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Hildburghausen

Statt Kettensäge: Einen alten Baum verpflanz man doch

Statt einen alten Baum im Gewerbegebiet zu fällen und einen neuen für den Spielplatz zu kaufen, haben die Straufhainer einfach einen Umzug organisiert. Gefällt wird nur noch in Ausnahmen.



Bauhofmitarbeiter Gunther Sauerbrei (links) und Ralf Wirsing (rechts) mit Tino Kempf (dritter von Rechts).
Bauhofmitarbeiter Gunther Sauerbrei (links) und Ralf Wirsing (rechts) mit Tino Kempf (dritter von Rechts).   » zu den Bildern

Adelhausen/Streufdorf - "Mein Freund der Baum", hat Alexandra vor mehr als 50 Jahren in ihrem Hit gesunden und sprach damit vielen Menschen aus der Seele. In Adelhausen ist den Menschen ein Ahorn im Gewerbegebiet ans Herz gewachsen, der vor fast 30 Jahren im Gewerbegebiet gepflanzt wurde. Die Wirtschaft läuft prima und die Firma Lifocolor muss sich erweitern - der Baum stand plötzlich einer neuen Einfahrt im Weg. Das schöne Gewächs konnte nichts dafür. In anderen Orten hätte man kurzerhand die Säge angesetzt und ein kümmerliches Ersatzbäumchen an anderer Stelle gesetzt. Das war für die Adelhäuser aber keine Option.

"Der Ahorn wurde damals von unserer Gemeinde gekauft, gepflanzt, über ein Vierteljahrhundert gepflegt und sollte nun gefällt werden. Gleichzeitig planen wir für den Neubau Spielplatz in Streufdorf einen neuen, kleinen Baum zu kaufen. Offensichtlich doch eine sehr dumme Entscheidung welche der Kosten wegen dennoch täglich überall so getroffen wird", berichtet der Bürgermeister von Straufhain, Tino Kempf. Lifocolor-Betriebsleiter Bert Spaaij hatte die Idee, den Baumes durch die Baufirma ausgraben zu lassen. "Nach unserem Gespräch war für mich klar, dass ein Fällen des Baumes nicht mehr infrage kommt", berichtet der Bürgermeister. Der Gemeinderat von Straufhain sah dies in einer Beratung genauso und so ging es an die Planung. Die Baumschule in Kloster Veßra sah zu dieser Jahreszeit die einzige erfolgreiche Möglichkeit in einer professionellen Großbaumverpflanzung und empfahl die Firma Opitz aus dem fränkischen Heideck.

Es kam zur Kontaktaufnahme gefolgt von einem Ortstermin eines Beraters. Da der Baufortschritt eine schnellere Umsetzung des Baumes erforderte, wurde die Baumverpflanzung sogar kurzfristig vorgezogen. Vor ein paar Tagen war es dann soweit, der Baum wurde in Adelhausen ausgestochen, über Roßfeld nach Streufdorf gefahren und auf dem zukünftigen Spielplatzgelände wieder eingesetzt.

Alle haben gewonnen

Am Ende haben alle gewonnen: die Besucher des Spielplatzes weil sie nicht erst in 25 Jahren einen schattigen Bereich haben, die Firma Lifocolor, die Gemeinde Straufhain und natürlich der Baum.

"Ein großer Dank geht an die Firma Lifocolor für eine anteilige Kostenübernahme. Dank weiterer Spenden konnten wir die Baumverpflanzung mit relativ geringer Belastung für den Haushalt durchführen und nur etwa 1200 Euro fehlen uns zur vollen Kostendeckung", freut sich der Bürgermeister.

Man habe dieses Jahr durch Trockenheit und Schädlinge so viele Bäume verloren,ohne etwas dagegen tun zu können. "Da dürfen wir nicht auch die verlieren bei welchen wir es in der Hand haben. Wir werden daher als Gemeinde Straufhain keine Fällgenehmigung mehr erteilen, wenn eine Verpflanzung sowohl technisch als auch finanziell möglich ist", versichert er.

Wer die Idee gut findet, kann laut Bürgermeister auch gerne noch eine Spende überweisen an:

 

Gemeinde Straufhain

Kennwort: Baumreise

DE 78 8405 4040 1140 9002 22

Sparkasse Hildburghausen

 

Die Spenden werden ausschließlich für die Restfinanzierung der Großbaumverpflanzung sowie die Beseitigung und Aufforstung der entstandenen Waldschäden in der Gemeinde verwendet.

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2019
14:02 Uhr

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12. 09. 2019
14:02 Uhr



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