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Werra-Bote

Weitere Verbotsschilder gegen das Chaos auf der B 19

Die Bauarbeiten an der B 19 zwischen Schwallungen und Wasungen haben pünktlich begonnen - damit auch ein Verkehrschaos in Wasungen und Schwallungen sowie auf der Verbindungsstraße zwischen beiden Orten.



Die Kreuzung am Wasunger Rathaus ist schon in normalen Zeiten eine kritische Engstelle. Am Mittwoch kreuzten sich dort mehr als sonst üblich die dicken Brummis. Neben dem regionalen Verkehr kamen viele von ihnen über Schwallungen nach Wasungen. Besondere Rücksichtnahme aller war hier gefragt. Fotos (2): Eva Gebhardt
Die Kreuzung am Wasunger Rathaus ist schon in normalen Zeiten eine kritische Engstelle. Am Mittwoch kreuzten sich dort mehr als sonst üblich die dicken Brummis. Neben dem regionalen Verkehr kamen viele von ihnen über Schwallungen nach Wasungen. Besondere Rücksichtnahme aller war hier gefragt. Fotos (2): Eva Gebhardt  

Wasungen/Schwallungen - Im Auftrag des Straßenbauamtes Südwestthüringen mit Sitz in Zella-Mehlis wird derzeit der gut drei Kilometer lange Straßenabschnitt der Bundesstraße 19 zwischen Wasungen und Schwallungen erneuert. Die Baustelle beginnt hinter dem Ortsschild der Fachwerkstadt und endet an der Kreuzung mit dem Abzweig nach Bonndorf. Aus Richtung Breitungen kommend ist die weiträumige Umfahrung, die über Schmalkalden, Viernau, Schwarza, Rohr nach Meiningen sowie Wasungen und umgekehrt führt, gleich hinter der Niederschmalkaldener Brücke ausgeschildert. Dennoch haben auch am Mittwoch ungezählte Lkw das Umleitungsgebot missachtet, was zeitweilig zu teils chaotischen Zuständen auf der Straße geführt hat - vor allem in Wasungen und Schwallungen sowie auf der verbindenen Landstraße. Die ist nicht nur mit zahlreichen engeren Kurven ausgestattet, sondern auch als Radweg ausgeschildert. Etliche Radtouristen, die dort entlangfuhren, werden dieses Teilstück des Werratalradweges sicher in keiner guten Erinnerung behalten. Viele der Lkw sorgten für teils gefährliche Situationen.

Derweil hatte sich die Lage im Wasunger Ortsteil Bonndorf am Mittwoch etwas beruhigt. Anfang der Woche noch hatten zahlreiche Autofahrer versucht, auf Schleichwegen über Bonndorf nach Wasungen zu gelangen. Die Stadt Wasungen ist zwar nicht Träger der Straßenbaumaßnahme, hat aber reagiert und am Abzweig von der B 19 nach Bonndorf ein Sackgassenschild aufgestellt. Das hat offenbar schon Wirkung gezeigt.

Jenseits von Gut und Böse

Zudem wurde am Ortseingang vorsichtshalber noch ein 30-Stundenkilometer-Gebotsschild aufgestellt, informierte Wasungens Bürgermeister Thomas Kästner auf Nachfrage von Meininger Tageblatt - für den Fall, dass sich doch noch einmal jemand nach Bonndorf verirrt. "Die Geschwindigkeiten, die hier zeitweise gefahren wurden, befanden sich jenseits von Gut und Böse", sagte er.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Verwaltungsgemeinschaft stünden in engem Kontakt zum Straßenbauamt Südwestthüringen. "Wir werden jedoch mit allen Schildern dieser Welt nicht den letzten Unvernünftigen erreichen", gibt er zu bedenken. Der Wasunger Ortschef bittet deshalb zugleich alle Verkehrsteilnehmer in dieser schwierigen Situation, die nunmal Bauarbeiten an einer solchen Hauptverkehrsader mit sich bringen, um Besonnenheit.

In der Gemeinderatssitzung am Dienstag in Schwallungen war die Problematik ebenfalls Thema. Bürgermeisterin Martina Pehlert hatte zuvor beim Straßenbauamt Beschwerde eingelegt. Sie kritisierte die Entscheidung zur Straßensperrung und der damit verbundenen Umleitung. Vertreter der Behörde wären am Dienstag vor Ort gewesen, hatte VG-Bauamtsleiter Sebastian Möller von der VG Wasungen - Amt Sand in der Gemeinderatssitzung berichtet. Diese hätten nachmittags binnen einer Stunde etwa 100 Lkws gezählt. Im Ergebnis dessen soll die Ausschilderung verbessert werden. Am Mittwoch stellte sich die Situation nicht viel anders dar.

Mit Verbotsschildern für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen will man nun die Situation entkrampfen. Die Schilder sollen zeitnah an der B 19 aufgestellt werden, sagte Polizeihauptkommissar Stefan Schlott von der Polizeiinspektion Schmalkalden-Meiningen gegenüber der Heimatzeitung. Sie sollen so platziert werden, dass die Lkw-Fahrer rechtzeitig reagieren und die ausgeschilderte Umleitung wählen, sodass sie erst gar nicht nach Schwallungen fahren. Die innerörtliche kleine Umgehung ist eigentlich lediglich für Pkw gedacht. Ganz verbannt werden kann der Lkw-Verkehr wegen des notwendigen Zulieferbetriebes allerdings nicht. Aber die letzten Tage waren eine extreme Belastung - sowohl für die Verkehrsteilnehmer als auch die Anwohner.

Etliche Lastwagenfahrer, die das Umleitungsgebot an der Brücke in Niederschmalkalden übersehen oder ignoriert haben, versuchten auch am Mittwoch über den Kreisel am Gewerbegebiet nach Schwallungen fahren. Ob sie ortskundig waren und die Umleitung umgehen wollten oder das Navigationsgerät diese Alternative anbot, bleibt offen.

Am Kreisel war zudem die Einfahrt in den Ort gesperrt. Allerdings geschah dies nicht im Zuge der Bauarbeiten auf der B 19, sondern wegen eines Wasserrohrbruchs, der noch am Mittwoch repariert werden sollte, erklärte Stefan Schlott von der Polizei in Meiningen.

Richtig eng

Nach der Umrundung des Kreisels fuhren die Lastwagen wieder hinauf zur B 19, um schließlich die Ortseinfahrt von dort aus direkt nach Schwallungen zu nutzen. Mancher Anwohner mag sich wieder in Zeiten zurückversetzt gefühlt haben, als es die Ortsumgehung Schwallungen noch nicht gab. Denn in der Dorfmitte wurde es dann richtig eng - vor allem im Begegnungsverkehr von mehreren Lkw. Viele von ihnen nahmen den Weg weiter über die Werrabrücke Richtung Schwarzbach/Wasungen und den Bahnübergang, wobei es auch hier wegen der entgegenkommenden Fahrzeuge, die aus Schwallungen herauswollten, oftmals sehr eng zuging.

Besonderes Fahrgeschick und gegenseitige Rücksichtnahme von Lkw- und Pkw-Fahrern waren an der Rathaus-Kreuzung in Wasungen gefragt, wo sich mehr als sonst üblich die dicken Brummis kreuzten, die sowohl aus Richtung Meiningen als auch Schwallungen oder der Rhön kamen. Schon ohne Baustelle ist dies ein besonders enger Verkehrsknotenpunkt.

 
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Eva Gebhardt
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Veröffentlicht am:
04. 07. 2018
17:44 Uhr

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Eva Gebhardt

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Veröffentlicht am:
04. 07. 2018
17:44 Uhr



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