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Ilmenau

Viele Hürden vor der Verköstigung der Wanderer

Für Irritationen sorgte am Himmelfahrtstag die unterschiedliche Handhabung bei den Versorgungsangeboten für Wanderer.



Geratal - Beispielsweise fragte eine Leserin, wie es sein kann, dass in einer Gemeinde einem Verein die Versorgung von Wanderern verwehrt werde, ein anderer Verein dies jedoch dürfe.

Eine Nachfrage beim Ordnungsamtsleiter der Gemeinde Geratal, Ralf Elliger, ergab, dass das Verkehrs-, Ordnungs- und Gewerbeamt des Ilm-Kreises das vom Modellflugsportverein am 14. Mai vorgelegte Infektionsschutzkonzept nicht für ausreichend gehalten habe. "Ich habe dem Vereinsvorsitzenden deshalb mitgeteilt, dass das für die Versorgung mit Speisen und Getränken erforderliche Infektionsschutzkonzept überarbeitet und zur Prüfung durch das Gesundheitsamt bereitgehalten werden sollte. Die Gemeinde darf ein solches Konzept nicht prüfen. Das ist allein dem Gesundheitsamt vorbehalten", teilt der Ordnungsamtsleiter auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Der Waldbadverein Geschwenda habe bei der Gemeinde Geratal keine Veranstaltung/Versorgung angemeldet, so Elliger weiter. Er könne aber nicht sagen, ob diese direkt beim Gesundheitsamt des Ilm-Kreises angemeldet worden sei. "Aber ich habe den Vorstand des Waldbadvereins noch am 19. Mai mündlich darauf hingewiesen, dass ohne geprüftes Infektionsschutzkonzept keine Verköstigung mit Speisen und Getränken erfolgen darf." Grundsätzlich seien öffentliche Vergnügungen nach dem Ordnungsbehördengesetz mindestens eine Woche vorher schriftlich in der Gemeinde anzuzeigen und ein Infektionsschutzkonzept vorzulegen. Erfolge dies nicht rechtzeitig, ist selbst die kleinste öffentliche Vergnügung genehmigungspflichtig.

Genehmigung lag vor

Wie Geratals Bürgermeister Dominik Straube auf Anfrage sagte, habe sich der Waldbadverein Geschwenda für die Speisenversorgung am Himmelfahrtstag eine schriftliche Genehmigung beim Landratsamt eingeholt. Dies bestätigte auch Katja Döring vom Vereinsvorstand. Bereits Mitte April habe sie sich auf Anraten der Gemeindeverwaltung, die in Corona-Zeiten nicht zuständig sei, im Gesundheitsamt des Ilm-Kreises nach dem Prozedere erkundigt, das notwendig sei, um eine Speisen- und Getränkeversorgung für Wanderer anbieten zu können. Sie habe das notwendige Hygienekonzept eingereicht, das vom Amt auch bestätigt worden sei, sagte sie auf Anfrage. "Nachdem der Ordnungsamtsleiter uns darauf hingewiesen hat, dass keine Verköstigung am Himmelfahrtstag ohne Infektionsschutzkonzept erfolgen dürfe, habe ich noch einmal beim Gesundheitsamt des Ilm-Kreises vorgesprochen und mir die bereits mündlich ausgesprochene Genehmigung schriftlich bestätigen lassen. Wir hatten mit diesem Ausschank wirklich sehr viel Arbeit, um wirklich alle Punkte des Hygienekonzepts umzusetzen", sagte sie. Unter anderem sei sogar eine Wasserleitung bis an die Versorgungsstelle verlegt worden, die Vereinsmitglieder trugen alle Mund-Nase-Schutz, die Wege wurden gekennzeichnet und für Kuchen, Kaffee, Bratwurst oder Getränke gab es jeweils einen separaten Zugang ... Manch ein Gast fand diese Maßnahmen sogar übertrieben, so Döring. kru

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Veröffentlicht am:
27. 05. 2020
13:46 Uhr

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27. 05. 2020
13:46 Uhr



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