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Ilmenau

Maria Franczyk bleibt weitere fünf Jahre lang Ausländerbeauftragte

Überraschend deutlich ist Maria Franczyk am Donnerstag vom Stadtrat in ihrem Amt als Ausländerbeauftragte bestätigt worden. Sie erhielt in einer Kampfabstimmung 24 von 35 Stimmen.



Bürgermeisterin Beate Misch (links) gratuliert Maria Franczyk zur Wiederwahl als Ausländerbeauftragte. Foto: b-fritz.de
Bürgermeisterin Beate Misch (links) gratuliert Maria Franczyk zur Wiederwahl als Ausländerbeauftragte. Foto: b-fritz.de  

Ilmenau - Die Ilmenauer CDU-Stadträtin Maria Franczyk bleibt auch in den kommenden fünf Jahren Ausländerbeauftragte der Stadt. Überraschend deutlich setzte sie sich am Donnerstag in der Wahl im Stadtrat mit 24 zu elf Stimmen gegen Cordula Giewald durch, erhielt also auch Stimmen aus dem sogenannten Wahlbündnis für Ilmenau, einem Zusammenschluss von Pro Bockwurst, Linke, SPD, Grüne/Bürgerbündnis und Ilmenau Direkt. Franczyk hat das Amt als Ausländerbeauftragte bereits seit 20 Jahren inne. "Diese Zeit in zehn Minuten zusammenzufassen, ist nicht einfach", sagte sie vor der Wahl gegenüber den Stadträten und entschied sich deshalb, eine allgemeine Rede zu halten. Die Integration bezeichnete sie als eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft. "Sie ist keine Einbahnstraße, es ist ein Nehmen und Geben. Und es ist eine Anstrengung, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen", so Franczyk.

Sie betonte aber auch, dass Integrationsfähig nicht automatisch auch bedeute, integrationswillig zu sein. Wichtigster Punkt sei deshalb das erlernen der deutschen Sprache. "Wer diese beherrscht, kennt unsere Werte und Gesetze und kann sich dadurch in unserer Gesellschaft erfolgreich eingliedern", so die wiedergewählte Ausländerbeauftragte.

Aufgabe aller Bürger

Die Migranten bei der Integration zu begleiten, sei aber nicht nur die Aufgabe der Ausländerbeauftragten, sondern eine Aufgabe von allen Bürgern. "Wer dieses Ehrenamt ausübt, hat eine untergeordnete Rolle. Es ist wichtig, dass wir dieses Ziel gemeinsam erreichen", so Francyzk.

Cordula Giewald (Linke) versuchte die Mehrheit der Stadträte hingegen vergebens mit ihrer Vita zu überzeugen. "Seit meiner Jugend stand ich viel mit Ausländern in Verbindung, habe andere Kulturen kennengelernt", sagte sie. Durch ihre Arbeit an der Technischen Universität Ilmenau - wie übrigens auch Maria Franczyk - habe sie viel Kontakt zu ausländischen Studenten. Seit 2014 engagiert sich Giewald zudem im Flüchtlingsnetzwerk Ilmenau und war an dessen Gründung beteiligt. "Ich betreue mehrere Familien im Alltag und kenne so ihre Lebenssituation", sagte sie.

Für das Amt der Ausländerbeauftragten hätte sie sich neue Akzente gewünscht. "Ich möchte Verständnis, Neugier und Toleranz auf allen Seiten stärken", sagte sie. Dazu hätte sie die Gründung eines Migrationsbeirats initiieren wollen. "Damit können wir den Migranten eine demokratische Stimme in der Stadt geben", so Giewald. Ob die Linke an diesem Beirat auch weiterhin festhalten will, war am Donnerstag nicht zu erfahren.

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Danny Scheler-Stöhr

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Veröffentlicht am:
10. 10. 2019
18:04 Uhr

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Autor
Danny Scheler-Stöhr

Danny Scheler-Stöhr

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Veröffentlicht am:
10. 10. 2019
18:04 Uhr



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