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Helfer retten Hund aus Kanalisation, Tierquäler schießen auf Katze

Glück und Unglück liegen oft so nah beieinander: Einen kleinen Jagdhund, der am Donnerstag in der Untermaßfelder Kanalisation festsaß, konnte die Feuerwehr retten. Ein Kater, auf den Tierquäler in Sülzfeld geschossen haben, musste eingeschläfert werden.



Wer tut so etwas?! Diesem Katerchen haben unbekannte Tierquäler in Sülzfeld in den Kopf geschossen. Das Tier musste eingeschläfert werden. Der Tierschutzverein erstattete Anzeige bei der Polizei und sucht Zeugen. Foto: privat
Wer tut so etwas?! Diesem Katerchen haben unbekannte Tierquäler in Sülzfeld in den Kopf geschossen. Das Tier musste eingeschläfert werden. Der Tierschutzverein erstattete Anzeige bei der Polizei und sucht Zeugen. Foto: privat   » zu den Bildern

Meiningen - Um die Mittagszeit entschied sich am Donnerstag das Schicksal zweier Tiere. Das eine hatte Glück, für das andere kam jede Hilfe zu spät. Die Meininger Feuerwehr wurde nach Untermaßfeld in die Amalienruher Straße gerufen, wo ein Hund das halbe Dorf zusammenbellte. Der kleine Kerl, ein Jagdhund, hatte offenbar einem anderen Tier nachgestellt bis zum Bach.

Von dort aus war der Vierbeiner rückwärts in die Kanalisation gekrochen. Als sich das Abwasserrohr aber verjüngte und es für den kleinen Ausreißer nicht mehr weiterging, konnte nur noch die Feuerwehr helfen. Beim Öffnen eines Gullydeckels sahen die Kameraden den herzzerreißend bellenden, eingezwängten Hund sofort. Zum Glück war er nicht richtig eingeklemmt, sodass ihn die Feuerwehr schnell aus seiner misslichen Lage befreien konnte. Verängstigt, aber wohlbehalten kam er wieder in die Arme seines Herrchens, der das Geschehen mit angesehen hatte.

Kater in Kopf geschossen

Zur gleichen Zeit spielte sich in Sülzfeld eine sehr traurige Geschichte ab. Dort saß ein junger schwarzer Kater mit kranken Augen und struppigem Fell auf der Straße. Die Autos machten einen Bogen um ihn. Eine Frau rief hilfesuchend den Tierschutzverein Meiningen an. Die Tierfreunde holten den Kater, der sein Mäulchen nicht mehr schließen konnte, in Sülzfeld ab. Offensichtlich litt er unter starken Schmerzen. In der tierärztlichen Obhut zeigte das Röntgenbild, dass mehrere Geschosse im Kopf des kleinen malträtierten Tierchens steckten. Der Tierarzt konnte nicht mehr für den schwarzen Unglückspilz tun, als ihn von den Schmerzen zu erlösen.

Der Tierschutzverein erstattete noch am Donnerstag Anzeige gegen Unbekannt wegen Tierquälerei. Zeugen, die mitbekommen haben, wer das Kätzchen so zugerichtet und vielleicht sogar schon häufiger auf Katzen geschossen hat, werden dringend gebeten, sich bei der Polizei (Tel. 03693/5910) oder beim Tierschutzverein in Meiningen (Tel. 03693/47 84 60) zu melden, damit dem Übeltäter das Handwerk gelegt werden kann. any

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Veröffentlicht am:
26. 04. 2018
14:40 Uhr

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26. 04. 2018
14:40 Uhr



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