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Hildburghausen

Silvestercross mit Glühwein, Wurst und Matsch

Wo Mopeds gegen PS-starke Viertakter antreten. Der 20. Silvestercross des MC Veilsdorf ist ein voller Erfolg. Zum Jubiläum gibt es einen Besucherrekord.



Eisige Glätte macht den Fahrern das Leben mit jeder vermatschten Runde schwerer.
Eisige Glätte macht den Fahrern das Leben mit jeder vermatschten Runde schwerer.   » zu den Bildern

Veilsdorf - "Täusche ich mich, oder sind es dieses Jahr noch mehr Zuschauer?", schaut Clubchef Torsten Kreußel etwas ungläubig über das Trainingsgelände des MC Veilsdorf e.V. Eine riesige Menschenmenge hat sich dort versammelt. Dicht gedrängt verfolgen weit über Tausend Schaulustige das spektakuläre Renngeschehen. "Bei diesem Andrang müssen wir uns für das nächste Jahr etwas einfallen lassen. So langsam haben wir unsere Kapazitätsgrenze erreicht."

Ergebnisse

Lauf 1: 1. Christoph Sammler (MC Veilsdorf), 2. Ronnie Mac, 3. Fabian Hanf (MC Veilsdorf/FP-Tuning),

Lauf 2: 1. Christian Beyersdörfer (GripMesser/KTM Sturm), 2. Benjamin Heymel (MSV Fambach), 3. Florian Jacob (GripMesser),

Lauf 3: 1. Robert Eschrich (Rennsteighelden e.V.), 2. Mike Langguth (GripMesser), 3. Jan Mosch (Expert-Trainingsgruppe),

Finale: 1. Christian Beyersdörfer (GripMesser/KTM Sturm), 2. Benjamin Heymel (MSV Fambach),
3. Mike Langguth (GripMesser).

 

Die Jubiläumsveranstaltung hat sich herumgesprochen. An diesem Silvestervormittag scheint es, als habe sich der gesamte Landkreis nach Veilsdorf begeben. Bei knackig kaltem Winterwetter hat sich der Weg durchaus gelohnt. Es herrschen beste Bedingungen für die Zuschauer. Nur die Fahrer haben mit den eisigen Temperaturen etwas zu kämpfen. Der Boden ist teilweise gefroren und an manchen Stellen glitschig. "Das Motorrad muss bei diesem anspruchsvollen Streckenprofil mit viel Gefühl bewegt werden", erläutert Torsten Kreußel. "Vollgas und durch funktioniert da nicht."

 

Die schwierigen Verhältnisse spiegeln sich dann auch in den Rundenzeiten wider. Von drei bis fünf Minuten ist alles dabei. Für das 20. Jubiläum gibt es ein neues Rennkonzept. Neben den üblichen drei Läufen - in den Klassen Simson/MZ/Motorräder bis 85 Kubikzentimeter, Spezial-Zweitakt und Spezial-Viertakt - findet ein vierter und finaler Lauf statt.

Eine halbe Stunde

Hier treten die jeweils zehn besten Fahrer der Klassen eins bis drei gegeneinander an. Das Finale verspricht, besonders spannend zu werden. Müssen sich Mopeds mit PS-starken Viertaktern messen. Kurz vor zwölf Uhr ist es dann endlich soweit. Die 30 besten Starter machen sich bereit für das letzte Rennen an diesem Tag. Mit einem lauten Knall geht eine Silvesterrakete in die Luft. Der Startschuss ist gegeben.

"Nun gilt es in 30 Minuten so viele Runden wie möglich zu schaffen", erklärt der Clubchef das Vorgehen. "Die Rundenzeiten sind von Rennen zu Rennen langsamer geworden. Das zeigt, dass die Streckenverhältnisse von Mal zu Mal kniffliger werden." Der eine oder andere Sturz gibt Torsten Kreußel recht. Durch kommt heute nur, wer etwas Erfahrung im Motorsport mitbringt.

Einer davon ist Christian Beyersdörfer (GripMesser/KTM Sturm). Der Harraser hat bereits den zweiten Lauf in der Klasse Spezial-Zweitakt souverän für sich entschieden. Mit knapp drei Minuten hat er sogar die schnellste Rundenzeit hingelegt. "Ich nutze den Silvestercross zum Training" , berichtet Beyersdörfer zwischen den Läufen. "Im nächsten Jahr möchte ich wieder im German Cross Country angreifen."

In Veilsdorf sei er seit 2005 dabei, ergänzt er. Er könne dieses Jahr 15. Jubiläum feiern. Diese Erfahrung ist es dann auch, die ihm im Finale zum Sieg verhilft. Nach elf Runden fährt Christian Beyersdörfer als Erster durch das Ziel. "Das Rennen hat sehr großen Spaß gemacht. Der MC Veilsdorf e.V. hat wieder einmal erstklassige Arbeit geleistet", gibt der freudestrahlende Sieger bekannt.

So spannend es auch sein mag, bei vielen Zuschauern ist das Renngeschehen Nebensache. Viele treffen sich, um bei Glühwein und Wurst einen geselligen Vormittag zu verbringen.

Da wundert es auch nicht, dass einige mit Mann und Maus angereist sind. Im nächsten Jahr braucht das Gelände einen eigenen Kinderwagenstellplatz. "Unser Silvestercross ist eher ein Glühweinmarkt", sagt Torsten Kreußel mit einem Augenzwinkern. "Wir kommen mit Braten und Ausschenken kaum hinterher. Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut unsere Veranstaltung angenommen wird."

Für Gloria Stang ist es gar die Veranstaltung des Jahres. "Der Silvestercross ist einfach obligatorisch", meint die Veilsdorferin. "Es ist quasi ein ausgelagertes Dorffest. Früher kamen alle zur Kirmes. Heute zieht der Motorsport die Leute an." Und die Leute haben ordentlich getrunken und gegessen. Am Ende sind es 180 Liter Glühwein, 375 Bockwürste, 300 Bratwürste, 28 Kilogramm Linsensuppe und 300 Liter Bier, die über die Budentheken gehen.

Autor

Kristin Albert
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Veröffentlicht am:
01. 01. 2020
16:36 Uhr

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Kristin Albert

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Veröffentlicht am:
01. 01. 2020
16:36 Uhr



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