Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Podcast: Offen gesagt#GemeinsamHandelnCoronavirus in ThüringenCorona-Hilfsbörse

Hildburghausen

Stadtmuseum öffnet mit Einschränkungen

Der Kulturbetrieb läuft langsam wieder an. Das Stadtmuseum Hildburghausen öffnet seine Türen wieder ab Samstag - aber mit Einschränkungen.



Der Bismarckturm auf dem Stadtberg von Hildburghausen im Jahr 1910. Foto: G. Meffert/Stadtmuseum
Der Bismarckturm auf dem Stadtberg von Hildburghausen im Jahr 1910. Foto: G. Meffert/Stadtmuseum  

Hildburghausen - Das Stadtmuseum in der Kreisstadt öffnet im Mai vorerst nur an den Wochenenden. Der erste Termin ist Samstag, 16. Mai, von 13 bis 17 Uhr, wie Museumsmitarbeiter Olaf Jaenicke mitteilte. Auch an den folgenden Wochenenden ist von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Ab Juni gelten dann wieder die üblichen Öffnungszeiten: Mittwochs bis freitags von 10 bis17 Uhr und samstags/sonntags von 13 bis 17 Uhr.

Zum Schutz der Besucher und Mitarbeiter bittet das Museum, Regeln zu beachten: Die Abstandsregeln sind zu einzuhalten; der Zutritt ist nur mit Mund-Nase-Schutz gestattet. Besucher mit Erkältungssymptomen müssen draußen bleiben. Die Besucherzahl ist auf zehn Menschen begrenzt. Gruppenbesuche und Führungen sind nicht möglich, der Buchverkauf ist eingeschränkt.

Die derzeitige Sonderausstellung "mons oppidanus - Der Stadtberg von Hildburghausen" wird bis Mitte August dieses Jahres verlängert, dadurch verschieben sich auch die weiteren geplanten Sonderausstellungen.

In der aktuellen Sonderausstellung beleuchtet das Stadtmuseum Hildburghausen die geschichtliche Entwicklung des Hildburghäuser Hausbergs. Der südlich der Stadt gelegene Stadtberg, wie er offiziell heißt, ist Teil der "Frankenschwelle" und hat eine Höhe von 495 Metern. Wie der Fund eines keltischen Kriegergrabes (um das Jahr 500 vor Christus) im Jahre 1915 zeigt, wurde der Berg schon in vorgeschichtlicher Zeit begangen. Im Mittelalter nutzten die Bürger der Stadt hauptsächlich das sanft nach Süden abfallende Bergplateau landwirtschaftlich. Nach der Verödung dieser Ackerflächen im 30-jährigen Krieg wurden ab dem Beginn des 18. Jahrhunderts diese städtischen Hausäcker wieder urbar gemacht.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts nutzten begüterte Bürger vor allem die steil nach dem Werratal abfallenden Seiten des Berges zur Anlage romantischer Berggärten. Das bekannteste Berggrundstück dieser Zeit ist der sogenannte Schulersberg, auf welchem 1837 die geheimnisumwobene Dunkelgräfin bestattet wurde.

Aber auch der Verleger Carl Joseph Meyer (1796-1856) legte sich einen Berggarten an, welchen er mit einem neogotischen Aussichtsturm ("Meyersturm") krönte.

1882 wurde unter der Egide eines Verschönerungsvereins ein 15 Meter hoher Aussichtsturm auf dem Bergplateau errichtet, welcher 1905 den offiziellen Namen Bismarckturm erhielt.

Durch mehrere Ausflugsgaststätten an den Flanken des Berges und romantisch gestaltete Wanderwege und Ruhepunkte entwickelte sich der Stadtberg zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem beliebten Ausflugsziel der Hildburghäuser. Dies änderte sich erst, als 1967 auf dem Bergplateau ein militärisches Sperrgebiet entstand, in dem eine mobile sowjetische Funkstation (Radareinheit) stationiert wurde. Erst nach der Wende wurde dieses Gebiet für die Bevölkerung wieder zugänglich.

Die Ausstellung will anhand von zahlreichen Fotografien, Plänen und originalen Belegstücken die Entwicklung des Stadtbergs nachzeichnen und auf diese Weise die derzeitig im städtischen Bauamt laufenden Planungen zur Neugestaltung dieses Naherholungsgebietes unterstützen.

Das Baudenkmal "Alte Post" in Hildburghausen wurde 1989 bis 1993 restauriert und beherbergt seitdem die Sammlungen des Stadtmuseums, das seit 1904 existiert. Das Gebäude repräsentiert ein Stück Baugeschichte Hildburghausens: Ein Stadtmauerturm aus dem 14. Jahrhundert und ein Bürgerhaus aus dem 16. Jahrhundert wurden in späterer Zeit miteinander verbunden. Von 1809 bis 1849 diente das Gebäude als Thurn und Taxissches Postamt.

—————

www.museum-hildburghausen.de

Autor

Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
12. 05. 2020
18:26 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Aussichtstürme Baugeschichte Bürger Coronavirus 19 Frühzeit Gebäude Jesus Christus Kelten Mittelalter (500 - 1419) Museumsleiter Postämter Stadtmuseum Hildburghausen Verleger
Hildburghausen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Janis Witowski vom Naturhistorischen Museum macht es vor: Im Museum tragen künftig nicht nur Besucher, sondern auch Mitarbeiter Mundschutz..	Foto: Ittig

25.04.2020

Mit Mundschutz ins Museum

Keine Führungen, Abstandsvorgaben und Mundschutzpflicht: Für Museen gelten aktuell neue Regeln, auch für die vier, die an den kommenden Tagen im Landkreis wieder öffnen. » mehr

Museum bereitet eine Zeitreise vor

03.07.2020

Museum bereitet eine Zeitreise vor

"300 Jahre Töpferhof Gramann" ist dieses Jahr Thema einer Ausstellung im Museum im Schloss Glücksburg in Römhild. Die Eröffnung ist im Herbst geplant. Aktuell laufen die Vorbereitungen. » mehr

Kerstin Möller hat die Ausgrabungen am Salzmarkt in Hildburghausen geleitet. Die Funde sind überschaubar. Doch einige Tonscherben - beispielsweise solche, die zu einem so genannten Mündel- oder Vierpassbecher gehören - verraten etwas aus der Geschichte. Fotos: frankphoto.de

18.10.2019

Interessante Funde: Tuchmarke, ein Anhänger und Tonscherben

Am Salzmarkt in Hildburghausen hat das Team um Archäologin Kerstin Möller nach "verschütteten Zeugen" vergangener Jahrhunderte gesucht. Es hat einiges gefunden, doch die Erwartung waren größer. » mehr

Zwischen Schatzkästchen und Baustelle. Das Refektorium lässt in seinem jetzigen Zustand sowohl erahnen, was hier alles möglich ist, auf der anderen Seite aber auch, was dafür noch nötig sein wird. Foto: ari

09.07.2020

Pläne für das Refektorium: Der Raum als Exponat

Der ehemalige Gemeinschafts- und Speisesaal des Kloster Veßra ist in vielerlei Hinsicht ein "ungehobener Schatz". Nun sind die Pläne für Sanierung und Umnutzung vorgestellt. Bis zur Umsetzung dürfte es aber noch eine Wei... » mehr

Aus der Heldburger Stadtkirche "Unserer lieben Frauen" wird am Ostersonntag ein besonderer Gottesdienst gesendet. Diesen Service bieten auch andere an.

05.04.2020

Ostern wird ganz anders als sonst

Das Osterfest ist das höchste Fest der Christen. Doch wie wird‘s diesmal gefeiert? In Corona-Zeiten, in denen kein Gottesdienst möglich ist, kein Passionskonzert besucht werden darf? Es wird gefeiert - aber anders als so... » mehr

Alexandra Messerschmidt.

22.11.2019

Josef-Meyer-Preis: Kritische Stimmen zum Verfahren

Wer den Josef-Meyer-Preis der Stadt Hildburghausen in den kommenden beiden Jahren erhalten soll, steht seit Donnerstagabend fest. Dennoch gibt es einige Diskussionen vor und nach den Beschlüssen des Stadtrates. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Bad Salzungen

Gesuchte Männer | 13.07.2020 Bad Salzungen
» 5 Bilder ansehen

city skyliner weimar Weimar

City Skyliner in Weimar | 12.07.2020 Weimar
» 12 Bilder ansehen

Motorradunfall Linden

Motorradunfall Linden | 10.07.2020 Linden
» 7 Bilder ansehen

Autor

Redaktion

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
12. 05. 2020
18:26 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.