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Meiningen

Corona: Meininger Stadtrat beschließt Hilfsprogramm

Der Meininger Stadtrat hat am Dienstagabend ein thüringenweit einmaliges Hilfsprogramm mit einem Finanzvolumen von rund 500.000 Euro verabschiedet, um ortsansässigen Einzelhändlern, Gastronomen und Dienstleistern ebenso wie Kulturschaffenden in der Corona-Krise beizustehen.



Meiningen - Der Meininger Stadtrat hat am Dienstagabend ein thüringenweit einmaliges Hilfsprogramm mit einem Finanzvolumen von rund 500.000 Euro verabschiedet, um ortsansässigen Einzelhändlern, Gastronomen und Dienstleistern ebenso wie Kulturschaffenden in der Corona-Krise beizustehen. Der Beschluss, der auf eine gemeinsame Initiative aller Fraktionschefs sowie der Werbegemeinschaft zurückgeht, wurde einstimmig gefasst. Meininger Gewerbetreibende, die während der Pandemie auf behördliche Anweisung ihr Geschäft schließen mussten, können bis Jahresende unbürokratisch städtische Zuschüsse von bis zu 3000 Euro erhalten. Die Unterstützung soll ab Juli in monatlichen Raten ausgezahlt werden, Anträge können ab sofort gestellt werden. Die Formulare sind auf der städtischen Homepage online abrufbar.

Die Stadt will bis Jahresende die Hälfte der Miete der Meininger Geschäftsleute tragen. Die Förderhöchstsätze unterscheiden sich nach Lage des Geschäftes: Gewerbetreibende in der Innenstadt können mit bis zu 500 Euro im Monat und somit mit maximal 3000 Euro bis Jahresende rechnen. In allen anderen Stadtgebieten liegt der monatliche Höchstzuschuss bei 300 Euro, also bei insgesamt bis zu 1800 Euro bis Jahresende. Geschäftsleute in den Ortsteilen profitieren genauso von der Förderung.

Wer seinen Laden in den eigenen vier Wänden betreibt, geht ebenfalls nicht leer aus. Statt eines Mietzuschusses steht eine Finanzspritze von 5 Euro (Innenstadt) oder 3 Euro (sonstiges Stadtgebiet) pro Quadratmeter Gewerbefläche in Aussicht. Auch hier liegen die Höchstsätze bei monatlich 300 bzw. 500 Euro, die bis Jahresende gezahlt werden. Förderanträge müssen bis Ende Juni bei der Stadtverwaltung gestellt werden. Mit der Finanzhilfe sollen Arbeitsplätze und wirtschaftliche Existenzen gesichert sowie Leerstände von Läden und Büroräumen vermieden werden.

Neben diesen Zuschüssen stundet die Stadt auf Antrag bis Jahresende zinsfrei die Gewerbesteuer 2020. Sie erlässt zudem die Sondernutzungsgebühr. Damit können Gaststätten und Cafés auf öffentlichen Flächen vor ihrer Tür Tische und Stühle gratis aufstellen. Läden müssen keine Gebühren zahlen, wenn sie ihre Waren auf Stadtflächen präsentieren. Auch bei mobilen Werbeschilder im öffentlichen Raum verzichtet die Stadt bis Jahresende auf eine Gebühr.

Bei ihrem Corona-Programm hat die Stadtpolitik auch die Kulturschaffenden im Blick, die durch den Ausfall aller öffentlicher Veranstaltungen finanziell schwer gebeutelt sind. Meiningen hat deshalb einen Kulturfonds für Meininger Künstler und Veranstalter in Höhe von 50.000 Euro aufgelegt. Mit dem Geld soll das Kulturleben in der Kunst- und Kulturstadt angefacht werden, wovon auch die Einwohner profitieren.

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Veröffentlicht am:
02. 06. 2020
19:52 Uhr

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