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Meiningen

Notlandung im Weidtal gelang ohne Blessuren

Glimpflich verlaufen ist die Notlandung eines Segelflugzeugs am Sonntagnachmittag im Weidtal. Der Pilot aus Marbach nutzte eine Wiese zwischen Ober- und Unterweid als Landebahn.



Zwar nennen die Oberweider die Aussichtsplattform Noahs Segel ihr Eigen, einen Segelflugplatz gibt es allerdings bislang nicht im Weidtal. Dennoch musste ein solches Fluggerät dort am Sonntag einen unfreiwilligen Zwischenstop auf einer Wiese einlegen. Am Abend wurde das Flugzeug auf die Straße geschoben, zerlegt und in einem speziellen Anhänger abtransportiert. Im Hintergrund das Gewerbegebiet von Oberweid. Foto: Günther Bräutigam
Zwar nennen die Oberweider die Aussichtsplattform Noahs Segel ihr Eigen, einen Segelflugplatz gibt es allerdings bislang nicht im Weidtal. Dennoch musste ein solches Fluggerät dort am Sonntag einen unfreiwilligen Zwischenstop auf einer Wiese einlegen. Am Abend wurde das Flugzeug auf die Straße geschoben, zerlegt und in einem speziellen Anhänger abtransportiert. Im Hintergrund das Gewerbegebiet von Oberweid. Foto: Günther Bräutigam   » zu den Bildern

Oberweid - Zwar gab es im vergangen Jahrhundert auch im Thüringer Teil der Rhön ein reges Interesse an der Segelfliegerei, doch diese Zeiten sind - bis auf die Modellfliegerei natürlich - eigentlich vorbei. Umso mehr staunten Augenzeugen, als am Sonntagnachmittag im Weidtal zwischen Oberweid und dem Kaltennordheimer Ortsteil Unterweid plötzlich auf einer Wiese an der Verbindungsstraße zwischen den Dörfern ein einsitziges Segelflugzeug landete.

Der Pilot war im hessischen Marbach gestartet, immerhin rund 120 Kilometer Luftlinie entfernt, und bekam offensichtlich über den Rhönorten Probleme mit den für den Flug nötigen Aufwinden. Anwohner sahen die Maschine zuvor einige Zeit am Himmel kreisen, offenbar, um wieder an Höhe zu gewinnen, was aber letztlich erfolglos blieb. Und durchstarten mittels Motorkraft und Propeller geht bei einem reinen Segler bekanntlich nicht. Die Notlandung gelang recht problemlos, Pilot und Fluggerät blieben unversehrt. Der Segelflieger stand eine Zeitlang am Straßenrand geparkt und diente als Fotomotiv - schnell hatte sich im Ort herumgesprochen, was passiert war und einige Anwohner schauten vorbei, ob etwa Hilfe benötigt wurde. Am Abend dann wurde das Flugzeug mit seiner beachtlichen Spannweite der Tragflächen von fachkundigen Personal und mit Unterstützung einiger spontan herbeigeeilter Oberweider zerlegt, auf dem mitgebrachtem speziellen Anhänger verstaut und abtransportiert.

Gummiseil als Starthilfe

Der Beitrag in der Heimatzeitung über die kürzlich abgerissene, mit einer interessanten Historie verbundene Segelflieger-Halle in Kaltensundheim veranlasste Karl-Friedrich Abe, in seinem Postkarten-Archiv zu suchen. Er fand diese Postkarte aus den 1930er-Jahren - mit einem Segelflieger, leider ohne Ortsangabe. Zu sehen ist aber das Gummiseil zum Losziehen des Fliegers "Weihe". Über den Einsatz desselben auf dem Leichelberg bei Kaltensundheim, wozu Muskelkraft vonnöten war, hatte Gerhard Möllerhenn erzählt.

Die nahe Wasserkuppe als höchster Berg der Rhön wird hingegen schon seit 1911 bis heute als Fluggelände genutzt. 1924 wurde dort die älteste Segelflugschule Deutschlands gegründet. tih/fr

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Veröffentlicht am:
18. 05. 2020
14:04 Uhr

Aktualisiert am:
18. 05. 2020
18:20 Uhr

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18. 05. 2020
14:04 Uhr

Aktualisiert am:
18. 05. 2020
18:20 Uhr



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