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Ilmenau

Zu wenig Geld für Schwangerenberatung?

Die Pauschale des Freistaates für Schwangerschaftsberatung findet der Landtagsabgeordnete Andreas Bühl zu niedrig. Er fordert Abhilfe und den Erhalt der Außenstelle in Ilmenau.



Ilmenau - Zur Problemlage der geschlossenen Schwangerschaftsberatungs-Außenstelle in Ilmenau hatte Ilmenaus Stadtrat und Landtagsabgeordneter Andreas Bühl bereits vor einigen Wochen eine Anfrage an die Landesregierung gerichtet. Aus der Antwort des Sozialministeriums von Staatssekretärin Ines Feierabend (Linke) weist Bühl auf einen seiner Meinung nach entscheidenden Abschnitt hin: "Die Sach- und Verwaltungsausgaben werden für das gesamte Beratungsangebot des Trägers über eine Pauschale in Höhe von 16 000 Euro pro Vollzeitbeschäftigteneinheit und Beratungsfachkraft erstattet. In der Erstattung sind grundsätzlich Ausgaben sowohl für Hauptstellen als auch für Außenstellen von anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen zuwendungsfähig."

Nach Bühls Auffassung bestätigt das die Aussagen des Marienstift-Direktors Andreas Müller, dass sich die Landesregierung in den letzten Jahren um diesen Bereich nicht genug gekümmert habe. "16 000 Euro für das komplette Beratungsangebot pro Jahr und mit allen Außenstellen ist zu wenig", meint Bühl, "deshalb ist mein dringender Appell an Sozialministerin Heike Werner (Linke), hier Abhilfe zu schaffen, damit diese Angebote erhalten bleiben können."

Die Außenstelle der Schwangerschaftsberatung in Ilmenau wurde im Juli geschlossen. Träger ist das Marienstift Arnstadt, welches auch die Hauptstelle in Arnstadt betreibt und mit der Schließung Sachkosten einstellen will. Bühl hatte zur Angelegenheit mehrere Fragen ans Sozialministerium der Landesregierung gestellt. Aus den Antworten (die Freies Wort vorliegen) geht hervor, dass die Schwangerschaftskonfliktberatung bundesweit ein präventives Angebot zur Vermeidung von Schwangerschaftskonflikten unterbreitet. Originaltext: "Liegt eine Not- und Konfliktlage einer Schwangeren vor und erwägt die Schwangere den Abbruch der Schwangerschaft, ist Voraussetzung, dass die Schwangere zuvor eine Schwangerschaftskonfliktberatung in Anspruch nimmt, um einen Straftatbestand zu vermeiden."

Für die Beratung übernimmt die Landesregierung nach eigenen Angaben vollständig die Personalkosten sowie Sach- und Verwaltungsausgaben bis zu 80 Prozent. Das Beratungsangebot des Marienstiftes in Arnstadt sei wichtig zur Absicherung der Schwangerschaftskonfliktberatung in Mittelthüringen. Die Außenstelle Ilmenau sei aber ein freiwilliges Angebot des Trägers gewesen. Laut Schwangerschaftskonfliktgesetz sind wohnortnahe Beratungsstellen vorzuhalten, die mit Bus oder Bahn an einem Tag erreichbar sind, so das Ministerium mit dem Zusatz: Aus Gründen der Anonymität suchen Frauen aber oft keine nahe gelegene Beratungsstelle auf.

Weiter heißt es im Schreiben: Die Entscheidung, ob die Beratung in Arnstadt oder Ilmenau fortgesetzt wird, obliege allein dem Träger Marienstift. Die Standorte Ilmenau und Arnstadt seien aber gleichermaßen geeignet. Das Ministerium bat den Träger, zu prüfen, ob Außensprechstunden in geeigneten Ilmenauer Räumen machbar sind - wozu das Marienstift aktuell aus Kostengründen keine Möglichkeit sieht. Auch in den meisten der 23 anderen Thüringer Kreise und Städte gibt es nur eine Schwangerenberatungsstelle. Ausnahmen sind mit je zwei Beratungsstellen Schmalkalden-Meiningen sowie die Landkreise Unstrut-Hainich, Eichsfeld, Saale-Orla und Greiz. app

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Veröffentlicht am:
24. 09. 2019
16:46 Uhr

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24. 09. 2019
16:46 Uhr



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