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Ilmenau

Großeinsatz nach Brand in Lagerhalle

Im Arnstädter Bierweg/Mühlweg brennen am Sonntagnachmittag leer stehende Gebäude. Der starke Wind erschwert den Einsatz zusätzlich.



Von der Drehleiter aus werden Gebäude und Vegetation bewässert. Fotos: br
Von der Drehleiter aus werden Gebäude und Vegetation bewässert. Fotos: br   » zu den Bildern

Arnstadt - Großeinsatz statt Sonntagsnachmittagskaffee für die Freiwilligen Feuerwehren aus Arnstadt und Umgebung. Gegen 15 Uhr geht bei der Leitstelle der Notruf "Rauchentwicklung" ein. Als die ersten Einsatzkräfte wenige Minuten später im Bereich Bierweg und Mühlweg eintreffen, "steht das Gebäude in Vollbrand", wie Arnstadts Stadtbrandmeister Jörg Dimitrovici erklärt.

Bei dem betroffenen Gebäude handelt es sich um eine alte Lagerhalle, die schon seit Langem leer steht. "Was sich darin befindet, wissen wir nicht", sagt Dimitrovici. "Auf Grund des Vollbrandes können wir das Gebäude auch nicht betreten." Fakt ist: Es kommt zu Detonationen, möglicherweise ausgelöst von den Asbestplatten mit denen das Dach abgedeckt ist. Strom und Gas sind im Gebäude abgestellt.

Schnell ist für die Arnstädter Kameradinnen und Kameraden klar: Das wird ein Großeinsatz. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Rudisleben, die kurz zuvor erst einem umgestürzten Baum auf dem Friedhof beseitigen musste, Ichtershausen, Plaue und dem ehemaligen Wipfratal werden deshalb zur Unterstützung alarmiert. Rund 70 Frauen und Männer sind im Einsatz. Leicht ist es für sie nicht, zum Brandherd vorzudringen. Das Firmengelände steht voll mit Fahrzeugen und Fahrzeugteilen, dicke Bäume und Büsche versperren den Weg. Hinzu kommt der starke Wind, der das Feuer auf benachbarte Gebäude überspringen lässt.

Ein Hintergebäude und ein offenen Schuppen geraten deshalb ebenfalls in Brand und auch umstehende Bäume. "Die Trockenheit der Vegetation und der böige Wind erschwerend uns den Einsatz", macht Jörg Dimitrovici deutlich. Der Bierweg wird für den Verkehr gesperrt, Anlieger gebeten auf Grund der Rauchentwicklung, ihre Fenster geschlossen zu halten. Unter schwerem Atemschutz kämpfen die Kameradinnen und Kameraden gegen das Feuer. Betreten können sie die einsturzgefährdeten Gebäude nicht. Löschwasser kommt aus umliegenden Hydranten und der nahen Gera. Ein Polizeihubschrauber kreist über der Brandstelle, "damit wir einen Überblick über die Brandnester bekommen", so Dimitrovici. Derweil läuft die Versorgung an. Ein Zelt wird aufgebaut, Getränke heran geschafft. Es dürfte ein langer Abend für die Einsatzkräfte werden.

Menschen kommen bei dem Brand nicht zu schaden. Alle Gebäude sind seit Langem unbenutzt. Und auch der Sachschaden dürfte sich bei den maroden Häusern in Grenzen halten. 5000 bis 10.000 Euro, so erste Schätzungen. Die Brandursache ist noch unklar. Die Kriminalpolizei wird in den nächsten Tagen zur Brandursache ermitteln. Es ist nicht der erste Brand auf diesem Gelände. Schon 2016 brannten dort verschrottete Autos.

Hinter der Arnstädter Freiwilligen Feuerwehr liegt eine einsatzreiche Woche. Am Montag musste man mehrmals wegen Sturmschäden ausrücken, seit dem ersten Januar gab es schon 45 Einsätze. Im letzten Jahr hatte man 390mal ausrücken müssen, ein neuer Rekord für die Frauen und Männer.

Autor

Berit Richter
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Veröffentlicht am:
16. 02. 2020
18:50 Uhr

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Brandursache Brände Feuerwehren Freiwillige Feuerwehr Gebäude Notrufe Polizeihubschrauber Sachschäden Sturmschäden Wind
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Autor

Berit Richter

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Veröffentlicht am:
16. 02. 2020
18:50 Uhr



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