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Nach 20 Jahren: Das Erzgebirge ist Welterbe

Baku/Dresden - Die Unesco hat die Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí als Weltkulturerbe anerkannt.



Baku/Dresden - Die Unesco hat die Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí als Weltkulturerbe anerkannt. Das Komitee nahm das historische Bergbaugebiet in Sachsen und Böhmen am Samstag auf seiner Sitzung in Aserbaidschan in die Liste schützenswerten Erbes der Welt auf. Diese von den beiden Ländern nominierte Stätte sei von universellem Wert. Delegierte sprachen von einem "Meisterwerk menschlicher Kreativität". Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer dankte für die Anerkennung. Das Projekt sei ein Beispiel für internationale Zusammenarbeit. "Glück auf!", sagte er. Kretschmer war mit nach Baku gereist, um in der entscheidenden Sitzung des Welterbekomitees die Bewerbung zu unterstützen. Jetzt gelte es, mit dem Titel die Attraktivität des Erzgebirges weiter auszubauen. Sachsen verfügt neben dem "Muskauer Park" nun über eine zweite Welterbestätte.

Über 400 historische Orte

"Die Anerkennung als Welterbestätte ist eine einmalige Chance, den Bekanntheitsgrad des Erzgebirges weltweit auszubauen und der Region neue Entwicklungsimpulse für den Tourismus mit auf den Weg zu geben", sagte Ines Hanisch-Lupaschko, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge. Mehr als 800 Jahre Bergbau hätten im Erzgebirge zu einer "einzigartigen Beziehung zwischen Mensch und Natur" geführt, die eine Kulturlandschaft von universellem Wert hervorbrachte. Die Region bewarb sich auf sächsischer Seite mit 17, auf tschechischer Seite mit fünf Bestandteilen um den Titel. Die insgesamt über 400 ausgewählten Denkmäler, Natur- und Kulturlandschaften repräsentieren die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus.

Donaus-Limes gescheitert

Die Unesco hat auch das Wassermanagement-System in Augsburg als Weltkulturerbe anerkannt. Schon die Römer, die Augsburg vor zwei Jahrtausenden als Augusta Vindelicum gründeten, leiteten über viele Kilometer Wasser in die Stadt. Im Mittelalter begann dann die systematische Nutzung des Wassers auch als Wirtschaftsfaktor. Heute lässt sich das historische Wassersystem noch an über 20 Stationen erleben, besonders die Lechkanäle in der Altstadt prägen nach wie vor das Stadtbild.

Der ursprünglich äußerst aussichtsreiche Antrag, den Donaulimes in Deutschland, Österreich, der Slowakei und Ungarn zum Weltkulturerbe zu erklären, ist dagegen gescheitert. Ungarn änderte den gemeinsamen Antrag der vier Länder zum besondern Status der Überreste der einstigen römischen Militärgrenze kurzfristig ab. Die ungarische Regierung will einen Teil des Limes in Budapest vom Welterbe-Status ausgenommen wissen. Das Welterbekomitee vertagte die Entscheidung. dpa

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Veröffentlicht am:
07. 07. 2019
21:47 Uhr

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07. 07. 2019
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