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Sturm Eberhard hat Waldbäume entwurzelt und umgeknickt

Heldburg/Schönbrunn - Die Wälder, die von den beiden Forstämtern Heldburg und Schönbrunn bewirtschaftet werden, haben den stürmischen "Eberhard" auch zu spüren bekommen.



Heldburg/Schönbrunn - Die Wälder, die von den beiden Forstämtern Heldburg und Schönbrunn bewirtschaftet werden, haben den stürmischen "Eberhard" auch zu spüren bekommen. In den Sonntagabend- und Nachtstunden hat er Waldbäume entwurzelt und andere wie Streichhölzer umgeknickt.

Im Forstamtsbereich Heldburg schätzt Lars Wollschläger (Forstamtsleiter) den Schaden auf etwa 2000 Festmeter Holz. Das Problem: Das Wurf- und Bruchholz ist über die gesamten Fichtenwälder des Forstamts verteilt. Das bedeutet, dass es enorm schwierig sein wird, alles in kürzester Zeit zu entdecken und aufzuarbeiten. Gar nicht zu reden davon, Firmen zu finden, die Kapazitäten haben. Vor den gleichen Problemen stehen seine Kollegen im Forstamt Schönbrunn. Wie die stellvertretende Forstamtsleiterin Manuela Kupz mitteilt, schätze man dort den Schaden auf 2500 bis 3000 Festmeter. Hauptsächlich Fichten seien betroffen. Ein Drittel Bruchholz, zwei Drittel Stämme, die mitsamt Wurzel aus der Erde gerissen wurden.

Holz muss schnell weg

Aus dem Wald muss das Holz so schnell wie möglich. Denn es gibt eine Gefahr, die sich’s im Winter unter der Fichtenrinde oder in der Erde bequem gemacht hatte: der Borkenkäfer. Der hätte mit dem Sturmholz, bliebe es im Wald liegen, neue Brutstätten. Und das bereitet den Forstleuten Kopfzerbrechen.

Denn erschwerend komme die Situation auf dem Holzabsatzmarkt hinzu. Der ist überfüllt mit Fichtenholz . . . Trotzdem geht die Bitte der Ämter auch an alle Privatwaldbesitzer, ihre Waldstücke auf Sturmholz zu kontrollieren und dieses so schnell wie möglich aufzuarbeiten und aus dem Wald zu holen. Bevor der Borkenkäfer wach wird. ks

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Veröffentlicht am:
14. 03. 2019
00:00 Uhr

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Borkenkäfer Forstämter Heldburg Wald und Waldgebiete
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