privaten Holzeinschlag im Gemeindewald.



Schmalkalden - Der Schmalkalder Forstamtsleiter Dominik Hessenmöller ist in größter Sorge um den Wald. "Der Wald wird sein Gesicht verändern, wir werden ihn in drei Wochen kaum wiedererkennen", sagte Hessenmöller, der an Radfahrer und Spaziergänger appelliert, bei arbeitenden Forstmaschinen Geduld mitzubringen und Abstand zu halten. Es gäbe leider eine Reihe von Menschen, die sich an Harvestern und Rückeschleppern unbedingt vorbei drängeln wollten.

Doch wo es gefährlich werde, ende die persönliche Freiheit. "Einige Leute begeben sich in große Lebensgefahr, die Holzhauer erzählen die haarsträubendsten Geschichten. Dabei machen die doch Platz. Zwei drei Minuten kann jeder warten."

Der Floh-Seligenthaler Bürgermeister Ralf Holland-Nell (CDU) hat unterdessen drastische Maßnahmen ergriffen. "Ich habe heute morgen mit dem Förster abgestimmt, dass ab sofort jeglicher privater Holzeinschlag im Gemeindewald verboten ist", sagte Holland-Nell der Redaktion. "Nichtsdestotrotz sollte eigentlich jedem klar sein, wie man sich bei diesem Wetter im Wald zu verhalten hat"

In weiteren Teile des Forstamtes Schmalkalden galt am Freitagmorgen noch die zweithöchste Waldbrandstufe 4, in Höhenlagen Stufe 3. Die für das Wochenende erwarteten Niederschläge und der Temperatursturz dürften etwas Entspannung bringen, die Situation aber nicht grundlegend ändern. Hessenmöller rechnet mit großen Mengen an Schadholz, bei den Hauptbaumarten Fichte und Buche. Das genau Ausmaß werde aber erst im September sichtbar. th

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Veröffentlicht am:
26. 07. 2019
10:47 Uhr

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Veröffentlicht am:
26. 07. 2019
10:47 Uhr



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