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Hildburghausen

Bundes-Jury: "Fulminanter Nachmittag in Waffenrod-Hinterrod!"

Besser hätte sich Waffenrod-Hinterrod beim Besuch der Bundes-Jury "Unser Dorf hat Zukunft" kaum präsentieren können. Das ganze Dorf war auf den Beinen, und der Jury-Chef nach dem dreistündigen Rundgang voll begeistert.



Salut für die Jury: Die Eisfelder Stadtwache heißt die Bewertungskommission für den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" willkommen.	Fotos: Steffen Ittig
Salut für die Jury: Die Eisfelder Stadtwache heißt die Bewertungskommission für den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" willkommen. Fotos: Steffen Ittig   » zu den Bildern

Waffenrod-Hinterrod - "Wir haben ja schon viel erlebt, aber so einen fulminanten Empfang wie bei euch, so wurden wir noch nie empfangen" sagt Reinhard Kubat. Es sind die
ersten Worte kurz nach der Ankunft der Bewertungskommission für den 26. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft." Kubat kennt sich aus mit ländlichen Regionen. Hauptberuflich ist das SPD-Mitglied Landrat im Kreis Waldeck-Frankenberg in Hessen. Seit 18 Jahren ist er Chef der Bundes-Jury, die alle drei Jahre, jeweils nach den Regional- und Landeswettbewerben, durch die Republik reist und die besten Dörfer auszeichnet. Sechs solcher Wettbewerbe hat er bereits hinter sich. Und er ist gerührt von dem begeisterten Empfang, den ihm und der Jury die Einwohner von Waffenrod-Hinterrod bereiten, dem kleinen Bergdorf im Kreis Hildburghausen.

06.07.2019 - Dorf hat Zukunft Waffenrod - Foto: Steffen Ittig

Dorf hat Zukunft Waffenrod Waffenrod
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Mit acht Minuten Verspätung, Punkt 16.08 Uhr, kommt der hessische Landrat mit der Jury in einem knallgelben, US-amerikanischen Schulbus angefahren, der oberhalb der Kulturscheune im Feriendorf Auenland stoppt. Kurz zuvor war die Delegation von Ortsteilbürgermeister Christoph Bauer im Gemeindehaus begrüßt worden. Am Samstagvormittag hatte die Jury bereits das thüringische Bollstedt bereist und begutachtet, den zweiten Sieger im Landeswettbewerb und damit einer der insgesamt 29 Dorf-Konkurrenten von Waffenrod-Hinterrod im Bundesfinale.

Als die Jury samt Ortsteilbürgermeister Bauer aus dem gelben Schulbus steigt, erklingt mit dem Rennsteiglied Thüringens Nationalhymne. Intoniert vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Eisfeld. Alle Musiker sind originalgetreu gekleidet in den Uniformen des Zweiten Bataillons des 6. Thüringer Infanterieregiments 95. Eisfelds Bürgermeister Sven Gregor (EFW) ist zur Begrüßung der Delegation gekommen, der CDU-Landtagsabgeordnete Henry Worm und der frisch gewählte Beigeordnete des Landkreises, Dirk Lindner. Er vertritt Landrat Thomas Müller (CDU), der bereits im Urlaub ist.

Ovationen für die Jury

Mit Marschmusik geht es im Tross dann abwärts in Richtung Kulturscheune. Dort bietet die Stadt Eisfeld auf, was jeder vom Kuhschwanzfest kennt. Herzog Johann Casimir von Sachsen-Coburg ist mit seiner Gemahlin gekommen, die Eisfelder Stadtwache ist angetreten und schießt Salut zur Begrüßung der Jury. Danach kennt die Begeisterung keine Grenzen mehr. Fast der ganze Ort, der 462 Einwohner hat, ist in einem Festzelt versammelt: mit Ausnahme derer, die sich an den einzelnen Dorfstationen für die Begehung der Jury vorbereiten.

Mit stehenden Ovationen und Jubelschreien wird die Bewertungskommission begrüßt. "Was wir hier erleben, ist einfach großartig", zeigt sich Jurychef und Landrat Reinhard Kubat von Beginn an begeistert. Kurz danach stellt sich die Jury vor. Von der insgesamt 24-köpfigen Bewertungskommission sind zwölf Juroren aus dem gesamten Bundesgebiet nach Waffenrod-Hinterrod gekommen. Im Hauptberuf sind sie Architekten, Bauingenieure, Landschafts- und Städteplaner, Verwaltungsfachleute, Denkmalschützer oder Experten für soziales Engagement und kulturelle Aktivitäten.

Ortsteilbürgermeister Christoph Bauer gibt einen Kurzabriss über das Bergdorf, dass beweglich, natürlich, ländlich und lebendig ist. In dem es um die bessere Vernetzung von Jung und Alt geht, von Waffenrod und Hinterrod untereinander und mit der Stadt Eisfeld. In dem die Ideenwerkstatt geboren und exemplarisch entwickelt wurde, und die für alle Ortsteile und Dörfer als Muster für die Zukunftsentwicklung etabliert werden soll. Ein kurzer Videoclip mit einer zuvor aufgezeichneten Grußbotschaft des urlaubenden Landrats ist zu sehen, Kinder stellen in einem Film die Dorfkirche vor. Der Ort hat vieles zu bieten, weil einiges schon gebaut, hergerichtet oder saniert worden ist, in gemeinschaftlichem Engagement und ehrenamtlicher
Arbeit.: Mit Unterstützung durch Spenden aus der Wirtschaft oder Zuschüssen der Stadt.

Nicht alles könne aus Zeitgründen live besichtigt werden, sagt Bauer. Die Zeit ist knapp und sie drängt. Eisfelds Bürgermeister Sven Gregor zeigt demonstrativ auf die Uhr. Nun soll, nein, nun muss sie endlich starten, die Jury-Besichtigungstour.

Sieben Dorfstationen

Station 1, Feriendorf Auenland - nur wenige Schritte von Festzelt und Kulturscheune entfernt: Acht Ferienbungalows mit Wohn- und Schlafzimmer gibt es, gebaut als Erdhäuser, übers Jahr zu 86 Prozent ausgelastet. Von dort aus hat man einen fantastischen Panoramablick über den Kreis in Richtung Coburg.

Station 2, der Bäumchen-Park in Hinterrod, vorgestellt von den Kindern Louis Jakob und Smilla Bauer. Kräuter, Gemüse, Obst bauen sie hier an. Alles gehegt und gepflegt von den Kindern unter Anleitung der Eltern. Der Jury wird ein schmackhafter Kräutertrunk kredenzt.

Station 3, das Hundesportgelände des Schäferhundevereins. Hier gibt es die Leibspeise Thüringer Bratwurst. Und gleich nebenan, nicht geplant, aber spontan ins Programm integriert, einen Forsteinsatz mit dem Harvester. Alles Tot- und Käferholz muss schnellstens raus. Die Jury fragt nach dem Zustand des Waldes. Eisfelds Stadtförster ist sehr besorgt. 500 Festmeter Totholz gibt es, dazu 1500 Meter Käferholz. Er befürchtet, dass es 5000 Festmeter werden. Der Kampf gegen den Borkenkäfer ist angesichts der trockenen Witterung ein Wettlauf gegen die Zeit.

Station 4, der Aussichtspunkt "Zur Prinzenruh". Die Jagdhornbläsergruppe Eisfeld/Sachsenbrunn gibt ein Ständchen, der Thüringer Waldverein , der hier eine Wanderhütte samt Bänken angelegt hat, erläutert seine Arbeit. Jury-Chef Reinhard Kubat möchte noch mal das Rennsteiglied live hören. Alle singen die erste Strophe, bei der zweiten hapert’s etwas mit dem Text.

Station 5 , der Gemeindepark. Die Jagdgenossenschaft bietet Schnittchen an, erklärt den von einer Quelle gespeisten, modern wieder hergerichteten Brunnen. Eigentlich Idylle zum Verweilen. Aber kaum Zeit. Es reicht gerade für ein Gruppenfoto.

Station 6, der Dorfplatz. Kurzer Stopp im Schulbus an der Dorflinde.

Station 7, der Spiel- und Sportplatz. 120 Kinder und Eltern halten zu den Klängen der "Fantastischen Vier" Schilder mit dem Wort Zukunft in die Höhe: "Wir sind zusammen groß, wie sind zusammen eins." Das ist es was, Waffenrod-Hinterrod der Jury zeigen wollte.

Station 8, das Gemeindehaus. Hier endet die Bewertungs-Tour mit einer charmanten Hommage von Jury-Chef Reinhard Kubat an Waffenrod-Hinterrod: "Danke für diesen fulminanten Nachmittag. Ich habe so etwas wie heute hier selten - nein - überhaupt noch nicht erlebt."

Autor

Rolf Dieter Lorenz
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
08. 07. 2019
11:29 Uhr

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Rolf Dieter Lorenz

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Veröffentlicht am:
08. 07. 2019
11:29 Uhr



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