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Traditioneller Spaß zur Hullefraansnocht in Schnett

Die Schnetter pflegen Anfang Januar einen alten Brauch. Der ist ein riesiger Spaß, für die, die in den Verkleidungen der Hulleweiber stecken genauso, wie für die, die ihre Hiebe abbekommen.



Hullefraansnocht Schnett Schnett
  Foto: frankphoto.de

Schnett - Dieser 2. Januar ist kein normaler Abend in Schnett. Es ist Hullefraansnacht. Ein alter Brauch - wie alt, weiß man gar nicht so genau - bei dem das alte Jahr ausgetrieben wird und man sich gegenseitig gute Wünsche auf den Weg gibt. Der Sage nach kommen die Hulleweiber aus dem Gefolge der Frau Holle, die, anders als die Märchenfigur, in verschiedenen Bräuchen als Erneuerin dargestellt wird. Die Hulleweiber, als Hexen und andere gruselige Gestalten verkleidete Schnetter bringen ihren Segen mit der Gerte. Drei Schläge gibt es auf den Rücken. Glück, Gesundheit und Fruchtbarkeit sollen sie fürs neue Jahr verheißen.

Im roten Teufelskostüm lässt Hulleweib Saskia ihr „Jajajaja!“ erklingen und lässt die Gerte zum Spaß durch die Luft sausen. Im Freien werden die segenspendenden Hiebe auf den Rücken nicht verteilt. Saskia selbst ist schon zum sechsten Mal dabei.

Auch Rebeca Georgi hat sich ein Hexengewand übergeworfen und schwingt die Gerte. „Ich hab dieses Jahr Jubiläum“, sagt die junge Frau fröhlich. Das zehnte Mal ist sie dabei. Sie lupft die Maske, denn darunter kann es, trotz der Temperaturen um den Gefrierpunkt draußen, mächtig warm werden. Das halbe Dorf habe sie noch vor sich, erzählt sie, bevor es schließlich noch in den Saal des Werrapark Resort Hotel Frankenblick geht.

Dort ist bereits ziemlich zeitig fast jeder Stuhl besetzt. Bis die ersten Hulleweiber eintreffen und im Saal natürlich viel mehr Show für die Gäste machen, als in den Häusern der Dorfbewohner. Da werden schon mal zum Jubel des Publikums Hemden gelupft und die Gerten prasseln auf den blanken Rücken nieder. cho

Lesen Sie dazu auch: Wenn das Glück mit der Gerte kommt

02.01.2019 - Hullefraansnocht Schnett - Foto: frankphoto.de

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Veröffentlicht am:
03. 01. 2019
15:31 Uhr

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03. 01. 2019
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