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Hildburghausen

Laufsteg für Fischotter entsteht in Schleusingen

Ein Laufsteg für Fischotter wird in Schleusingen gebaut. Bereits seit dem Jahr 2006 weisen Biologen dort Aktivitäten des nachtaktiven Tieres nach, das Menschen allerdings selten zu Gesicht bekommen.



Um Fischottern den gefährlichen Weg über die Themarer Straße zu ersparen, entsteht gegenwärtig in Schleusingen ein Laufsteg für diese Tiere. Unter der Brücke, die über die Nahe führt, wird bereits seit Montag artenschutzgerecht eine so genannte Berme gebaut. Am Donnerstag informierte Oliver Hildebrandt, Projektmanager der Deutschen Umwelthilfe (DUH), bei einem Vorort-Termin mit Bürgermeister André Henneberg zum offiziellen Start über das Geschehen. Die Maßnahme, die je nach Wetterlage innerhalb von zwei bis drei Wochen abgeschlossen sein soll, kostet laut Hildebrandt 26 000 Euro und wird zum größten Teil mit EU-Fördermitteln finanziert. Der 50 Zentimeter breite Uferweg für die Fischotter wird aus Beton und Natursteinen gebaut. Er wird für eine bessere Haltbarkeit mit dem Brückenbau verzahnt.

Die DUH baut in Thüringen seit 2016 solche Stege. Fischotter verlassen nach Angaben der Biologin Maria Schmalz aus Breitenbach an Brücken häufig das Wasser, etwa um ihr Streifgebiet zu markieren. Nach dem Markieren nehmen sie den Landweg, der sie an Flüssen ohne Uferstreifen dann oft über Straßen führe. Laut Maria Schmalz gibt es in der Region bereits seit 2006 Nachweise dieses nachtaktiven, an das Wasserleben angepassten Marders, den Menschen allerdings sehr selten zu Gesicht bekommen. „Der Fischotter ist in Südthüringen im gesamten Einzugsgebiet der Werra verbreitet – aber lückenhaft. Es handelt sich um sehr wenige Tiere“, sagte die Expertin.  Die Brücke, an der gebaut wird, befindet sich kurz vor der Mündung der Nahe in die Schleuse. Die Schleuse mündet bei Kloster Veßra in die Werra.  jtm

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Veröffentlicht am:
19. 09. 2019
15:17 Uhr

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Deutsche Presseagentur Deutsche Umwelthilfe Tiere und Tierwelt Wasser
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19. 09. 2019
15:17 Uhr



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