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Hildburghausen

Was ist eigentlich Theater und warum ist es überall?

Kommenden Mittwoch wird auf der Bühne des Hildburghäuser Stadttheaters eine preisgekrönte Vorstellung gezeigt. "Theater ist überall" hat bei den Schultheatertagen in Meiningen den ersten Platz erreicht.



Annas Zerreißen: Ziemlich plastisch und sehr plakativ zeigen die Schüler in einer Szene, die Zerrissenheit einer Person, die in ihrer Geschlechterrolle "gefangen" ist. "Ich wollte niemals Prinzessin sein - lieber Pirat!", heißt es im Sprechteil.
Annas Zerreißen: Ziemlich plastisch und sehr plakativ zeigen die Schüler in einer Szene, die Zerrissenheit einer Person, die in ihrer Geschlechterrolle "gefangen" ist. "Ich wollte niemals Prinzessin sein - lieber Pirat!", heißt es im Sprechteil.   » zu den Bildern

Hildburghausen - "Wann geht’s denn endlich los? Hier passiert ja gar nichts." - Der Start in das Theaterstück der jungen Leute vom Gymnasium Georgianum startet wie ein Brainstorming. Denn es geht darum, was eigentlich Theater ist. Und wann und wo. Und wo nicht.

Es ist eigentlich auch kein Stück, es sei eine Collage, sagen die Schüler. Weil hier nicht ein durchgängiger Stoff erzählt wird, sondern verschiedene Szenen aneinandergereiht werden. "Theater ist überall" heißt die Szenensammlung dann auch folgerichtig und sie ist von den Schülern gemeinsam selbst im Rahmen des Unterrichtes erarbeitet worden.

Jeden Tage nehme man eine oder mehrere Rollen ein, sagt Tristan. "Ja, manchmal vielleicht sogar, ohne das zu wissen", ergänzt Luise. Manchmal werde man auch in Rollen gedrängt.

All diese Themen - das Rollespielen, um des Spielens willen, oder das Finden von Rollen oder eben auch das Überwinden solcher Zuschreibungen sind Themen in den Szenen, die die Collage bilden.

Sparsam ausgestattet ist die Collage. Papphocker, Laptop und Beamer sind die wenigen Requisiten, die zum Einsatz kommen und das ist auch gewollt. Auch die Schüler sind weniger Schauspieler, als ihre eigenen Darsteller.

Dieses ungewöhnliche Konzept ist hervorragend aufgegangen. Denn mit "Theater ist überall" konnten die Schüler bei den Schultheatertagen am Meininger Theater in diesem Jahr den ersten Preis gewinnen. Das ist für die Schüler umso schöner, weil der Preis einer ist, den das Publikum vergibt. Und da ist die Hildburghäuser Collage wohl vielen besonders im Gedächtnis geblieben.

Nicht nur des Preises willen, wird die Collage nun auch noch einmal auf die Theaterbretter kommen. Am Mittwoch, 30. Oktober, werden die Schüler in zwei Vorstellungen das Hildburghäuser Stadttheater bespielen. Damit auch die Freunde und Angehörigen, und alle Interessieren sich ein Bild davon machen können, was denn da genau in Meiningen mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden ist. Dabei könnte es durchaus passieren, dass die Hildburghäuser Inszenierung noch ein Stück abweichen wird von der Meininger. Bereits in Meiningen, am Abend vor dem Auftritt haben die Schüler in lockerer Runde noch eine neue Szene erarbeitet und sie tatsächlich noch eingebaut. Das sei sogar die Beste geworden, meint eine der Darstellerinnen. Und es ist eine gewesen, die besonders gelobt worden ist. Ein Extra-Lob der subtilen Sorte haben die Schüler auch gern angenommen. In der abendlichen Aufführung von "Die Räuber" habe der Hauptdarsteller in seinen Anfangsmonolog die Phrase vom Theater, das überall sei, eingebaut.

Seit August des Vorjahres ist die Schülergruppe als Kurs zusammen und wird von Lehrerin Johanna Gutt geleitet. Einfluss hat aber auch Felix Schubert geübt. Der ist Lehramtsstudent und hat im Rahmen eines Praktikums die Gruppe begleitet.

 

"Theater ist überall" im Stadttheater Hildburghausen am Mittwoch, 30. Oktober, öffentliche Vorführung um 19.30 Uhr. Geöffnet ab 18.30 Uhr, Vorprogramm ab 19 Uhr.

Autor

Cornell Hoppe
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Veröffentlicht am:
24. 10. 2019
17:43 Uhr

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Cornell Hoppe

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Veröffentlicht am:
24. 10. 2019
17:43 Uhr



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