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Beim Erklimmen von Mauern Neues entdecken

Oft haben wir sie. Manchmal wollen wir sie. Aber brauchen wir sie? Wie sieht es mit Mauern in deinem Leben aus? Heute beantwortet Madlen Kehr aus Meiningen diese Fragen aus ihrer persönlichen Sicht.



Madlen Kehr.	Foto: D. Brandt
Madlen Kehr. Foto: D. Brandt  

Oft haben wir sie. Manchmal wollen wir sie. Aber brauchen wir sie? Wie sieht es mit Mauern in deinem Leben aus? Heute beantwortet Madlen Kehr aus Meiningen diese Fragen aus ihrer persönlichen Sicht:

Mauern sind feste Bauwerke, hart und massiv. Der größte Teil der Bevölkerung verbindet Mauern mit der Mauer, die es in Deutschland gab, da ich aber zu dieser Zeit noch nicht auf dieser Welt war, ist es für mich ein Teil Geschichte, aber mehr nicht.

Mauern verbindet man mit Schutz und Sicherheit. Schutz vor Witterung, Einbrechern und wilden Tieren, für die andere Seite der Mauer ist sie ein Hindernis.

Ich persönlich verbinde Mauern mit zwischenmenschlichen Hindernissen, die ebenso dem Schutz dienen, aber auch genauso hinderlich sein können. Für mich gibt es zwei Menschentypen: Die einen schauen gerne über diese Mauern und entdecken Neues, die anderen verstecken sich dahinter und blockieren damit alles Neue und sind vermeintlich in Sicherheit.

Ich selbst bin der neugierige, manchmal sogar unerschrockene, auch etwas naive Typ, der gerne über Mauern schaut und sich interessiert, was sich hinter der Mauer beziehungsweise den Menschen verbirgt. Noch habe ich keine wirklich schlechten Erfahrungen damit gemacht, zum Glück.

Die Mauern der Menschen sehen aber auch verschieden aus. Manche schrecken mich ab. Es gibt höhere Mauern und niedrigere Mauern. Da braucht man manchmal länger und muss vielleicht eine größere Hürde nehmen, weil die Mauer weiter oben ein paar Gucklöcher hat. Man darf aber trotz alledem nicht verheimlichen, das es diejenigen gibt, die noch Stacheldraht oben auf ihrer Mauer haben - das sind aber sehr seltene Exemplare.

Meine letzte persönliche Erfahrung ist die mit Armani, ich habe für ein freies Fotoprojekt ein Model mit Kopftuch gesucht und über eine Freundin eine Handynummer vermittelt bekommen. Keine Angst vorm Kopftuch, habe ich mir als Thema gesetzt und wollte endlich meine Behauptung, dass ich so wahnsinnig tolerant bin, belegen. Am Anfang war ich natürlich vorsichtiger. Was ich wohl alles fragen darf? Und was sie mir wohl antworten würde? Ich wurde sehr positiv überrascht von den ehrlichen Antworten und glaube, dass daraus eine kleine Freundschaft entstanden ist. Wir waren nach dem Fotoprojekt mit ihren Töchtern spazieren und schreiben uns immer mal, wenn sie eine Frage hat.

Ich habe mir einmal ein Kopftuch aufsetzen lassen und besitze jetzt selbst eines, das sie mir geschenkt hat. Das ist ein Beispiel für mich, dass ich als Mauer-Erklimmerin viel Positives entdecken kann sowie auf diese Weise tolle Dinge und Menschen kennenlerne.

Alle anderen Teile der Serie lesen Sie hier.

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Veröffentlicht am:
28. 06. 2019
12:32 Uhr

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12:32 Uhr



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