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Meiningen

Den zwei Seiten einer Mauer im Dienst begegnet

Oft haben wir sie. Manchmal wollen wir sie. Aber brauchen wir sie? Wie sieht es mit Mauern in deinem Leben aus? Heute beantwortet Hans-Jürgen Herbst aus Meiningen, der von 1976 bis 2017 in der Justizvollzugsanstalt Untermaßfeld tätig war, diese Fragen aus seiner ganz persönlichen Sicht.



Hans-Jürgen Herbst. Foto: Dorothea Brandt
Hans-Jürgen Herbst. Foto: Dorothea Brandt  

Oft haben wir sie. Manchmal wollen wir sie. Aber brauchen wir sie? Wie sieht es mit Mauern in deinem Leben aus? Heute beantwortet Hans-Jürgen Herbst aus Meiningen, der von 1976 bis 2017 in der Justizvollzugsanstalt Untermaßfeld tätig war, diese Fragen aus seiner ganz persönlichen Sicht:

Mauern begegnete ich während meinen 41 Dienstjahren ganz nah - als Landesbeamter im Justizvollzug. Der Justizvollzug hat in der Gesellschaft eine Schlüsselfunktion. Seine Aufgabe ist nicht nur der Schutz der Gesellschaft vor Straftätern, sondern auch die Resozialisierung der Menschen, die straffällig geworden sind und zu einer Haftstrafe verurteilt wurden. Ich erlebte, dass ein und dieselbe Mauer von zwei Seiten aus betrachtet und erfahren werden kann. Ich war und bin auf der Seite der Mauer, in der Gesellschaft und frei, kann gehen wohin ich mag und meine eigenen Interessen verfolgen. Jeden Tag wechselte ich zwischen den Welten durch das Tor hin und her. Die Inhaftierten könnten diese Mauer nicht überwinden und sind zum Schutz der Gesellschaft aus gutem Grund auf dieser Seite. Sie sind nicht freiwillig im Gefängnis und haben in ihrem sozialen Umfeld oftmals Konflikte nur mit Gewalt oder Aggressivität lösen können. Manche dieser Verhaltensmuster behielten sie auch im Gefängnis bei. Der herausfordernde Gefängnisalltag war und ist darauf ausgelegt, Straftäter wieder und die Gesellschaft entlassen zu können. Beamte, Lehrer, Handwerksmeister, Sozialpädagogen, Psychologen und Ärzte arbeiten gemeinsam daran, dass aus jenen, die hinter den Gefängnismauern sitzen, wieder Personen werden, die eines Tages ebenfalls durch das Tor gehen können. Auf die andere Seite - in ein selbstbestimmtes Leben.

 

Bis Dezember werden sich im Rahmen des Projektes wöchentlich unterschiedliche Teilnehmer aus Meiningen und der näheren Umgebung der Herausforderung stellen, eine Antwort auf die Frage "Wie sieht es mit Mauern in deinem Leben aus?" zu formulieren.

Die Antworten aller Projektteilnehmer sind hier nachzulesen.

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Veröffentlicht am:
22. 03. 2019
16:44 Uhr

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