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Hildburghausen

Bank-Räuber am Werk

Zeilfeld/Pfersdorf - Um einem Missverständnis vorzubeugen: Es war zwar weder ein Einbruch noch ein Überfall auf ein Geldinstitut, dennoch wurde ein beträchtlicher Schaden angerichtet, denn dreiste Diebe haben zwei große Ruhebänke gestohlen und dabei auch gleich einen Tisch aus seiner Verankerung gerissen. So geschehen in Zeilfeld.



Toralf Müller (r.) und Joachim Furch am Tatort. Foto: Lautensack
Toralf Müller (r.) und Joachim Furch am Tatort. Foto: Lautensack  

Zeilfeld/Pfersdorf - Um einem Missverständnis vorzubeugen: Es war zwar weder ein Einbruch noch ein Überfall auf ein Geldinstitut, dennoch wurde ein beträchtlicher Schaden angerichtet, denn dreiste Diebe haben zwei große Ruhebänke gestohlen und dabei auch gleich einen Tisch aus seiner Verankerung gerissen. So geschehen in Zeilfeld.

Am vergangenen Sonntag haben Mitglieder der Jagdgenossenschaft Zeilfe ld diesen neuerlichen Schaden entdeckt, der höchstens zwei Tage zuvor angerichtet wurde, waren sich der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft, Joachim Furch, und Toralf Müller einig. Beide zeigten sich entsetzt und empört zugleich, wie gewissenlos sich Leute an fremdem Eigentum vergreifen.

"Was heutzutage geklaut wird, geht auf keine Kuhhaut", meinte Toralf Müller treffend, der auch Chef des Agrarunternehmens in Pfersdorf ist. Mit der frevelhaften Tat sei ein Wert von knapp 1000 Euro zerstört worden, wenn man neben den Kosten der Ruhebänke und Tisch den Arbeitsaufwand für das Aufstellen an den zwei Standorten mit einbezieht, rechnet Furch vor.

Die Jagdgenossenschaft hatte sich entschlossen, auf dem Radwander- und Wirtschaftsweg zwischen Zeilfeld und Pfersdorf, an dessen Bau sich auch die Kommunen, Römhild und Hildburghausen beteiligten, für Wanderer und Radfahrer ein wenig attraktiver zu machen. So wurden 2015 an zwei Standorten an der Wegstrecke von der Jagdgenossenschaft in Abstimmung mit der Landwirtschaft Ruheplätze zum Schauen und Erholen eingerichtet, nachdem der Verbindungsweg eine Bitumendecke erhalten hatte. Bei schönem Wetter eröffnet sich zum Beispiel ein herrlicher Anblick auf die Gleichberge. Der Weg sei von Wanderern und Radfahrer gern genutzt worden, stellt er doch eine wichtige Anschlussmöglichkeit ins Grabfeld und ins Werratal (Reurieth -Werratalradweg) dar, hieß es.

Bereits zwischen Weihnachten und Silvester 2016, sei die große Bank an einem der beiden Standorte geklaut worden, der Platz inzwischen zugewachsen. Nun ist auch der zweite Ruheplatz zerstört worden. Die knapp zwei Meter großen Bänke seien schwer und zudem verankert gewesen, so Furch. Ohne Fahrzeug hätten sie nicht transportiert werden können. Scheinbar seien die Diebe gestört worden, als sie den Tisch aus der Verankerung reißen wollten.

Die Bevölkerung wird nun um Mithilfe gebeten. Die "Räuber" könnten möglicherweise gesehen worden sein, waren sich Furch und Müller einig, denn sonst hätten sie wohl auch den Tisch mitgenommen. Nun werde die Jagdgenossenschaft beraten, ob noch einmal in einen solchen Ruheplatz investiert werden soll.

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25. 07. 2017
16:41 Uhr

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25. 07. 2017
16:41 Uhr



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