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Mensching: Land muss Theater besser fördern

Vor 225 Jahren gab es erstmals Theaterspiele in Rudolstadt. Mit einem Fest feierte das Theater am Wochenende das Jubiläum.



Intendant Steffen Mensching. Foto (Archiv): ari
Intendant Steffen Mensching. Foto (Archiv): ari  

Zum 225. Bestehen des Theaters Rudolstadt pocht Intendant Steffen Mensching auf eine Anhebung der Tarife für seine Mitarbeiter. "Das Land muss sich endlich zu einer 50-zu-50-Prozent-Förderung bekennen, wie für andere Häuser auch", sagte er am Sonntag zum Auftakt der neuen Spielzeit. "Es wird höchste Zeit." Derzeit gebe des Land etwa 45 Prozent dazu. Die Träger könnten eine Steigerung aber nicht allein stemmen. "Zwar sei in den vergangenen Jahren einiges passiert, aber wir zahlen immer noch Haustarife." Sie lägen bei etwa 80 Prozent des Flächentarifs. Da die Flächentarife jährlich um etwa 2,4 Prozent, die Haustarife aber nur um 1,25 Prozent steigen, werde die Lücke nicht kleiner, sagte Mensching. Er leitet das Theater seit zehn Jahren. Sein Vertrag läuft bis 2021.

Den Intendanten treibt noch eine weitere Sorge um. Seit etwa eineinhalb Jahren leben Künstler und technische Mitarbeiter auf einer Baustelle, müssen Besucher mit einer Ausweichspielstätte (im Stadthaus) vorliebnehmen: Das alte Theaterhaus bekommt einen Schutz gegen Hochwasser und starke Regenfälle, die immer eindringen. Der Grund: Das Haus wurde einst in einem alten Flussbett der Saale gebaut. Das Vorhaben werde mit rund neun Millionen Euro von Bund und Land aus dem kulturellen Hilfsprogramm "Hochwasser 2013" gefördert. Das Geld werde aber voraussichtlich bei weitem nicht reichen. Bausünden der Vergangenheit, neue Bauvorschriften und Preissteigerungen würden das Projekt um mehrere Millionen Euro teurer machen, sagte der Intendant. Bund und Land seien informiert. Er hoffe, dass gemeinsam mit dem Bund, den Thüringer Ministerien und den Theaterträgern eine Lösung gefunden werde.

Mit einem Theaterfest zum Auftakt der neuen Spielzeit hat das Haus am auch an die Eröffnung der Komödie 1793 am Rudolstädter Anger erinnert. Sie wurde in der ersten Zeit von Goethes Schauspieltruppe aus Weimar bespielt.

 

Das komplette Spielzeitprogramm unter www.theater-rudolstadt.de

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Veröffentlicht am:
10. 09. 2018
19:53 Uhr

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