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Ilmenau

Harztalbrücke könnte im ICE-Notfall Knackpunkt werden

Viel Lob für eine gelungene ICE-Rettungsübung gab es am Dienstag von der Landrätin und dem Bürgermeister der Landgemeinde. Doch Risiko-Punkte bleiben. Deswegen warnen beide nun gemeinsam.



Grimm und Enders warnen an der Brücke. Foto: Klämt
Grimm und Enders warnen an der Brücke. Foto: Klämt  

Altenfeld - Nach der Rettungsübung am ICE-Tunnel Fleckberg schlagen Ilm-Kreis-Landrätin Petra Enders und Peter Grimm, Bürgermeister Landgemeinde Stadt Großbreitenbach, Alarm hinsichtlich der Zubringerstrecken. Als größtes Problem erkennt Grimm die Harztalbrücke unterhalb Altenfelds, Enders spricht gar von einem "Knackpunkt". Hintergrund: Vor der Brücke wird die Strecke auf 2,8 Tonnen Fahrzeugmasse begrenzt, vermutlich, weil die schon rein optisch nicht sonderlich vertrauenserweckende Harztalbrücke nicht mehr trägt. "Die Straße selbst sowieso nicht", stellte Grimm fest, dass drei Jahre nach Sanierung schon wieder Risse die Fahrbahn queren, Bankette von Lastern abgefahren werden. Kürzlich habe er selbst einen Tanklaster die Brücke passieren sehen, der habe, wenn Feuerwehrautos schon auf 16 Tonnen kommen, mindestens 25 Tonnen, so Grimm.

Außer dem WAVI, der mal vom THW eine Behelfsbrücke habe legen lassen, kenne er kein Unternehmen, das für seine Großprojekte so agiert habe. Laster seien an der Tagesordnung, "und wir als Kommune reparieren dann alles", so Grimm. Dass die Harztalbrücke selbst zu Katzhütte gehört, stimmt Enders und Grimm nicht glücklicher, denn ist sie erst unpassierbar, sei Altenfeld nicht nur einseitig abgeschnitten, sondern stehe auch die Rettungsstrecke in Frage, die im Notfall zweifellos genutzt werde, auch wenn der Umweg über Großbreitenbach vorgegeben sei. "Eine Übung ist dazu da, im Vorfeld Mängel aufzudecken. Das machen wir heute und ich sehe die Bahn in der Pflicht", sagte Enders. Wenn natürlich jemand sage, die Brücke sei bis 15 Tonnen belastbar, dann sei für die Retter selbst alles in Ordnung, wenn sie dann noch stehe. "Wir werden jedenfalls kein Geld in die Hand nehmen - und die Situation von Katzhütte kennt jeder", forderte Enders, die Statik zu prüfen "oder etwas Neues her". Letzteres mache ohnehin Sinn, um dann zur Rettung Richtungsverkehr einrichten zu können - ohne Tonnagebegrenzung.

Noch einmal wurde die Abwidmung der Landesstraße Altenfeld-Großbreitenbach kritisiert, die am Samstag regen Verkehr gehabt habe. "Das war eine Übung im Sommer, man möge das auch mal im Winter üben", warnte Grimm. Zudem sei die Vollsperrung vor der Übung nicht angekündigt gewesen, Altenfeld am Samstag jedoch drei Stunden abgeriegelt gewesen. Anwohner hätten verärgert riesige Umleitungen fahren müssen. Ansonsten gab es viel Lob der beiden für die Übung und Dank an 1500 ehrenamtlich Beteiligte. Wasserzufuhr, Kräfteeinsatz und Basiseinheiten hätten gut funktioniert. Fragen zum Abtransport aber hätten einige zurückgelassene "Verletzte" nach Übungsende aufgeworfen. tom

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Veröffentlicht am:
25. 06. 2019
20:22 Uhr

Aktualisiert am:
26. 06. 2019
09:10 Uhr

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25. 06. 2019
20:22 Uhr

Aktualisiert am:
26. 06. 2019
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